Rohstoffe

Gold momentan nicht mehr gefragt

Energie: Holt die Realität die Ölpreise wieder ein?

Die Nachrichten über einen sehr hohen Wirkungsgrad der Covid 19-Impfstoffe und Hoffnungen auf deren baldige Zulassung haben die Ölpreise gestern zunächst weiter steigen lassen. Im Zuge des höheren Optimismus ist der WTI auf ein 2-Monatshoch von 42,5 USD je Barrel gestiegen, Brent auf 45 USD. Doch die US-Lagerdaten, Meldungen von aktuellen Corona-Einschränkungen und Spannungen innerhalb der OPEC+ haben sie wieder um jeweils rund 1 USD sinken lassen. Laut DOE sind die US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 0,8 Mio. Barrel gestiegen. Die Benzinbestände sind sogar um 2,6 Mio. Barrel gestiegen, wobei die Benzinnachfrage erstmals seit fünf Monaten unter 8,3 Mio. Barrel täglich und damit wieder mehr als 10% tiefer lag als vor einem Jahr. Hinzu kam der Anstieg der US-Ölproduktion um 400 Tsd. auf 10,9 Mio. Barrel täglich, auch wenn dieser auf eine Normalisierung nach hurrikanbedingten Beeinträchtigungen in den beiden Wochen zuvor zurückzuführen war. Die OPEC+ hat damit nun einige neue “Sorgen”: So stieg die Ölproduktion Libyens, das zwar der OPEC angehört, von den Produktionskürzungen allerdings ausgenommen ist, auf über 1 Mio. Barrel täglich. Zudem haben trotz mehrfacher Aufforderung noch immer nicht alle Länder der Allianz die zugesagten Kürzungen im vereinbarten Umfang umgesetzt, weshalb zwischen Mai und Oktober die OPEC+ über 2,3 Mio. Barrel täglich mehr produziert hat als vereinbart. Jetzt scheint sogar ein Kernland der OPEC, die V.A.E., nicht mehr gewillt, angesichts der steigenden Produktion anderswo die Produktionseinschnitte weiter zu gewährleisten. Auch in Russland ist die Produktion zuletzt wieder gestiegen. Es kommt nun darauf an, wie das andere führende Land der OPEC+, Saudi-Arabien, darauf reagiert. Stellt man die Förderdisziplin innerhalb der Gruppe wieder her, würde das das Vertrauen des Marktes eher stärken. Doch ist auch eine ähnliche Reaktion Saudi-Arabiens wie im März und damit ein erneuter Preiskrieg möglich.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold durch ETF-Abflüsse unter Druck

Gold ist gestern Abend erneut unter Druck geraten, nachdem es frühere Verluste noch wettmachen konnte. Heute Morgen notiert es nur noch bei 1.860 USD je Feinunze. Weiterhin wird Gold durch massive ETF-Verkäufe belastet. Gestern waren es erneut 10 Tonnen, die aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs abflossen. Es lässt sich beobachten, dass die Verkäufe Anfang letzter Woche einsetzten, als erste Nachrichten über einen wirksamen Corona-Impfstoff aufkamen. Seither hat es mehrere derartige Meldungen gegeben, so auch gestern wieder. Offensichtlich sind einige Marktteilnehmer der Annahme, die Regierungen und Zentralbanken würden im nächsten Jahr zu einer vernünftigen Fiskal- und Geldpolitik zurückkehren, weshalb sie Gold verkaufen. Diese Erwartung dürfte sich unseres Erachtens als falsch erweisen. So hat EZB-Präsidentin Lagarde unlängst gesagt, dass ein Impfstoff kein „Game-Changer“ sei. Solange die ETF-Verkäufe anhalten, dürfte Gold allerdings unter Druck bleiben.

Platin profitiert von Rekorddefizit

Der Platinpreis stieg gestern bis auf 956 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit Mitte September, gab dann aber im Zuge des fallenden Goldpreises ebenfalls nach. Am Ende des Tages stand dennoch ein Plus von 1,6% zu Buche. Platin profitierte dabei von der bereits gestern erwähnten Prognose des World Platinum Investment Council (WPIC) eines rekordhohen Angebotsdefizits von 1,2 Mio. Unzen in diesem Jahr. Zwei Entwicklungen haben diese Prognose möglich gemacht. Zum einen kam es wegen der Corona-bedingten Schließung der Platinminen im März und April und dem mehrmaligen Ausfall einer großen Verarbeitungsanlage zu massiven Produktionsausfällen im weltgrößten Produzentenland Südafrika. Der WPIC rechnet mit einem Rückgang um 30% bzw. 1,3 Mio. Unzen auf nur noch 3,1 Mio. Unzen. Zum anderen entwickelte sich die Investmentnachfrage deutlich besser als erwartet. Diese soll auf 1,66 Mio. Unzen steigen und damit das Rekordniveau des Vorjahres nochmals um rund 400 Tsd. Unzen übertreffen. Für 2021 geht der WPIC sowohl bei der Minenproduktion in Südafrika als auch bei der Investmentnachfrage von einer Normalisierung aus. Das Platinangebot soll deshalb nächstes Jahr um 17% steigen. Trotz einer deutlich geringeren Investmentnachfrage soll die Gesamtnachfrage um 2% steigen, da die anderen Nachfragekomponenten diesen Rückgang mehr als ausgleichen. So rechnet der WPIC mit einem Plus bei der Nachfrage aus der Automobilindustrie um fast ein Viertel auf 3 Mio. Unzen. Der Platinmarkt soll somit auch 2021 ein Angebotsdefizit aufweisen, das mit 224 Tsd. Unzen aber deutlich geringer ausfallen dürfte.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Angebotssorgen treiben Zinkpreis nach oben

Wie wir gestern bereits geschrieben haben, ist der Zinkpreis deutlich gestiegen. Mit 2.770 USD je Tonne hat er zeitweise ein 1½-Jahreshoch erreicht. Grund für den neuerlichen Preisanstieg war die Produktionsunterbrechung in der „Gamsberg“-Mine in Südafrika, eine der weltgrößten Zinkminen, nachdem dort mehrere Arbeiter verschüttet wurden. Dies hat zu neuen Angebotssorgen geführt, zumal der Markt für Zinkkonzentrat wegen der Corona-bedingten Ausfälle ohnehin noch angespannt ist. Dies macht sich weiter in den Schmelzgebühren bemerkbar, die gemäß Bloomberg-Angaben in China unter 100 USD je Tonne gefallen sind. Damit verschärft sich die ohnehin schon prekäre Lage der Schmelzen dort, deren Haupteinnahmequelle die Schmelzgebühren sind. Preistreibend dürfte auch die Positionierung der spekulativen Finanzinvestoren sein, die schon seit Monaten stark auf steigende Zinkpreise setzen. Per Ende letzter Woche waren deren Netto-Long-Positionen laut LME-Statistik rekordhoch.

China führt Handel eines internationalen Kupfer-Kontraktes ein

China hat heute den Handel eines internationalen Kupfer-Kontraktes eingeführt, der es Ausländern einfacher machen soll, Zugang zum chinesischen Kupfermarkt zu erhalten. Der Futures-Kontrakt wird an der Shanghai International Energy Exchange (INE) gehandelt und ist in Chinesischen Yuan denominiert. Er enthält keine Steuern und Zollabgaben. Das dem Kontrakt unterliegende Kupfer wird entsprechend in Zolllager geliefert (sog. bonded warehouses). Der Kontrakt an der INE ist in Ergänzung zum bestehenden Kupfer-Kontrakt an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) zu sehen, der überwiegend inländischen Händlern vorbehalten ist. Durch den INE-Kupfer-Kontrakt will China mehr Preismacht bei wichtigen Rohstoffen erlangen. Zudem soll dadurch die Rolle des Yuan gestärkt werden. Neben dem Kupfer-Kontrakt gibt es in China bereits Kontrakte auf Öl, Gold und Silber, die in Yuan gehandelt werden. Es bleibt abzuwarten, wie viel Interesse der neue Kupfer-Kontrakt auf sich ziehen wird. Ihm werden aber gute Chancen eingeräumt, da China für mehr als die Hälfte der weltweiten Kupfernachfrage steht und eine dominante Rolle am Kupfermarkt einnimmt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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