Rohstoffe

Gold in Euro steigt auf Allzeithoch und knackt die 1.400 EUR-Marke

Energie: Nach dem Schwächeanfall gestern, als der Brentölpreis auf fast 57 USD je Barrel abgesackt ist, hat er sich wieder erholt und notiert heute bei 58,5 USD je Barrel. Die Rückkehr des Anlegeroptimismus und die Erwartung weiter fallender Rohölbestände in den USA, wobei der Markt mit einem weiteren Abbau von über 3 Mio. Barrel rechnet, stützen den Preis.

Doch die Gefahr eines weiteren Ölpreisverfalls ist keineswegs gebannt, wenn es der OPEC in den kommenden Wochen und Monaten nicht gelingen sollte, den Produktionszuwachs außerhalb der OPEC durch freiwillige Produktionskürzungen auszugleichen. Zweifelsohne machen vor allem die USA mit ihrer Rekordproduktion von 12,5 Mio. Barrel täglich dem Kartell seine Preismacht streitig. Doch auch außerhalb der USA werden Produktionsanstiege vermeldet. So ist im Juli die brasilianische Ölproduktion laut der Nationalen Energiebehörde ANP um 8,5% ggü. Juni bzw. 7,8% ggü. Vorjahr auf einen Rekordwert von 2,77 Mio. Barrel täglich gestiegen. Dies entspricht einem Jahreszuwachs von über 200 Tsd. Barrel täglich. Die Entwicklung in der Nordsee dürfte selbst diesen starken Anstieg noch in den Schatten stellen. Die Norwegische Erdölbehörde (NPD) hat jetzt ihre Zustimmung zur Inbetriebnahme des gigantischen Ölfelds “Johan Sverdrup” erteilt, das Reserven von rund 3 Mrd. Barrel Öl hat und voraussichtlich die nächsten 40 Jahre Öl fördern wird. Schon in der ersten Phase ab November dürfte die Produktion 440 Tsd. Barrel täglich erreichen. In der zweiten Phase ab 2023 dürfte die Produktion sogar um weitere 220 Tsd. Barrel täglich steigen. Der Betreiber hat nun sogar einen früheren Start signalisiert, wobei anscheinend schon für Oktober 11 Lieferungen geplant sind, die einer Tagesproduktion von über 220 Tsd. Barrel entsprechen würden. Der Start des gigantischen Projekts, dessen Break-even-Kosten unter 20 USD pro Barrel liegen, kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da der Markt über eine mögliche Ölschwemme besorgt ist. Dies dürfte zu einem weiteren Belastungsfaktor für den Ölpreis in den kommenden Monaten werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold ist gestern nach schwachen US-Konjunkturdaten und einem daraufhin etwas schwächeren US-Dollar auf 1.550 USD je Feinunze gestiegen. Gold in Euro gerechnet hat erstmals die Marke von 1.400 EUR je Feinunze überwunden. Seit Quartalsbeginn hat sich Gold in Euro damit um 14% bzw. 175 EUR je Feinunze verteuert, seit Jahresbeginn steht sogar ein Plus von 26% bzw. fast 300 EUR zu Buche. Der Preisanstieg von Gold ging erneut mit starken ETF-Zuflüssen einher. In den Schatten gestellt wurde Gold gestern allerdings von Silber, das um 4,3% nach oben gesprungen ist. Heute Morgen legt es weiter auf ein 3-Jahreshoch von 19,6 USD je Feinunze zu. Die psychologisch wichtige 20 USD-Marke ist somit in Reichweite gekommen. Silber entwickelt sich weiter klar besser als Gold – das Gold/Silber-Verhältnis ist erstmals seit über einem Jahr unter 80 gefallen. Auch Platin ist gestern spürbar um 2,9% gestiegen. Mit 970 USD je Feinunze handelt es heute Morgen auf dem höchsten Niveau seit anderthalb Jahren. Die Preisdifferenz zu Gold ist auf immer noch hohe 570 USD geschrumpft. Der Preisanstieg von Silber und Platin ging wie schon letzte Woche mit einem sehr hohen Handelsvolumen am Futures-Markt einher.

Einem indischen Regierungsvertreter zufolge hat die indische Zollbehörde im letzten Quartal 1,2 Tonnen geschmuggeltes Gold sichergestellt, 23% mehr als im Vorjahr. Das sichergestellte Gold stammt demnach in erster Linie aus dem Mittleren Osten. Industriekreisen zufolge dürfte der Goldschmuggel mittlerweile noch weiter zugenommen haben, da im Juli die Importsteuer auf Gold um 2,5-Prozentpunkte auf 12,5% erhöht wurde. Gemäß offiziellen Angaben hat die Zollbehörde in den zwölf Monaten bis Ende März 4,1 Tonnen Gold sichergestellt, nach 3,2 Tonnen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das sichergestellte Gold ist aber nur die Spitze des Goldschmuggels. Der World Gold Council schätzt, dass 2018 bis zu 95 Tonnen Gold illegal nach Indien eingeführt wurden. Indische Industrieverbände setzen diese Zahl sogar mehr als doppelt so hoch an.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6W Long Silver Future Faktor: 5
CJ7RLV Short Silver Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Die Metallpreise standen gestern lange Zeit unter Druck. Schwächere Aktienmärkte, ein zunächst noch fester US-Dollar, der anhaltend schwache Chinesische Yuan und pessimistische Spekulanten sorgten für Verkaufsdruck bei den Industriemetallen. Kupfer fiel daher am frühen Nachmittag auf gut 5.500 USD je Tonne, der tiefste Wert seit über zwei Jahren. Zink markierte unter 2.200 USD je Tonne kurzzeitig ein 3-Jahrestief. Interessanterweise haben die Metalle später einen Großteil ihrer Verluste wieder aufgeholt und legen heute Morgen weiter zu, obwohl in den USA schwache Konjunkturdaten veröffentlicht wurden. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe ist im August erstmals seit drei Jahren unter die Marke von 50 gefallen, die Expansion anzeigt. Dies zeigt, dass die US-Wirtschaft an Schwung verloren hat, wozu sicherlich der Handelsstreit zwischen den USA und China beiträgt. In Reaktion auf die schwachen Daten hat der US-Dollar abgewertet, wovon wiederum die Metallpreise profitierten. Ein Tweet von US-Präsident Trump, wonach es für China deutlich schwerer werden würde sich auf ein Handelsabkommen zu einigen, sollte China warten bis Trump die Wahlen im nächsten Jahr gewinnt, wurde vom Markt ignoriert. Der Handelsstreit wird aber wohl weiter das bestimmende Thema an den Metallmärkten bleiben. Nach wie vor wartet der Markt auf Neuigkeiten, wann die Handelsgespräche wieder aufgenommen werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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