Rohstoffe

Gold ist derzeit mehr Anlage- als Schmuckmetall

Energie: (Abwärts-)Risiken für den Ölpreis

Der massive Abbau der Rohölbestände in den USA – das US-Energieministerium hat einen Rückgang um 10,6 Mio. Barrel berichtet – hat die Ölpreise unterstützt. Dies war wohl einem Rückgang der Rohölimporte auf den tiefsten Stand seit April bei gleichzeitigem Anstieg der Exporte geschuldet. Die Benzinnachfrage hat sich wieder erholt, auch wenn sie weiter rund 10% unter dem Niveau der letzten Jahre liegt. Nach wie vor scheinen sich unterstützende und belastende Faktoren am Ölmarkt auszugleichen, wobei die Nachfrageschwäche durch die Produktionskürzungen der OPEC+ “kompensiert” wird. Dennoch sehen wir aktuell größere Preisrisiken nach unten als nach oben, weil trotz des Anstiegs seit April die Preise aus Sicht der OPEC-Länder nicht “hoch genug” sind, was die Förderdisziplin untergraben dürfte. Saudi-Arabien hat im 2. Quartal ein Budgetdefizit von über 29 Mrd. USD verzeichnet, nachdem die Öleinnahmen um 45% eingebrochen waren.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL98SCCallOil Brent FutureHebel: 7,2
CL46VYPutOil Brent FutureHebel: 7,2
SB9B6JCallOil WTI Light FutureHebel: 7,3
CL5MWQPutOil WTI Light FutureHebel: 7,0
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: Gaspreise in der EU und den USA erholen sich etwas

Das heiße Wetter und die höhere Stromnachfrage für Klimaanlagen in den USA ließen den US-Erdgaspreis erstmals seit Anfang Mai über 1,9 USD je MMBtu steigen. Auch die fallende Gasproduktion dürfte die Preise unterstützen. Diese ging zuletzt wegen der sinkenden Ölproduktion, bei der auch Erdgas gefördert wird, stark zurück. Außerdem ließ der Preisverfall seit Ende 2018 die Anzahl der Gasbohrungen um rund zwei Drittel auf nur 68 schrumpfen. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag sie zeitweise bei über 1.600. Dies dürfte die Gaspreise nicht nur in den USA, sondern über den Umweg der LNG-Exporte, die teilweise mit Henry Hub bepreist werden, auch in Europa unterstützen. Der deutsche Kassa-Preis, der noch am Montag mit 4,45 EUR je MWh auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni gefallen war, ist mittlerweile begleitet auch von steigenden CO2-Preisen auf 5,13 EUR gestiegen. Einem starken Anstieg der Gaspreise stehen aber hohe Lagerbestände im Wege, die sowohl dies- als auch jenseits des Atlantiks deutlich höher sind als üblich zu dieser Jahreszeit.

Produktidee: Faktor-Produkte
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3F6NLongICE ECX EUA FutureFaktor: 2
CJ3F6RShortICE ECX EUA FutureFaktor: -2
SB3Q6GLongGas Oil FutureFaktor: 12
SB3Q6MShortGas Oil FutureFaktor: -12
CJ3D5ZLongNatural Gas FutureFaktor: 2
CJ3D56ShortNatural Gas FutureFaktor: -2
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Edelmetalle: Taubenhafte Fed spricht für steigenden Goldpreis

Gold handelt am Morgen bei 1.950 USD je Feinunze. Gestern Abend gab es einen erneuten Anlauf auf das Rekordhoch von Anfang der Woche, welcher allerdings scheiterte. Ein neuerlicher Anlauf ist wahrscheinlich, bspw. wenn heute Nachmittag extrem schwache Daten zum US-BIP für das zweite Quartal veröffentlicht werden. Unsere Volkswirte erwarten einen beispiellosen Rückgang um annualisiert 35%, was nach europäischer Lesart einer Schrumpfung um ca. 10% entspricht. Die US-Notenbank Fed beließ die Leitzinsen gestern wie erwartet unverändert nahe Null. Sie denkt nach den Worten ihres Vorsitzenden Powell nicht mal darüber nach, darüber nachzudenken, darüber nachzudenken, die Zinsen zu erhöhen. Dies verdeutlicht, wie weit Zinserhöhungen entfernt sind. Die Forward Guidance wurde nicht geändert. Im Begleitkommentar wurde erneut betont, an der Nullzinspolitik so lange festzuhalten, bis man sicher ist, dass “die Wirtschaft die jüngsten Ereignisse überstanden hat und auf dem richtigen Weg ist, die Ziele maximaler Beschäftigung und Preisstabilität zu erreichen”. Die Anleihenkäufe sollen im derzeitigen Tempo fortgesetzt werden. Der Ausblick fiel verhalten aus. Die Konjunkturentwicklung würde maßgeblich vom Verlauf des Virus abhängen. Die letzten Hochfrequenzdaten würden eine Verschlechterung anzeigen. Die Fed bleibt damit weiterhin als Krisenbekämpfer gefragt, an der ultralockeren Geldpolitik wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Dieser Umstand spricht für einen weiter steigenden Goldpreis.

Starke ETF-Nachfrage überstrahlt bei Gold alles

Der World Gold Council hat am Morgen Daten zur Goldnachfrage im zweiten Quartal veröffentlicht. Diese lag demnach 11% niedriger als im Vorjahr. Dieser Widerspruch zur positiven Preisentwicklung erklärt sich mit der Zusammensetzung der Nachfrage. Denn die für die Goldpreisentwicklung relevante Investmentnachfrage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, wofür in erster Linie die rekordhohen Zuflüsse in die Gold-ETFs verantwortlich waren. Die Schmucknachfrage hat sich hingegen halbiert, ebenso die Nachfrage der Zentralbanken. Somit bestätigte sich, dass der Goldpreisanstieg der letzten Monate nahezu ausschließlich durch die ETF-Nachfrage getrieben wurde.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Zinkpreis steigt trotz Angebotsüberschuss auf 6-Monatshoch

Der Zinkpreis ist gestern erstmals seit sechs Monaten wieder über die Marke von 2.300 USD je Tonne gestiegen. Mit einem Plus von 2,3% stach er im Industriemetallsektor heraus. Die anderen Industriemetalle verzeichneten mit Ausnahme von Nickel kaum Zuwächse. An der SHFE holt Zink heute die gestrige Bewegung an der LME nach und steigt sogar auf den höchsten Stand seit letzten November. Wir sehen hinter dem Preisanstieg von Zink technische und spekulative Käufe. Vor drei Wochen hat der Preis die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie überwunden, was zu technischen Anschlusskäufen geführt haben dürfte. Seit Ende Juni haben die spekulativen Finanzinvestoren laut LME-Statistik zudem ihre Netto-Long-Positionen deutlich ausgeweitet und dadurch den Preisanstieg wohl verstärkt. Auf fundamentale Gründe führen wir den Preisanstieg hingegen nicht zurück. So sind die Zinkvorräte in den Lagerhäusern der LME innerhalb von nur gut einer Woche um 55% gestiegen. Mit knapp 190 Tsd. Tonnen liegen sie aktuell auf dem höchsten Stand seit Oktober 2018. Der Anstieg erfolgte in LME-Lagerhäusern in Asien und in den USA. Er ist unseres Erachtens ein Indiz für eine schwache Nachfrage. Die Zink-Terminkurve, die in Contango ist, deutet ebenfalls nicht auf einen angespannten Markt hin. Die International Lead and Zinc Study Group sah den globalen Zinkmarkt schon in den ersten fünf Monaten des Jahres mit 223 Tsd. Tonnen deutlich im Überschuss. Das unabhängige Analysehaus CRU erwartet für das Gesamtjahr 2020 sogar einen Angebotsüberschuss von 485 Tsd. Tonnen. Wir erachten den Preisanstieg von Zink als übertrieben und erwarten einen Rücksetzer.