Rohstoffe

Gold profitiert (indirekt) von Stimulus-Gesprächen in den USA

Energie: Unerwarteter Rohöllageraufbau mahnt zu Vorsicht

Beflügelt von einer freundlichen Anlegerstimmung und einem schwachen US-Dollar haben die Ölpreise gestern zugelegt. Ein weiterer Grund für den Preisanstieg bei WTI war der Kontrakt-Wechsel bzw. das Auslaufen des November-Kontrakts. Der Dezember-Kontrakt, der nun als Messlatte dient, notierte schon in den Tagen zuvor 0,6-0,7% höher. Doch später hat der Lagerbericht des API, der einen überraschenden Aufbau der Rohölbestände um fast 600 Tsd. Barrel zeigt, die Ölpreise wieder unter Druck gesetzt. Der Bloomberg-Konsens erwartet bei der heutigen DOE-Veröffentlichung einen Rückgang der Rohölvorräte um 1,3 Mio. Barrel und einen weiteren Abbau der Vorräte von Benzin und Destillaten um 1,5 Mio. bzw. fast 2 Mio. Barrel.

Aus unserer Sicht dürften demnächst die Nachfragesorgen angesichts rekordhoher Neuinfektionen mit Covid-19 und den damit verbundenen möglichen Mobilitätseinschränkungen das Geschehen am Ölmarkt bestimmen. Der OPEC und ihren Verbündeten (OPEC+) dürfte es daher zunehmend schwerer fallen, den Markt von ihrer “Macht” und dem Willen zu weiteren Produktionskürzungen zu überzeugen. Denn die Angebots-/ Nachfrage-Balance in den letzten Monaten wurde nur dank einiger weniger OPEC-Länder erreicht, die teilweise größere Kürzungen als vereinbart vorgenommen haben. Ein Großteil der Länder ist dagegen den Verpflichtungen nur unzureichend nachgekommen, so dass die “Versäumnisse” seit Mai mittlerweile fast 2,33 Mio. Barrel täglich betragen. Aus unserer Sicht ist der durch Saudi-Arabien geforderte Ausgleich bis zum Jahresende reines Wunschdenken. Denn diese Länder, wie nun auch der größte afrikanische Ölproduzent Nigeria, drohen unter dem Druck der Lockdowns und finanziellen und wirtschaftlichen Problemen zunehmend im Chaos zu versinken. Im Gegensatz zu einigen Marktbeobachtern, die darin eine Gefahr für die Produktion sehen, gehen wir eher davon aus, dass die Länder tendenziell ihre Produktion erhöhen werden, um die Probleme zu lindern.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold profitiert (indirekt) von Stimulus-Gesprächen in den USA

Die gute Stimmung an den Finanzmärkten, die sich in einem hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer widerspiegelt, hat gestern den Goldpreis in Schach gehalten. Dieser dümpelte um die Marke von 1.900 USD je Feinunze. Dass andere Asset-Klassen stärker gefragt waren, sieht man nicht nur in der Preisentwicklung von Gold zum Beispiel gegenüber den Industriemetallen, sondern auch in einem ETF-Abfluss von 3,7 Tonnen. Über Nacht legte Gold dann aber doch bis auf 1.920 USD zu. Unterstützt wird es durch den US-Dollar, der weiter abwertet. EUR-USD notiert heute Morgen auf einem 4-Wochenhoch von 1,186. Obwohl die von der demokratischen Mehrheitsführerin im US-Repräsentantenhaus, Pelosi, gesetzte Deadline gestern Abend verstrichen ist, gehen die Verhandlungen zwischen den Parteien über ein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft weiter. Nach Gesprächen mit Finanzminister Mnuchin äußerte sich Pelosi optimistisch, dass noch diese Woche – und damit vor der Präsidentenwahl – ein Kompromiss gefunden werden kann. Dies hat den US-Dollar weiter unter Druck gesetzt und Gold profitierte entsprechend. Wohl angetrieben durch die stark steigenden Industriemetallpreise legten Silber, Platin und Palladium deutlich stärker zu als Gold. Mit einem Plus von 2,5% auf über 2.400 USD je Feinunze wies Palladium die beste Preisentwicklung auf. Platin verteuerte sich zwischenzeitlich ebenfalls um über 2% auf gut 880 USD je Feinunze. Platin handelt seit mittlerweile mehreren Wochen entlang der 200-Tage-Linie, die offenbar eine wichtige Stütze für den Preis ist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Preise im Höhenflug, Aluminiumproduktion steigt fast auf Rekordhoch

Die Metallpreise legen weiter deutlich zu. Kupfer nähert sich der Marke von 7.000 USD je Tonne und erreicht damit den höchsten Stand seit Mitte 2018. Nickel klettert erstmals seit elf Monaten über die Marke von 16.000 USD je Tonne. Getrieben werden die Preise von der guten Stimmung, festen Aktienmärkten, Hoffnungen auf die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen Covid-19 und dem weiter aufwertenden Chinesischen Yuan. Letzterer führt dazu, dass die Konsumenten in China mehr Kaufkraft haben. Aluminium gab dagegen als einziges Metall gestern nach. Gemäß Daten des International Aluminium Institute (IAI) ist die globale Aluminiumproduktion im September im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 5,42 Mio. Tonnen bzw. 180,8 Tsd. Tonnen pro Tag gestiegen. Auf Tagesbasis ist dies die zweitgrößte Menge überhaupt. Nach den ersten drei Quartalen liegt die Aluminiumproduktion 2% über Vorjahr und ist auf Rekordkurs. Die Ausweitung im September ist ausschließlich auf China zurückzuführen, während die Produktion außerhalb Chinas leicht rückläufig war. Das IAI hat dabei die Daten des Nationalen Statistikbüros von Anfang der Woche übernommen. Dieses berichtete für China eine rekordhohe Aluminiumproduktion (+7,9% ggü. Vj. auf 105 Tsd. Tonnen pro Tag). Hohe Aluminiumpreise haben den Schmelzen Anreiz gegeben, möglichst viel Material herzustellen. Der chinesische Datenanbieter SMM beziffert die durchschnittliche Gewinnmarge der Schmelzen in China für die letzte Woche auf umgerechnet rund 275 USD je Tonne. Die hohen Produktionsraten dürften unseres Erachtens daher bis auf weiteres beibehalten werden. Zum Produktionsanstieg hat auch die Inbetriebnahme neuer Verarbeitungskapazitäten beigetragen. Laut dem staatlichen Research-Institut Antaike sind neue Kapazitäten im Umfang von mehreren hunderttausend Tonnen hinzugekommen. Weitere Kapazitäten sollen in den nächsten Monaten folgen. Unseres Erachtens produziert China trotz der Wirtschaftserholung und Infrastrukturmaßnahmen deutlich über Bedarf, so dass die Aluminiumexporte bald wieder spürbar steigen sollten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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