Rohstoffe

Gold im Zuge guter US-Konjunkturdaten spürbar gefallen

Energie: Brentölpreis steigt nach Beschlüssen der OPEC+ deutlich

Der Ölmarkt hat die Beschlüsse der OPEC+ am Freitag positiv aufgenommen. Der Brentölpreis stieg am Nachmittag auf knapp 65 USD je Barrel und erreichte damit das höchste Niveau seit den Anschlägen auf saudi-arabische Öleinrichtungen Mitte September. Zwar konnte er dieses Niveau nicht ganz halten, ging aber bei gut 64 USD mit einem satten Wochenplus aus dem Handel. Die OPEC und einige Nicht-OPEC-Länder einschließlich Russland hatten sich darauf verständigt, die Ölproduktion im ersten Quartal 2020 um weitere 500 Tsd. Barrel pro Tag zu reduzieren. Saudi-Arabien erklärte sich darüber hinaus bereit, die Produktion zusätzlich um 400 Tsd. Barrel pro Tag zu kürzen, wenn alle Länder ihre Vorgaben vollumfänglich erfüllen. In diesem Falle würden die Kürzungen ein Ausmaß von 2,1 Mio. Barrel pro Tag erreichen. Diese auf den ersten Blick hohe Zahl sorgte am Freitag für einen Preissprung. Zudem soll das nächste “OPEC+”-Treffen schon Anfang März stattfinden, so dass eine Verlängerung bis Mitte 2020 weiterhin möglich ist. Damit sollte ein Überangebot im 1. Halbjahr 2020 vermieden werden können. Unseres Erachtens ist dem allerdings nicht so. Denn die zusätzlichen Kürzungen Saudi-Arabiens beziehen sich auf das neu festgelegte Zielniveau von 10,15 Mio. Barrel pro Tag. Zieht man davon die 400 Tsd. Barrel ab, so würde Saudi-Arabien nur 100-150 Tsd. Barrel pro Tag weniger fördern als aktuell. Und ob alle Länder die vereinbarten Kürzungen tatsächlich umsetzen, bleibt abzuwarten. Falls nicht, würde Saudi-Arabien laut eigener Drohung sogar mehr produzieren als aktuell. Hinzu kommt, dass Libyen die Produktion im nächsten Jahr steigern will. Bis Ende 2020 soll laut Chef der staatlichen libyschen Ölgesellschaft NOC ein Produktionsniveau von 1,5 Mio. Barrel pro Tag erreicht werden. Libyen ist weiterhin von den Produktionskürzungen ausgenommen. Wir sehen daher nach wie vor das Risiko eines beträchtlichen Überangebots im 1. Halbjahr 2020 und damit das Risiko eines erneuten Preisrückgangs.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold im Zuge guter US-Konjunkturdaten spürbar gefallen
Der Goldpreis ist am Freitag im Zuge überraschend guter US-Konjunkturdaten unter Druck gekommen und auf 1.460 USD je Feinunze gefallen. Die US-Wirtschaft hat im November 266 Tsd. neue Stellen geschaffen, deutlich mehr als erwartet. Der Beschäftigungszuwachs wurde zwar etwas aufgebläht, da der Vormonat durch den Streik bei einem großen US-Automobilproduzenten nach unten verzerrt war und jetzt eine Gegenbewegung erfolgte, dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Entsprechend legten die Aktienmärkte zu und die US-Anleiherenditen stiegen zeitweise deutlich. Auch der US-Dollar wertete auf. Gold hatte da nicht mehr viel entgegenzusetzen, zumal wahrscheinlich einige spekulative Finanzanleger ihre Positionen geschlossen haben, um Verluste einzudämmen. Denn laut CFTC-Statistik wurden in der Woche zum 3. Dezember die Netto-Long-Positionen bei Gold um 7% auf 208 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Diese Woche stehen gleich mehrere Ereignisse an, die den Goldpreis bewegen könnten. Während die Sitzungen der US-Notenbank Fed und der EZB relativ unspektakulär verlaufen dürften, geht von der Parlamentswahl in Großbritannien deutlich mehr Spannung aus. Denn mit dieser wird sich entscheiden, ob ein geregelter Brexit in Reichweite kommt oder die Hängepartie weitergeht.

Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat mit ihren Goldkäufen im November weiter pausiert und den zweiten Monat in Folge ihre Goldreserven nicht erhöht. Zuvor hatte die PBoC über mehrere Monate hinweg rund 107 Tonnen Gold gekauft. Sie ist damit hinter der russischen Zentralbank der bislang zweitgrößte Goldkäufer in diesem Jahr.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle: China gibt Metallpreisen Auftrieb

Ein Treffen des Politbüros der Regierungspartei in China und gute US-Konjunkturdaten geben den Industriemetallpreisen seit Freitag deutlichen Auftrieb. Laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wird China strukturelle Reformen umsetzen und andere Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem Investitionen in die Infrastruktur. In den USA hat sich der Arbeitsmarkt im November deutlich robuster gezeigt als erwartet (siehe Edelmetalle oben). Kupfer ist daher schon am Freitag um 1,7% gestiegen und legt zum Wochenauftakt weiter zu. Mit knapp 6.040 USD je Tonne kostet es so viel wie zuletzt Ende Juli. Da es auch über die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie gesprungen ist, könnten technische Anschlusskäufe den Preis kurzfristig noch etwas weiter nach oben treiben. Zum freundlichen Start in die neue Handelswoche tragen zudem gute Importdaten aus China bei. Gemäß Daten der Zollbehörde hat China im November 483 Tsd. Tonnen Kupfer importiert, 5% mehr als im Vorjahr und die größte Menge seit September 2018. Die Einfuhren von Kupfererz und -konzentrat waren mit 2,16 Mio. Tonnen sogar rekordhoch. Auch Eisenerz profitiert von der aktuellen Gemengelage: Mit einem Preisanstieg um über 6% auf ein 3-Monatshoch von fast 93 USD je Tonne hat Eisenerz in Singapur den Anstieg der Metallpreise in London sogar klar in den Schatten gestellt. Die hohen Importe Chinas (90,7 Mio. Tonnen, 5,2% mehr als im Vorjahr) deuten auch hier auf eine gute Nachfrage im Reich der Mitte hin.

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU6XLF Long Copper Future Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper Future Faktor: -8
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