Rohstoffe

Gold markiert neues Rekordhoch

Energie: Positive wie negative Faktoren am Ölmarkt weiter im Gleichklang

Zu Wochenbeginn präsentieren sich die Ölpreise wenig verändert. Auf der einen Seite belasten die Risiken einer schwächeren Nachfrageerholung wegen des Coronavirus und die politischen Spannungen zwischen den USA und China. Auf der anderen Seite unterstützen der schwache US-Dollar und die Hoffnung auf weitere Corona-Hilfen in den USA. Dies hat wohl bereits in der letzten Woche spekulative Großanleger auf den Plan gerufen, die ihre Netto-Long-Positionen bei WTI an der NYMEX zuletzt um über 10 Tsd. Kontrakte bzw. rund 3% auf 370 Tsd. Kontrakte à 1.000 Barrel erhöht haben. Damit scheinen bereits viele positive Faktoren eingepreist, wobei sich der Aufwärtstrend bei WTI schnell wieder drehen könnte, wenn sich die Nachrichtenlage nicht wie erhofft entwickelt. Die Schieferölunternehmen in den USA schauen wohl auch etwas positiver in die Zukunft und haben in der letzten Woche laut Baker Hughes erstmals seit Mitte März die Bohraktivität erhöht, wenn auch nur um eine zusätzliche Bohranlage, wodurch die Zahl der aktiven Bohrungen auf 181 stieg. Der Rückgang der Bohraktivität in den USA hat sich seit Mitte Juni, als sich der WTI-Ölpreis bei rund 40 USD je Barrel stabilisiert hat, bereits stark verlangsamt. Dabei hat sich die Anzahl der Bohrungen in den Schieferölformationen in Texas um fünf erhöht, was darauf hindeutet, dass sich die Ölproduktion beim gegenwärtigen Preisniveau wieder rentiert. Für die OPEC ist dies eine denkbar schlechte Nachricht, weil die aktuellen Ölpreise auch im Falle einer Rückkehr der OPEC-Produktion auf das Vorkrisenniveau in den meisten Fällen nicht ausreichen dürften, um ihren finanziellen und sozialen Verpflichtungen nachzukommen. Neuerliche Spannungen und die Gefahr des gegenseitigen Betrügens innerhalb des Kartells sind also vorprogrammiert. Um höhere Preise zu erzielen, ist eine anhaltend disziplinierte Umsetzung der Produktionskürzungen erforderlich. Auch könnte aus unserer Sicht die vereinbarte schrittweise Rücknahme der Produktionskürzung durch die OPEC+ ab August angesichts der wieder stärker werdenden Nachfragerisiken zu früh kommen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL98SCCallOil Brent FutureHebel: 7,3
CL98R3PutOil Brent FutureHebel: 7,3
SB9B6FCallOil WTI Light FutureHebel: 7,4
CL5MWQPutOil WTI Light FutureHebel: 7,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Höhenflug bei Gold und Silber setzt sich fort

Die Rally bei Gold und Silber setzt sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche fort. Gold springt dabei mühelos über sein bisheriges Rekordhoch vom September 2011 bis auf 1.945 USD je Feinunze. Silber steigt sogar um 6% auf 24,4 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit sieben Jahren. Ein wesentlicher Treiber ist der schwächere US-Dollar, der auf handelsgewichteter Basis auf das niedrigste Niveau seit fast zwei Jahren abwertet. Da allerdings auch der Goldpreis in Euro auf ein Rekordhoch bei 1.660 EUR je Feinunze springt, ist der Preisanstieg auch auf andere Faktoren zurückzuführen. Zu nennen sind die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China, die mit den stark steigenden Geldmengen zunehmende Sorge vor einer Geldentwertung und die negativen Realzinsen. Zudem zeigten die hochbewerteten Aktienmärkte in der letzten Woche erste Anzeichen von Schwäche. Gold und Silber verzeichnen vor diesem Hintergrund weiterhin massive ETF-Zuflüsse. Bei Gold waren es in der gesamten letzten Woche 55 Tonnen, bei Silber fast 1.240 Tonnen. In der letzten Woche legte Gold um 5,1% zu, Silber um 17,8%. Letzteres war der stärkste Wochenanstieg seit mehr als 30 Jahren. Die derzeitige Dynamik spricht für eine Fortsetzung der Rally. Gold könnte daher schon in den nächsten Tagen die Marke von 2.000 USD in Angriff nehmen, ehe Gewinnmitnahmen einsetzen sollten. Das Tempo des Anstiegs mahnt allerdings zur Vorsicht. So etwas trägt häufig auch den Keim eines Absturzes in sich. Gegen eine scharfe Korrektur spricht, dass der Preisanstieg bei Gold kaum spekulativ getrieben ist. Die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzanleger stiegen in der letzten Berichtswoche nur leicht und liegen nach wie vor deutlich unter dem Niveau von Anfang März. Anders sieht es dagegen bei Silber aus. Hier haben sich die Netto-Long-Positionen binnen sechs Wochen auf das höchste Niveau seit Februar verdoppelt. Dies könnte ein erstes Warnsignal sein.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Kupferpreis zuletzt verstärkt spekulativ getrieben

Nachdem letzte Woche viele metallspezifische Daten veröffentlicht wurden, werden die Impulse für die Metallpreise diese Woche hauptsächlich von der Makroseite kommen. In den USA und in Europa werden die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal veröffentlicht. Diese dürften starke Rückgänge zeigen, da wegen des Coronavirus umfangreiche Lockdown-Maßnahmen ergriffen wurden. Mittlerweile vorliegende Monatsdaten für Mai und Juni deuten aber darauf hin, dass das Schlimmste überstanden ist, so dass das zweite Quartal den Tiefpunkt darstellen sollte. Schwache BIP-Zahlen müssen daher nicht unbedingt negativ aufgenommen werden. In China wird der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) veröffentlicht. Dieser gibt einen Eindruck, ob sich die Stimmung in der chinesischen Industrie weiter verbessert hat. Der PMI liegt seit März wieder über der Marke von 50 und damit im expansiven Bereich. Die Gewinne der Industrieunternehmen sind im Juni so stark wie seit März 2019 nicht mehr gestiegen, was auf eine Verbesserung der Lage hindeutet. Die Metallpreise starten allesamt fester in die neue Handelswoche. Unterstützung erhalten sie wohl vom schwächeren US-Dollar. Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China scheinen dagegen keine Rolle zu spielen. Kupfer und Zink steigen jeweils um 0,5%, Nickel und Zinn jeweils um 1%. Ein Blick auf die CFTC-Statistik zur Marktpositionierung zeigt, dass der Kupferpreisanstieg in den letzten Wochen verstärkt spekulativ getrieben war. Zuletzt haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Long-Positionen an der Comex in New York um weitere 32% auf 55 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Sie liegen aktuell auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahren. Seit Mitte Juni wurden sie verfünffacht. Der Kupferpreis ist in dieser Zeit um 14% bzw. 800 USD gestiegen. Auch deshalb halten wir den Preisanstieg für übertrieben und erwarten eine Korrektur.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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