Rohstoffe

Gold in Euro nähert sich seinem Rekordhoch

Energie: Die Ölpreise haben sich nach dem Absturz in der ersten Wochenhälfte etwas erholt. Brent handelt aktuell bei 57,5 USD je Barrel, WTI mit einem Abschlag von ca. 5 USD gegenüber Brent. Im Wochenvergleich droht dennoch ein beträchtliches Minus. Saudi-Arabien will den Ölmarkt offensichtlich mit allen Mitteln stabilisieren und lässt seinen Worten nun auch Taten folgen. Wie ein saudischer Offizieller gestern mitteilte, werden die Ölexporte auch im September bei weniger als 7 Mio. Barrel pro Tag liegen. Die Nachfrage wäre dagegen deutlich höher gewesen. Die Zuteilungen von Saudi Aramco an die Kunden liegen insgesamt 700 Tsd. Barrel pro Tag unter der angefragten Menge. Eigenen Angaben zufolge hätte Saudi-Arabien 10,3 Mio. Barrel pro Tag produzieren können, um die Nachfrage zu bedienen. Tatsächlich soll die Ölproduktion im September sogar nochmals niedriger sein als im August. Im Juli lag die Fördermenge laut IEA bei 9,65 Mio. Barrel pro Tag. Die dadurch induzierte Verknappung des Angebots sollte eine Preiserholung am Ölmarkt auslösen, sobald sich die derzeit dominierenden Nachfragesorgen etwas legen. Wir haben unsere Ölpreisprognose wegen der Nachfragesorgen und des eskalierenden Handelskonflikts um 5 USD gesenkt und erwarten nun für Ende 2019 und das kommende Jahr einen Brentölpreis von 65 USD je Barrel.

Die IEA hat ihre Prognose für die globale Ölnachfrage 2019 und 2020 leicht nach unten revidiert und spricht von einem “zerbrechlichen Ausblick” nach der schwächsten Nachfrageperiode seit 2008. Sie bezieht sich dabei auf die ersten fünf Monate des Jahres, in denen die Nachfrage nur um 520 Tsd. Barrel pro Tag zulegte. Für das laufende Quartal erwartet sie auf Basis der aktuellen OPEC-Produktion ein Angebotsdefizit von 940 Tsd. Barrel pro Tag. Anfang nächsten Jahres droht aber ein beträchtlicher Angebotsüberschuss, falls die OPEC ihr Angebot nicht weiter reduziert.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Obwohl sich die zyklischen Rohstoffe gestern im Zuge eines höheren Risikoappetits der Marktteilnehmer erholt haben, hat sich Gold gut behauptet. Es hat die Marke von 1.500 USD je Feinunze verteidigt. Nach wie vor ist das Kaufinteresse an Gold sehr hoch. Die Gold-ETFs verzeichneten gestern Zuflüsse von knapp 5 Tonnen, nach gut 15 Tonnen tags zuvor. Gold in Euro gerechnet ist gestern Abend auf 1.350 EUR je Feinunze gestiegen, der höchste Stand seit November 2012. Dies ist unseres Erachtens auf die höheren politischen Risiken im Euroraum zurückzuführen, denn in Italien könnte es noch dieses Jahr Neuwahlen geben. Innenminister Salvini hatte schnelle Neuwahlen gefordert, da die Regierung keine Mehrheit im Parlament mehr hätte. Italienischen Zeitungsberichten zufolge könnten Neuwahlen im November stattfinden. Eine von Salvini geführte Rechts-Regierung würde wohl noch stärker auf Konfrontationskurs zur EU gehen als es die jetzige Regierung ohnehin schon tut. Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen ist daraufhin um über 20 Basispunkte gestiegen und die Renditedifferenz zu vergleichbaren deutschen Staatsanleihen hat sich entsprechend ausgeweitet.

Die chinesische Goldnachfrage ist gemäß Daten des Verbands der chinesischen Goldproduzenten im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3,3% auf 524 Tonnen gefallen. Die Nachfrage wäre damit deutlich höher gewesen als der World Gold Council (WGC) letzte Woche ausgewiesen hatte. Dem WGC zufolge belief sich die Goldnachfrage auf dem chinesischen Festland im ersten Halbjahr auf 442 Tonnen, ein Minus von 7,6% gegenüber Vorjahr. Inklusive Hongkong und Taiwan lag die Goldnachfrage demnach bei 470 Tonnen (-7,5%). Da die Goldproduktion stärker als die Nachfrage gefallen ist, ist China weiterhin auf Importe angewiesen, auch wenn die lokalen Goldpreise derzeit hoch sind.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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Industriemetalle: An den Metallmärkten geht es weiter hin und her. Im Zuge eines höheren Risikoappetits der Marktteilnehmer, der sich in deutlich gestiegenen Aktienmärkten widerspiegelte, haben sich gestern die Industriemetalle erholt. Der LME-Industriemetallindex ist um 2,2% gestiegen, wobei alle Metalle zugelegt haben. Kupfer kletterte auf 5.800 USD je Tonne. Auch Eisenerz hat sich stabilisiert. Der Preis in Singapur steht jedoch vor dem größten Wochenverlust seit dem Beginn des Futures-Handels im April 2013. Heute Morgen spannt sich die Lage schon wieder etwas an und die Metalle sind wieder fast alle im Minus. Zink zum Beispiel hat bereits einen Großteil der Gewinne von gestern abgegeben. Dies dürfte dem Handelsstreit zwischen den USA und China geschuldet sein, denn die US-Administration hält die Vergabe von Lizenzen an heimische Unternehmen für Geschäftsbeziehungen mit einem großen chinesischen Technologieunternehmen zurück. Dies wird als Vergeltung dafür gesehen, dass China keine US-Agrarprodukte mehr kauft. Den Handelsstreit und den globalen Abschwung im verarbeitenden Gewerbe hat der größte russische Aluminiumproduzent zum Anlass genommen, im Rahmen seiner Quartalsberichterstattung nochmals vor einer schwachen Aluminiumnachfrage im zweiten Halbjahr zu warnen. Die globale Nachfrage soll demnach noch um rund 2% steigen. Der russische Aluminiumproduzent ist mit dieser Prognose noch relativ optimistisch im Vergleich zu den Prognosen anderer Aluminiumhersteller.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7L Long Copper-Future Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper-Future Faktor: -8
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