Rohstoffe

Gold mit schlechtestem Jahresstart seit fast 40 Jahren

Energie: OPEC-Dilemma

Der Brent-Ölpreis erholt sich heute etwas von den Verlusten gestern, nachdem der Juni-Future, der ab heute als nächstfälliger Kontrakt gilt, von knapp 65 USD je Barrel in der Spitze auf 62,5 USD zurückging. Offensichtlich war der Markt enttäuscht, dass das Treffen des sogenannten gemeinsamen ministeriellen Monitoring-Ausschusses der OPEC+ (JMMC) ohne Empfehlung für das heutige Treffen zu Ende ging. Die gestern veröffentlichten DOE-Lagerdaten konnten die Korrektur nicht aufhalten. Sie zeigten eine weitere Normalisierung der Lage am US-Ölmarkt. Zwar sind die Rohölvorräte weiterhin etwas überhöht. Doch wirken die anderen Indikatoren eher preisstützend. So ist die Benzinnachfrage weiter auf 8,9 Mio. Barrel täglich gestiegen, den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Die US-Benzinbestände liegen mittlerweile am unteren Rand des Korridors der letzten fünf Jahre. Die gesamte Nachfrage der Raffinerien ist mit fast 15 Mio. Barrel täglich sogar auf ein Jahreshoch gestiegen. Das einzige, was die OPEC-Delegierten beunruhigen könnte, ist die weitere Erholung der US-Ölproduktion, die laut DOE in der letzten Woche mit 11,1 Mio. Barrel täglich auf den höchsten Stand seit Mai geklettert ist. Doch dürfte sich der Blick der OPEC+ vor allem in Richtung Europa drehen, wo mehrere Länder weitere Mobilitätseinschränkungen angekündigt haben. Die vorsichtige Haltung der Gruppe, nachdem das JTC die Nachfrageprognosen für das zweite Quartal um 1 Mio. Barrel täglich nach unten revidiert hat, wird wohl in einer “weiter so”-Strategie resultieren. Gemeinsam mit der Beibehaltung der freiwilligen Produktionskürzungen seitens Saudi-Arabiens würde das nach außen eine Einheit innerhalb der Produzenten-Allianz und das Bekenntnis demonstrieren, eventuelle Überschuss-Situationen zu bekämpfen. Sollte sich jedoch die Meinung durchsetzen, dass die OPEC+ wegen der angespannten Angebots-Nachfrage-Situation am Ölmarkt die Produktion ab Mai um bis zu 500 Tsd. Barrel täglich erhöhen könnte, würde das angesichts der zunehmend negativen Stimmung am Markt die Ölpreise belasten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold mit schlechtestem Jahresstart seit fast 40 Jahren

Gold hat den schlechtesten Start in ein Jahr seit 39 Jahren verzeichnet: Im ersten Quartal ist es um 10% bzw. 190 USD gefallen. Dies war zugleich die negativste Preisentwicklung in einem Quartal seit dem vierten Quartal 2016. Außerdem ist damit eine Serie von neun Quartalsanstiegen in Folge zu Ende gegangen. Zum Auftakt des neuen Quartals notiert Gold bei rund 1.715 USD je Feinunze, nachdem es sich gestern Nachmittag im Zuge eines etwas schwächeren US-Dollar schlussendlich leicht erholt hatte. Die gestern veröffentlichten ADP-Arbeitsmarktdaten haben den Goldpreis kaum bewegt – sie lagen im Rahmen der Erwartungen. Der morgen zur Veröffentlichung anstehende offizielle US-Arbeitsmarktbericht für März dürfte laut der Einschätzung unserer Volkswirte einen starken Stellenaufbau zeigen. Dies birgt weiterhin das Risiko, dass Gold nachgibt, sollte der US-Dollar auf gute Zahlen hin weiter aufwerten. Während Gold und Silber um verlorenen Boden kämpfen, haben Platin und Palladium gestern merklich zugelegt. Platin ist um 2,4% auf 1.190 USD je Feinunze gestiegen, Palladium um 1,6% auf 2.630 USD je Feinunze. Die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin ist damit auf gut 500 USD geschrumpft.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SD34P8ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Neues US-Konjunkturpaket löst kein Feuerwerk aus

Entgegen dem offiziellen Einkaufsmanagerindex gestern und entgegen den Erwartungen ist heute der von Caixin erhobene PMI für das verarbeitende Gewerbe in China im März gefallen. Er sank auf 50,6, den niedrigsten Wert seit April letzten Jahres. Der Aufschwung kommt bei den privaten und kleineren Unternehmen in China offenbar nicht so ganz an. Die Metallpreise reagieren heute Morgen entsprechend verhalten. Die chinesische Wirtschaft dürfte allerdings im aktuellen Quartal zulegen, da dies wegen der Bausaison die nachfragestärkste Zeit ist. Wir gehen daher von höheren Metallpreisen im Quartalsverlauf aus. Heute Nachmittag wird in den USA der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Wir erwarten, dass er weiter gestiegen ist – und zwar auf den höchsten Stand seit den 80er-Jahren. Dies wäre ein Zeichen, dassder Motor der US-Wirtschaft rund läuft, auch wenn sie in erster Linie durch die jüngsten Unterstützungsprogramme angeschoben wird. Gestern hat US-Präsident Biden sein neues geplantes Konjunkturpaket skizziert. Dieses Mal stehen längerfristige Aspekte im Mittelpunkt wie Investitionen in die Infrastruktur mit Fokus Klimaschutz sowie Bildung und Soziales. Die US-Regierung möchte in den nächsten acht Jahren dafür 2,25 Bio. USD ausgeben, davon rund 620 Mrd. USD für die Verkehrsinfrastruktur und Elektrofahrzeuge sowie rund 650 Mrd. USD für digitale Infrastruktur und die Modernisierung von Gebäuden. Auch wenn wir nicht davon ausgehen, dass das Paket in seinem ursprünglichen Umfang den US-Senat passieren wird, da die Republikaner Vorbehalte gegen die Finanzierung haben (es sollen u.a. Steuern erhöht werden), sollten aber gerade die Infrastrukturmaßnahmen zu einer langfristig höheren Metallnachfrage beitragen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.