Rohstoffe

Gold in Euro stellt neues Rekordhoch auf

Energie: Am Ölmarkt schlägt das Pendel wieder zurück

Nach anfänglichen Gewinnen und dem erneuten Anlauf auf die psychologisch wichtige Marke von 45 USD je Barrel drehte der Brentölpreis ins Minus und ist auf fast 43 USD gefallen. Die Nachfragesorgen am Ölmarkt sind zurück. Erstmals seit März haben sich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA im Wochenvergleich erhöht. Falls sich der Kongress nicht einigt, läuft das Unterstützungsprogramm der US-Regierung für die Arbeitslosen in Kürze aus. Hinzu kommen fallende Aktienmärkte und weiterhin hohe Neuansteckungen mit Covid-19. Laut Johns Hopkins Universität haben sich in den USA in den letzten Tagen jeweils über 70 Tsd. Menschen infiziert, wobei täglich über 1.000 Leute gestorben sind. Die Gesamtzahl der Infektionen in den USA hat gestern die Marke von 4 Mio. überschritten. Hinzu kommen erneute Spannungen zwischen den USA und China, die die Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften weiter belasten dürften. Der langfristig wichtigste Faktor am Ölmarkt, die Nachfrage, könnte also wieder ins Stocken geraten. Auf der anderen Seite hat die OPEC+ die schrittweise Rücknahme der massiven Produktionskürzungen ab August eingeleitet und wird diese Entscheidung nicht schnell wieder rückgängig machen können. Eine Erholung der Ölexporte ist für sie auch bitter nötig. Denn die finanzielle Lage hat sich in den letzten Monaten massiv verschlechtert. So haben die niedrigen Preise zwischen März und Mai wegen der Lockdown-Maßnahmen und des Preiskriegs mit Russland allein Saudi-Arabien etliche Dutzend Milliarden USD an Einnahmen “gekostet”. Im Mai sind die saudischen Ölexporte im Jahresvergleich wie im April um fast 12 Mrd. USD bzw. 65% auf nur 6,3 Mrd. USD gesunken. Insgesamt sind die Exporte in den ersten fünf Monaten um 35 Mrd. USD bzw. 40% gefallen. Sie dürften zwar ab Juni wegen der gestiegenen Ölpreise wieder höher sein. Doch ist der Preisanstieg in erster Linie der fallenden Produktions- und Exportmengen geschuldet. Saudi-Arabien wird um weitere Privatisierungen und neue Fiskalreformen nicht herumkommen. Dies dürfte für Spannungen sorgen, insbesondere im Hinblick auf die wahrscheinliche kurzfristige Nachfolgeregelung im Königshaus.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6TCallOil Brent FutureHebel: 7,6
CL46VYPutOil Brent FutureHebel: 7,6
SB9B6MCallOil WTI Light FutureHebel: 7,6
CL471YPutOil WTI Light FutureHebel: 7,6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold in Euro stellt neues Rekordhoch auf, Gold in USD steht kurz davor

Die Rally bei Gold und Silber geht weiter: Gold ist gestern Abend bis an die Marke von 1.900 USD je Feinunze herangelaufen und war damit nur noch gut 20 USD von seinem Allzeithoch entfernt. Wir denken, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das Allzeithoch überwunden wird. Bereits einen Schritt weiter ist Gold in Euro gerechnet: Es hat gestern mit 1.635 EUR je Feinunze ein neues Rekordhoch aufgestellt. Silber handelte phasenweise über 23 USD je Feinunze. Neuen Auftrieb erhielten Gold und Silber gestern Nachmittag durch verhaltene US-Konjunkturdaten, die zu einer weiteren Abwertung des US-Dollar führten. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist auf den tiefsten Stand seit September 2018 gefallen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der letzten Woche gemäß Daten des US-Arbeitsministeriums erstmals seit März leicht gestiegen, was wohl mit den stark steigenden Covid-19-Neuinfektionszahlen und den damit verbundenen neuerlichen Lockdown-Maßnahmen zusammenhängt. Zuvor hatte sich der Rückgang schon merklich verlangsamt. Die Erholung des US-Arbeitsmarktes scheint also ins Stocken geraten zu sein. Die Preisanstiege von Gold und Silber nehmen mittlerweile parabolische Züge ein, das heißt sie sind sehr schnell erfolgt, möglicherweise zu schnell. Dies birgt unseres Erachtens die Gefahr eines Rücksetzers, zumal Gold und Silber fast ausschließlich von der extrem starken Investmentnachfrage getrieben werden. Diese spiegelt sich zuvorderst in massiven ETF-Zuflüssen wider: Seit Monatsbeginn sind es bei Gold 111 Tonnen und bei Silber 2.152 Tonnen. Die heute Abend zur Veröffentlichung anstehende CFTC-Statistik zur Marktpositionierung dürfte zeigen, dass auch die spekulativen Finanzinvestoren verstärkt auf steigende Gold- und Silberpreise gesetzt haben. Bei Gold hatten sie sich in den letzten Wochen eher noch zurückgehalten, bei Silber haben sie hingegen ihre Netto-Long-Positionen schon ausgeweitet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Batterie-Phantasie treibt Nickelpreis

Der Nickelpreis ist gestern um 4,2% auf 13.700 USD je Tonne nach oben gesprungen. Er hat damit die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie überwunden, sich von dieser aber noch nicht lösen können. Heute Morgen gibt Nickel im Einklang mit den anderen Industriemetallen leicht nach, was im Zusammenhang mit den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China steht. Der Preisanstieg gestern wird auf die sich anbahnende langfristig hohe Nickelnachfrage zur Produktion von Batterien zurückgeführt. Vorgestern hatte der Chef eines bekannten US-Elektroautoherstellers die Bergbauunternehmen aufgefordert, mehr Nickel zu produzieren und ihnen einen „gigantischen“ langfristigen Liefervertrag angeboten. Nickel gilt als essenzieller Bestandteil in Lithium-Ionen-Batterien. Mit steigendem Nickelanteil nimmt die Dichte der Batterie zu, also die Distanz, in der die Energie in der Batterie gehalten werden kann. In der Produktion von Batterien kann aber nur qualitativ sehr hochwertiges Nickel verwendet werden, das knapp ist.