Rohstoffe

Gold knackt 2.000 USD-Marke

Energie: Ölpreis nicht durch Ängste, sondern durch Optimismus gestützt

Der gestrige Handel am Ölmarkt verlief nach dem gleichen Muster wie am Vortag: Nach einem schwachen Start drehten die Ölpreise mit der Eröffnung der US-Märkte stark ins Plus und sind von ihren Tagestiefs um jeweils 4% gestiegen. Einige Marktbeobachter führen den Preisanstieg auf die Explosion im Beiruter Hafen zurück. Wir halten die Begründung für nicht nachhaltig. Es handelt es sich wohl eher um einen schweren Unfall, der Unsicherheit schürt und die Nachfrage belastet. Politische Spannungen, die die Produktion oder den Transport von Rohöl belasten könnten, sind daher unwahrscheinlich. Auch als Transitland für Öl ist der Libanon unbedeutend. Vielmehr sehen wir erneut den Anlegeroptimismus als ausschlaggebend für den Preisanstieg, wobei sich die Ölpreise zuletzt des Öfteren im Gleichklang mit den US-Aktienmärkten bewegen. Der Optimismus ist auch besseren Wirtschaftsdaten geschuldet. So haben die US-Fahrzeugverkäufe wie auch nahezu alle anderen Wirtschaftsdaten für Juli positiv überrascht. Eine positive Überraschung könnte es daher auch bei der Benzinnachfrage im heutigen Lagerbericht des US-Energieministeriums (DOE) geben. Den Daten des API zufolge, die gestern Abend vermeldet wurden, sind die US-Rohölbestände in der letzten Woche erneut um 8,6 Mio. und die für Benzin um 1,7 Mio. Barrel gefallen. Der Bloomberg-Konsens für den DOE-Bericht rechnet mit einem Lagerrückgang um 3,4 Mio. bei Rohöl und um 500 Tsd. Barrel bei Benzin. Die Ängste vor der coronabedingten Nachfrageschwäche treten zwar derzeit in den Hintergrund. Doch halten wir den Optimismus der Ölmarktteilnehmer und die Ölpreise für überhöht. Eine vorschnelle Anhebung der Produktion durch die OPEC und eine anhaltend recht schwache Nachfrage sprechen gegen einen weiteren Preisanstieg. Die Veröffentlichung der offiziellen Verkaufspreise Saudi-Arabiens für September, welche die Stimmung hätte kippen können, verschiebt sich auf nächste Woche. Diese gelten als guter vorlaufender Indikator für die Nachfrage und könnten dieses Mal enttäuschen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold steigt auf Rekordniveau von über 2.000 USD

Die Rally bei Gold und Silber nahm gestern Nachmittag wieder Fahrt auf. Gold sprang am Abend erstmals über die Marke von 2.000 USD je Feinunze und verzeichnet am Morgen bei 2.035 USD ein neues Rekordniveau. Der Gold-Future an der Comex handelt bereits bei 2.050 USD. Auch Gold in Euro ist mit 1.720 EUR je Feinunze so teuer wie nie zuvor. Noch deutlich stärker als Gold legt erneut Silber zu. Das weiße Edelmetall stieg gestern um 7% und erreicht am Morgen bei 26,6 USD je Feinunze das höchste Niveau seit April 2013. Das Gold/Silber-Verhältnis fällt im Zuge dessen auf 77 zurück. Einen spezifischen Auslöser für den Preissprung bei Gold und Silber seit gestern Nachmittag gab es nicht. Es dürfte vielmehr die Erwartung weiterer Stimulierungsmaßnahmen seitens der Regierungen und der Zentralbanken sein, die die Preise weiter nach oben treibt. Zu nennen ist zudem der schwache US-Dollar, auch wenn dieser zuletzt nicht mehr weiter nennenswert verloren hat. Deutlich im Abwärtstrend befinden sich auch die Anleiherenditen, was dem Goldpreis ebenfalls Rückenwind gibt. Denn der große Nachteil von Gold gegenüber Anleihen, keine Zinsen zu zahlen, wird dadurch eliminiert. Die 10-Jahresrendite in den USA fiel gestern erstmals seit Anfang März auf 0,5%. Damit sind die US-Realzinsen bis einschließlich zehn Jahre Laufzeit negativ. Mit einer steigenden Inflation und ohne Aussicht auf Zinserhöhungen dürften die Realzinsen zudem weiter in den negativen Bereich abrutschen. Außerhalb der USA gilt dies vielfach bereits für die Nominalzinsen. Das weltweite Volumen von Anleihen mit negativer Nominalrendite stieg gestern auf 16 Bio. USD, den höchsten Stand seit 11 Monaten. Das übertrifft den Wert des theoretisch verfügbaren Goldes selbst bei aktuellen Preisen. Rückenwind erhält Gold auch durch anhaltende ETF-Zuflüsse. Diese hielten gestern den 28. Tag in Folge an, womit bis zur Einstellung des zwischen Ende April und Anfang Juni aufgestellten Rekordes nur noch ein Tag fehlt. Aktuell spricht somit wenig für ein Ende des Höhenfluges. Einzig der Relative-Stärke-Index von 87 legt eine Korrektur nahe.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: 6
SB3T60LongSilver Future Faktor: 6
SB3T6JShortSilver Future Faktor: 6
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Industriemetalle: Nickelpreis überschreitet 14.000 USD-Marke

Die weiterhin gute Stimmung der Marktteilnehmer und der schwache US-Dollar unterstützen nach wie vor die Metallpreise, auch wenn diese heute Morgen zunächst nicht weiter groß zulegen. Kupfer handelt bei knapp 6.500 USD je Tonne, Aluminium kostet rund 1.780 USD, soviel wie zuletzt vor gut sechs Monaten. Wie im Handelsabkommen zwischen den USA und China vereinbart, wollen beide Länder Mitte des Monats den Fortschritt des „Phase-1-Abkommens“ überprüfen. Trotz jüngst anziehender Käufe vor allem im Agrarbereich ist China bislang deutlich hinter seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen zurückgeblieben. Gemäß Berechnungen von Bloomberg hat China im ersten Halbjahr nicht einmal ein Viertel der zugesagten Käufe von US-Gütern in Höhe von über 170 Mrd. USD getätigt. Ein schlechtes Zwischenzeugnis des Abkommens sollte also nicht überraschen. Dennoch scheinen einige Marktteilnehmer besorgt, wie es mit dem Handelsabkommen im Speziellen und den Beziehungen zwischen den USA und China im Allgemeinen weitergeht. Geplante Verhandlungen über ein „Phase-2-Abkommen“ wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

Nickel hat gestern erstmals seit Mitte Januar die Marke von 14.000 USD je Tonne überschritten. Es setzt damit seinen Preisanstieg der letzten Monate fort und hat sich von seinem Tief im März mittlerweile um 30% bzw. über 3.000 USD verteuert. Das Überschreiten der 14.000 USD-Marke könnte technische Anschlusskäufe auslösen, nachdem schon das Überwinden der 200-Tage-Linie vorletzte Woche neue Impulse gab. Aus fundamentaler Sicht wachsen die Bäume am Nickelmarkt unseres Erachtens aber nicht in den Himmel, zumindest nicht kurzfristig. Das Stahlanalysehaus MEPS hat seine Einschätzung für die globale Edelstahlproduktion weitgehend bestätigt und erwartet im Gesamtjahr einen Rückgang um knapp 10% auf 47,2 Mio. Tonnen. Im zweiten Quartal dürfte die Produktion demnach um rund 20% eingebrochen sein. Dies führt zu einer geringeren Nickelnachfrage, da die Edelstahlindustrie der mit Abstand wichtigste Nickelkonsument ist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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