Rohstoffe

Gold nimmt eine Atempause

Energie: Die Ölpreise starten mit positiven Vorzeichen in die neue Handelswoche. Brent verteuert sich um 1,5% auf 59,5 USD je Barrel. Ähnliches gilt für WTI, das mit einem Abschlag von ca. 4 USD gegenüber Brent handelt. Nachrichten vom Wochenende über einen Drohnenangriff von Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf ein saudi-arabisches Ölfeld sorgen am Morgen für steigende Notierungen. Zwar ist die Ölproduktion dort nicht beeinträchtigt. Dennoch rücken die Angebotsrisiken im Mittleren Osten dadurch wieder stärker in den Blickpunkt. Der saudi-arabische Energieminister al-Falih bezeichnete das Ölfeld als “lebenswichtige Einrichtung”. Huthi-Rebellen waren im Mai schon für Angriffe auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien verantwortlich. Sie werden zudem für verschiedene Angriffe auf Öltanker verantwortlich gemacht. Saudi-Arabien bekämpft die Huthis in einem seit Jahren andauernden Stellvertreterkrieg im Jemen. Die Huthis werden vom saudischen Erzfeind Iran unterstützt. Der Ende letzter Woche freigelassene iranische Öltanker hat mittlerweile Gibraltar verlassen und Kurs in Richtung Griechenland genommen. Verbunden damit ist allerdings die Warnung der USA, dass Geschäfte mit dem Schiff und dessen Besatzung US-Sanktionen zur Folge haben könnten. Zuvor waren die USA mit dem Versuch gescheitert, das Schiff weiterhin festzuhalten. Mit der US-Sanktionsandrohung ist das geladene Öl für die potenziellen Abnehmer praktisch nicht mehr verfügbar. Die OPEC meldete in ihrem Monatsbericht am Freitag einen weiteren Rückgang der OPEC-Ölproduktion im Juli auf 29,6 Mio. Barrel pro Tag. Verglichen mit dem von der OPEC geschätzten Bedarf an OPEC-Öl wäre der Ölmarkt im laufenden Quartal damit ca. 2 Mio. Barrel pro Tag unterversorgt. Für das erste Quartal 2020 sieht die OPEC dagegen ein erneutes Überangebot.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold fällt zum Wochenauftakt auf 1.505 USD je Feinunze. Es wird dabei vom festen US-Dollar in Schach gehalten, der in den letzten Tagen spürbar aufgewertet hat. Daneben belasten freundliche Aktienmärkte und etwas höhere Anleiherenditen den Preis. Auch hat sich US-Präsident Trump letzte Nacht positiv über China geäußert, was die Risikoaversion der Marktteilnehmer etwas sinken lässt. Wir erachten den Preisrückgang von Gold nur als Atempause und sehen den Aufwärtstrend nach wie vor intakt. Das Kaufinteresse seitens der Finanzinvestoren ist weiterhin hoch, auch wenn die spekulativen Finanzanleger laut CFTC-Statistik ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 13. August nicht weiter aufgebaut haben. Dafür haben die ETF-Anleger weiter Gold gekauft – knapp 12 Tonnen in der letzten Woche. Die ETF-Zuflüsse bei Gold werden allerdings von Zuflüssen in Silber-ETFs bei weitem in den Schatten gestellt. Die von Blomberg erfassten Silber-ETFs haben ihre Bestände allein in der letzten Woche um 687 Tonnen aufgebaut und die Bestände eilen von einem Rekordhoch zum anderen. Mit über 622 Mio. Unzen bzw. 19.350 Tonnen vereinnahmen die Silber-ETFs mittlerweile fast neun Monate der jährlichen Silberminenproduktion auf sich. Die starken Zuflüsse haben dem Silberpreis zuletzt jedoch keinen weiteren Auftrieb mehr gegeben. Bedingt durch die Korrektur bei Gold und die teilweise schwachen Industriemetallpreise hat der Silberpreis in den letzten Tagen nachgegeben. Heute Morgen rutscht er unter 17 USD je Feinunze.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10
CU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: An den Metallmärkten geht es zu Wochenbeginn noch relativ beschaulich zu. Nickel fällt auf rund 16.000 USD je Tonne und weist mit einem Minus von gut 1% heute Morgen bislang die größten Preisschwankungen unter den Industriemetallen auf. Der irre Preisanstieg der letzten Wochen scheint zumindest vorerst gestoppt, obwohl es Ende letzter Woche Signale aus Indonesien gab, dass der Exportstopp von Erzen vorgezogen werden könnte. Die Marktteilnehmer warten daher wohl auf neue und hoffentlich endgültige Nachrichten vom weltweit größten Nickelerzproduzenten. Unserer Meinung nach sollte ein Exportstopp mittlerweile zu großen Teilen im Nickelpreis eskomptiert sein, so dass wir kurzfristig keinen weiteren Preisanstieg mehr erwarten. Während Nickel in den letzten Wochen stark gestiegen ist, ging es für Zinn steil bergab. Am Freitag rutschte Zinn um über 3% ab. Mit 16.300 USD je Tonne markiert es heute Morgen den tiefsten Stand seit gut drei Jahren. Gemäß Daten der LME sind die Zinnvorräte in den LME-Lagerhäusern am Freitag um 33% bzw. 1,6 Tsd. auf 6,3 Tsd. Tonnen gestiegen. Absolut betrachtet war dies der größte Lageraufbau an einem Tag seit Dezember 2008. Dies wird als Nachfrageschwäche interpretiert, zumal die Vorräte schon zwischen Mai und Juli stark gestiegen waren. Für den Preisrückgang von Zinn wird zudem der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea verantwortlich gemacht, da beide Länder zu den weltweit größten Zinnkonsumenten zählen. Sowohl in Japan als auch in Südkorea werden viele elektronische Produkte hergestellt, die Zinn benötigen.