Rohstoffe

Gold in Euro mit neuem Rekordhoch

Energie: Überangebotssorgen behalten die Oberhand

Die Stimmung am Ölmarkt hat in den vergangenen drei Jahren ständig gewechselt, seitdem die OPEC ab Januar 2017 durch freiwillige Produktionskürzungen die im Jahr 2014 verlorene Preismacht wiederzuerlangen versucht. Wir haben stets darauf hingewiesen, dass diese Strategie der OPEC langfristig viele Opfer, sprich verlorene Marktanteile, abverlangen, aber keinen nachhaltigen Erfolg bringen wird. Denn der wichtigste Grenzproduzent langfristig sind nicht die OPEC und Russland, sondern die USA mit ihrer Schieferölproduktion. Und diese wird dank höherer Ölpreise in Folge der “OPEC+”-Strategie weiter steigen. Doch ein schnelles Umdenken und eine Umkehr zum “offenen Markt”, an dem die Nachfrage die Preise diktiert, ist nicht abzusehen. Und so dürfte sich der Jojo-Effekt am Ölmarkt fortsetzen. Von unten wird der Ölpreis durch die OPEC+ unterstützt. Von oben drückt der Produktionsanstieg aus den Nicht-OPEC-Ländern. Die aktuellen Nachfragesorgen wegen des Coronavirus haben u.E. die Überangebotssorgen verdeutlicht und zum Vorschein gebracht. Diese sind im Gegenteil zur kurzfristigen Schwäche der chinesischen Nachfrage eher struktureller Natur und dürften daher die Stimmung langfristig belasten. So wurde Brasilien, das noch vor kurzem ein Ölimporteur war, innerhalb weniger Monate zu einem bedeutenden (Roh-)Ölexporteur. Nachdem die Produktion 2017-18 stagniert hatte, stieg sie nun massiv an. Laut Petrobras ist sie im 4. Quartal auf über 3 Mio. Barrel täglich gestiegen, ein Anstieg um fast 400 Tsd. Barrel täglich bzw. 13,7% ggü. Vorjahr. Im Dezember sei die Produktion sogar auf 3,8 Mio. Barrel täglich gestiegen.

Im Verlauf des gestrigen Handels ist der Brentölpreis bis auf 53,2 USD je Barrel gefallen, den niedrigsten Stand seit Januar 2019. Heute erholt er sich zwar wieder. Doch in Abwesenheit einer koordinierten Aktion der OPEC+ dürften die Überangebotssorgen die Oberhand behalten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold in Euro mit neuem Rekordhoch

Gold hat gestern zunächst von der höheren Risikoaversion der Marktteilnehmer profitiert und ist trotz des weiter aufwertenden US-Dollar – EUR-USD handelt bei 1,09 – zeitweise auf knapp 1.580 USD je Feinunze gestiegen. In Euro gerechnet hat Gold mit 1.445 EUR je Feinunze sogar ein neues Rekordhoch markiert. Begleitet wurde der Preisanstieg einmal mehr von ETF-Zuflüssen. Die Freude hielt jedoch nicht lange: Da sich die Stimmung der Marktteilnehmer wieder aufgehellt hat, handelt Gold heute Morgen unter 1.570 USD. Heute findet die halbjährliche Anhörung des Fed-Vorsitzenden Powell vor dem US-Kongress statt, von der wir uns allerdings keine großen Neuigkeiten zur Geldpolitik der US-Notenbank erwarten. Wenn es nach US-Präsident Trump geht, müssten die Zinsen in den USA niedriger sein. Er kritisierte Powell erneut und sagte, dass er mit Powell „nicht zufrieden“ sei und dieser ihn „im Stich gelassen“ habe.

Der weltweit größte Palladiumproduzent hat unlängst seine Pläne bestätigt, aus seinem Global Palladium Fund drei Tonnen (knapp 100 Tsd. Unzen) Palladium in Form von Barren zu verkaufen, um den in seinen Augen spekulativen Palladiummarkt abzukühlen. Eine Knappheit an Barren hat demnach zu hohen Leiheraten, einer starken Backwardation in der Terminkurve und Marktturbulenzen geführt. Mit dem Verkauf will der Produzent die Volatilität im Markt verringern und verhindern, dass Palladium wegen der Marktturbulenzen substituiert wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6Q Long Palladium Future Faktor: 3
CU3TG7 Short Palladium Future Faktor: -3
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Industriemetalle: Starker Anstieg der börsenregistrierten Zinkvorräte

Der gestern anfänglich zu beobachtende Optimismus der Marktteilnehmer hat im Tagesverlauf nachgelassen, so dass die Metallpreise ihre Gewinne (teilweise vollständig) abgegeben haben. Zink ist sogar deutlich ins Minus gerutscht und auf ein 3½-Jahrestief von gut 2.100 USD je Tonne gefallen. Neben dem starken Anstieg der Zinkvorräte in den SHFE-Lagerhäusern meldete auch die LME gestern einen großen Zufluss. Dort wurden die Zinkbestände innerhalb von einer Woche um 43% aufgestockt. Sie liegen mittlerweile auf dem höchsten Niveau seit fast sechs Monaten. Heute Morgen hat sich die Stimmung der Marktteilnehmer bereits wieder komplett gedreht. Feste Aktienmärkte in den USA und Asien sowie die Hoffnung auf Konjunkturmaßnahmen in China geben den Metallpreisen Auftrieb. Zink erholt sich daher um knapp 2%, Nickel legt sogar um fast 3% zu.

Mehr Zinnangebot aus Indonesien in den Startlöchern

Der Zinnpreis hatte sich im Januar zwischenzeitlich auf fast 18.000 USD je Tonne erholt, war aber zum einen an der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie abgeprallt und wurde zum anderen durch den Ausbruch des Coronavirus mit nach unten gezogen. Im Zuge dessen fiel er kurzzeitig unter 16.000 USD und hat sich in den letzten Tagen nur leicht erholt. Deutliches Aufholpotenzial sehen wir nicht. Denn neben der virusbedingten Nachfragezurückhaltung steht mehr Angebot aus Indonesien in den Startlöchern. Der größte indonesische Zinnproduzent, gleichzeitig der zweitgrößte weltweit, plant eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr die Ausweitung seiner Produktion um rund 5% (auf ca. 71 Tsd. Tonnen). Die Zinnexporte sollen demnach an die Preise angepasst werden, das heißt bei hohen Preisen wird wohl mehr exportiert werden, bei niedrigen weniger. Dies sollte den Zinnpreis unseres Erachtens in einer gewissen Spanne halten. Im Januar hat Indonesien Daten des Handelsministeriums zufolge 7,1 Tsd. Tonnen Zinn exportiert, 73% mehr als im Vorjahr. Offenbar wurde ein Teil der im letzten Jahr zurückgehaltenen Menge nun auf den Markt gebracht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Agrar: Rohzuckerpreis schließt erstmals seit zwei Jahren über 15 US-Cent je Pfund

Wie gestern beschrieben, dürfte das Defizit am Zuckermarkt etwas höher ausfallen als bislang erwartet. Das treibt die Zuckerpreise nach oben. Rohzucker schloss gestern erstmals seit Januar 2018 über 15 US-Cent je Pfund. Prompt gibt es aber auch Meldungen über indische Exportverträge in Höhe von 3 Mio. Tonnen Zucker und Teilnehmer der Zuckerkonferenz in Dubai äußern die Erwartung, dass Brasilien in der nächsten Saison mehr Zucker produzieren wird. Allerdings wird derzeit die Lage in Thailand, dem zweitgrößten Exportland, täglich schlechter dargestellt – auf der Konferenz wird teils nicht mehr von 10 Mio., sondern von unter 9 Mio. Tonnen Zucker gesprochen und auch der Ausblick auf die nächste Saison verdunkelt sich. Dies sollte die Zuckerpreise vorerst gut unterstützen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU54EQ Long Sugar Future Faktor: 4
CJ3D7C Short Sugar Future Faktor: -4
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