Rohstoffe

Gold in EUR steigt auf 12-Monatshoch

Energie: US-Schieferölproduktion im Permian Basin erreicht Rekordniveau

Der Brentölpreis handelt am Morgen wieder bei 83 USD je Barrel. Gegenüber dem gestrigen Tagestief bedeutet dies einen Anstieg um rund 2 USD. Kurzfristig bleibt der Ölmarkt angespannt, was die Preise unterstützen sollte. Neben Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat gestern auch Russland einer stärkeren Ausweitung der Ölproduktion eine Absage erteilt. Die US-Regierung prüft damit andere Möglichkeiten, insbesondere die Freigabe der strategischen Ölreserven, wie US-Energieministerin Granholm gestern bestätigte. Eine höhere US-Ölproduktion würde sicherlich auch helfen. Die Schieferölproduktion soll im Dezember laut aktueller Prognose der US-Energiebehörde um 85 Tausend auf 8,32 Millionen Barrel pro Tag steigen. Das wäre das höchste Produktionsniveau seit April 2020. Wichtigster Treiber bleibt die Schieferölproduktion im Permian Basin, die um 67 Tausend Barrel pro Tag steigen und mit knapp 5 Millionen Barrel ein neues Rekordniveau erreichen soll. Davon ist die gesamte US-Schieferölpoduktion allerdings noch immer knapp 1 Millionen Barrel pro Tag entfernt. US-Präsident Biden könnte daher auch die heimische Ölindustrie ersuchen, dieses Potenzial auszuschöpfen.

Energie: Erdgaspreis steigt deutlich, CO2-Preis auf Rekordhoch

Der europäische Erdgaspreis (TTF, 1-Monats-Forward) stieg gestern um 9% und überwand damit erstmals seit Ende Oktober wieder die Marke von 80 EUR je MWh. Heute verteuert sich Erdgas weiter auf knapp 90 EUR. Dabei hatte der Kreml erst am Freitag die Drohung des weißrussischen Präsidenten Lukaschenko, die Gaslieferungen nach Europa zu unterbrechen, als nicht mit ihm abgesprochen bezeichnet und damit für eine leichte Entspannung gesorgt. Diese erwies sich als kurzlebig. Denn die Erdgaslieferungen Russlands steigen nur langsam. Am deutschen Eingangspunkt Mallnow wurden gestern Zuflüsse von 300 GWh gemeldet. Das ist zwar die größte Tagesmenge seit Ende September, liegt aber noch immer deutlich unter dem Niveau von 800-900 GWh pro Tag, das normalerweise erreicht wird. Zudem zeigten die Ergebnisse der aktuellen Auktionen, dass Russland für Dezember keine zusätzlichen Kapazitäten für die Jamal-Pipeline über Polen gebucht hat. Gleiches gilt auch für den Gastransit über die Ukraine. Möglicherweise setzt man in Moskau auf eine schnelle Inbetriebnahme der fertiggestellten Ostseepipeline Nord Stream 2. Der höhere Erdgaspreis trug mit dazu bei, dass der CO2-Preis gestern auf 67 EUR je Tonne stieg und damit ein neues Rekordhoch markierte.

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WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
SB3T44LongNatural Gas FutureFaktor: 2
SB3T7TShortNatural Gas FutureFaktor: -2
SB37KXLongICE EUA FutureFaktor: 3
SF1CHWShortICE EUA FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Gold in EUR steigt auf 12-Monatshoch

Gold hat gestern im Tagesverlauf fast alle anfänglichen Verluste aufgeholt und steigt heute Morgen moderat in Richtung 1.870 USD je Feinunze. Damit handelt es nur marginal unter seinem 5-Monatshoch. Es trotzt auch dem deutlich festeren US-Dollar bzw. schwachen Euro der EUR-USD-Wechselkurs ist erstmals seit Mitte letzten Jahres unter die Marke von 1,14 gefallen. EZB-Präsidentin Lagarde fiel gestern mit taubenhaften Äußerungen vor einem Ausschuss des EU-Parlaments auf: Sie räumte zwar ein, dass es wohl länger dauern wird als ursprünglich gedacht, bis die Inflation wieder zurückgeht. Zudem führte sie aber aus, dass höhere Zinsen eine Gefahr für die Konjunkturerholung seien. Gold in Euro gerechnet hat von der Währungsentwicklung profitiert und ist auf 1.640 EUR je Feinunze gestiegen, den höchsten Stand seit einem Jahr. Der Anstieg der Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf ein 3-Wochenhoch konnte Gold ebenfalls nichts anhaben, da die Inflationserwartungen fast im gleichen Ausmaß gestiegen sind. Spätestens seit der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten letzte Woche scheint sich das Bild am Goldmarkt komplett verändert zu haben. Seitdem wird Gold seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage gerecht und ist entsprechend gefragt. Dies sieht man jedoch nach wie vor nicht in den ETF-Beständen die ETF-Anleger halten sich weiterhin mit Käufen zurück. Dagegen haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Long-Positionen stark ausgeweitet: Laut CFTC-Statistik sind sie in der Woche zum 9. November um knapp 50% auf 125,6 Tausend Kontrakte gestiegen, den höchsten Stand seit Juli 2020. Diese Anlegergruppe hat damit wohl zum Preisanstieg von Gold in der Beobachtungsperiode beigetragen. Und da der Goldpreis seit dem Datenstichtag weiter gestiegen ist, dürften auch weitere Netto-Long-Positionen aufgebaut worden sein. Es stellt sich diesbezüglich jetzt allerdings die Frage, wie nachhaltig der Goldpreisanstieg ist und ob Gold nicht im Falle von Gewinnmitnahmen unter Druck kommt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
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Industriemetalle: Kontinuierlicher Abbau der LME-Nickelvorräte, starke Nachfrage in China

Der Nickelpreis befindet sich seit etwa drei Wochen in einer Seitwärtsbewegung zwischen 19.000 und 20.000 USD je Tonne. Aktuell notiert er in der Mitte dieser Handelsspanne. Die im letzten Oktober-Drittel zu beobachtende scharfe Korrektur scheint beendet. Ein Blick auf die LME-Lagerstatistik zeigt, dass die Nickelvorräte in den LME-Lagerhäusern seit April kontinuierlich abgebaut werden. Sie haben sich seitdem auf 130 Tauend Tonnen halbiert und befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit fast zwei Jahren. Da über 40% der Bestände noch zur Auslieferung angefordert sind, spricht dies für eine Fortsetzung des Lagerabbaus. Die Nickelvorräte in den SHFE-Lagerhäusern dümpeln schon seit Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau vor sich hin, was wenig Spielraum bei einem Anziehen der Nachfrage gibt. Dass die Nickelfrage (weiter) anzieht die International Nickel Study Group erwartet in diesem Jahr ein Nachfrageplus von 16% gegenüber Vorjahr steht für uns außer Frage. Getragen wird sie zum einen von der Edelstahlproduktion, die sich von ihrem Rückgang im letzten Jahr mittlerweile kräftig erholt hat und laut Einschätzung von MEPS in diesem Jahr ein Rekordhoch erreichen soll. Zum anderen trägt die Elektromobilität die Nachfrage, im Zuge derer viel Nickel in den Batterien für Elektroautos verwendet werden dürfte. Um den erwartet hohen Nickelbedarf zukünftig bedienen zu können, hat der Verband der chinesischen Nichteisenproduzenten Anfang des Monats vorgeschlagen, dass China kommerzielle Reserven von Nickel (und Kobalt) aufbauen soll. Demnach mache die heimische Nickelproduktion nur 5% der Nachfrage aus und China sei hochgradig auf Importe angewiesen. Daten der Zollbehörde zufolge hat China in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bereits über 170 Tausend Tonnen Nickelraffinade (die größte Menge seit fünf Jahren) und 2,8 Millionen Tonnen Ferronickel (eine Rekordmenge in diesem Beobachtungszeitraum) importiert. Auch die Einfuhren von Nickelerz haben wieder deutlich angezogen.

Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!