Rohstoffe

Gold nimmt Kurs auf neue Hochs

Energie: IEA-Ausblick beflügelt Ölpreise

Die Ölpreise sind seit gestern infolge einer besseren Einschätzung seitens der Internationalen Energieagentur (IEA) deutlich im Aufwind. Der WTI-Ölpreis ist gestern um fast 9% gestiegen. Heute setzt sich der Preisanstieg fort. Brent steigt auf ein 5-Wochenhoch von gut 32,3 USD je Barrel, WTI auf 28,5 USD, den höchsten Stand seit Anfang April. In ihrem Monatsbericht sieht die IEA einen “weniger überversorgten” Ölmarkt als zuvor. Im Jahr 2020 wird die Nachfrage voraussichtlich “nur” um 8,6 (statt zuvor 9,3) Millionen Barrel pro Tag fallen, während das Angebot außerhalb der OPEC um 3,2 (statt zuvor 2,3) Millionen Barrel täglich sinken dürfte. Der Bedarf an OPEC-Öl dürfte im Jahresdurchschnitt mit 23,7 Millionen Barrel pro Tag deutlich höher ausfallen als noch vor einem Monat geschätzt (22,1 Millionen). Die Revisionen sind im zweiten Quartal besonders stark. Hier dürfte die Nachfrage nach OPEC-Öl “nur” auf 13,1 Millionen Barrel pro Tag sinken. Vor einem Monat lag diese Prognose noch bei 8,5 Millionen Barrel pro Tag. Das Überangebot fällt damit erheblich niedriger aus. Im dritten Quartal soll die Nachfrage nach OPEC-Öl auf 29,2 Millionen Barrel pro Tag steigen, im vierten Quartal auf 30,8 Millionen Barrel pro Tag. Die OPEC-Förderung sollte bei voller Umsetzung der Förderkürzungen in der zweiten Jahreshälfte bei etwa 24,5 Millionen Barrel pro Tag liegen. Dies bedeutet, dass der Ölmarkt in der zweiten Jahreshälfte durchschnittlich 5,5 Mio. Barrel pro Tag unterversorgt wäre und die Lagerbestände entsprechend stark sinken würden. Auf eine starke Disziplin bei der Umsetzung der Produktionsquoten deuten auch die unabhängigen Meldungen von der Kundenseite, wobei Raffinerien in Asien und Europa im Sommer deutlich weniger Rohöl von der OPEC erhalten sollten. Nach Einschätzung von Petro-Logistics, einem Analysedienst für den Energiehandel, sind die Ölexporte der OPEC+ in den ersten zwei Maiwochen um rund 6 Mio. Barrel täglich gefallen, was als ein klares Bekenntnis zum Kürzungsabkommen gesehen werden kann.

Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SR9UGYCallOil Brent FutureHebel: 4,0
CL726BPutOil Brent FutureHebel: 4,5
CL9VTJCallOil WTI Light FutureHebel: 4,5
CL726HPutOil WTI Light FutureHebel: 4,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold nimmt Kurs auf neue Hochs

Der Goldpreis setzt seinen Mitte der Woche begonnenen Anstieg fort. Am Morgen erreicht Gold 1.740 USD je Feinunze. Bis zum 7½-Jahreshoch von Mitte April fehlen damit nur noch wenige Dollar. Der Goldpreis in Euro stieg gestern wieder über 1.600 EUR je Feinunze und nähert sich seinem vor drei Wochen verzeichneten Rekordhoch. Noch stärker als Gold legt zuletzt Silber zu. Der Silberpreis stieg gestern um knapp 2% und erreichte am Morgen 16,3 USD je Feinunze, das höchste Niveau seit zwei Monaten. Das Gold/Silber-Verhältnis fällt daraufhin unter 107. Niedriger war es zuletzt ebenfalls vor zwei Monaten. Wir führen den Preisanstieg bei Gold und Silber auf mehrere Umstände zurück. Zu nennen ist die anhaltende Debatte in den USA über Negativzinsen. Zudem schwindet nach der jüngsten Rede von Fed-Chairman Powell die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der US-Konjunktur von dem coronabedingten Einbruch. Eine dafür erforderliche weitere Lockerung der Beschränkungen würde zudem das Risiko einer zweiten Infektionswelle erhöhen. In Europa sieht es kaum anders aus. Dies macht weitere schuldenfinanzierte Hilfsprogramme der Regierungen und zusätzliche expansive Maßnahmen der Zentralbanken wahrscheinlich. Hinzu kommen Sorgen über eine Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und China. US-Präsident Trump sagte in einem TV-Interview, dass er derzeit nicht mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping sprechen wolle. Er ging dabei sogar soweit, China mit dem Abbruch der Beziehungen zu drohen. Angesichts dieser Gemengelage überrascht es nicht, dass das Kaufinteresse bei den Gold-ETFs unverändert groß ist. Gestern gab es erneut Zuflüsse von 15 Tonnen. Seit nunmehr 15 Handelstagen sind ununterbrochen Zuflüsse erfolgt, die sich auf 110 Tonnen summieren. Seit dem 23. März gab es zudem nur einen einzigen Tag mit Abflüssen. Sollten nun auch noch die Spekulanten aufspringen, würde Gold schnell in Richtung 1.800 USD steigen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ7RLNLongGold FutureFaktor: 3
CJ7RLHShortGold FutureFaktor: -3
CJ7RL2LongSilver FutureFaktor: 3
CJ7RLXShortSilver FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Licht und Schatten am Kupfermarkt, doch mehr Schatten

Die chinesischen April-Daten zeigen ein eher gemischtes Bild. Zwar ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% gestiegen, nachdem sie im 1. Quartal erstmals überhaupt seit Beginn der Aufzeichnungen 1990 gefallen ist. Erwartet wurde ein Anstieg von nur 1,1%. Doch gleichzeitig sind die Einzelhandelsumsätze im Jahresvergleich um 7,5% gefallen, zwar nicht ganz so stark wie im März (-15,8%) aber doch stärker als erwartet (-6%). Da die Einschränkungen in China wegen Covid-19 deutlich früher als in den anderen Ländern zurück genommen wurden, ist das Beispiel Chinas auch eine Blaupause für deren Rückkehr aus der Quarantäne. Es wird also noch sehr lange dauern, bis sich der private Konsum wieder erholen wird. Für die Industriemetalle wie Kupfer sind die Immobilieninvestitionen und die Industrieproduktion allerdings wichtiger als die private Nachfrage. Auch deswegen sind die Kupferlagerbestände an der SHFE seit dem Hoch bei rund 380 Tsd. Tonnen Anfang März mittlerweile um fast 200 Tsd. Tonnen gefallen. Der LME-Kupferpreis steigt heute Morgen um mehr 1% auf über 5270 USD je Tonne und hat sich somit vom März-Tief bereits um 20% wieder erholt. Doch scheint dieser Preisanstieg etwas verfrüht. So sind die LME-Kupferlagerbestände allein gestern massiv um 55,650 Tonnen bzw. 25% auf 282,675 Tonnen gestiegen. Vom Tief im Januar haben sie sich mittlerweile um fast 130% erholt. Nach Einschätzung des chilenischen Bergbauverbandes Sonami wird der Kupfermarkt in diesem Jahr einen Überschuss von 200 Tsd. Tonnen verzeichnen. Nach Einschätzung von Fitch Solutions dürfte der Überschuss sogar 344 Tsd. Tonnen betragen, weil man mit einem Anstieg der Produktion um 0,6% rechnet. 2021 sollte sich der Überschuss auf 162 Tsd. Tonnen halbieren und erst 2022 soll der Markt wieder ausgeglichen sein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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