Rohstoffe

Gold im Vorfeld der Fed-Sitzung im Aufwind

Energie: OPEC revidiert Ölnachfrage erneut nach unten

Dunkle Wolken ziehen am Ölmarkt wieder auf. Diesmal kommt der Druck seitens der OPEC, die zuvor mit ihrer guten Quotenumsetzung maßgeblich zum Preisanstieg beigetragen hat. Während Saudi-Arabien für eine rigorose Umsetzung der Quoten wirbt und abtrünnigen Mitgliedern mit Bestrafung durch Preiskrieg droht, sieht man sogar bei seinen traditionellen Verbündeten, den VAE und Kuwait, wachsenden Unmut. Wie sollte es in Ländern wie dem Irak, Angola und Nigeria aussehen, die wirtschaftlich und finanziell nicht so gut dastehen wie die Golfstaaten? Die Stimmung im Vorfeld des Treffens am Donnerstag ist denkbar ungünstig. Dabei wären nicht nur die Beibehaltung des Status Quo, sondern größere Kürzungen ab Oktober nötig. Denn laut gestrigem OPEC-Monatsbericht ist die Nachfrage deutlich schwächer als erwartet. Nur etwas mehr als drei Monate vor Jahresende hat die OPEC die gesamte Jahresnachfrage um 400 Tsd. Barrel täglich nach unten revidiert und vor weiteren Risiken gewarnt. Im nächsten Jahr dürfte der Bedarf an OPEC-Öl mit 28,1 Mio. Barrel täglich 1,1 Mio. niedriger als erwartet ausfallen.

EU will Emissionen bis 2030 massiv senken

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat letzten Donnerstag für ein neues EU-weites Ziel gestimmt, die CO2-Emissionen bis 2030 um 60% ggü. dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Der Vorschlag, welcher der Zustimmung des Parlaments bedarf, dürfte für harte Verhandlungen mit den EU-Ländern und der Europäischen Kommission sorgen. Morgen wird sich Medienberichten zufolge Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für ein Reduktionsziel von “55%” einsetzen, was immerhin am oberen Ende der bisher diskutierten Spanne zwischen 50 und 55% läge. Aber auch wenn die ambitionierte EU-Klimapolitik viel Rückenwind gibt und gestern der CO2-Preis um 7,5% auf 30,5 EUR gestiegen ist, wird er unseres Erachtens wegen des vorerst noch schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes die Marke von 30 EUR je Tonne erst im nächsten Jahr nachhaltig überwinden.

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Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold im Vorfeld der Fed-Sitzung im Aufwind

Der Goldpreis steigt am Morgen auf knapp 1.970 USD je Feinunze. Auftrieb gibt ein vor der FOMC-Sitzung schwächerer US-Dollar. Die Fed dürfte ihre ultra-lockere Geldpolitik bestätigen. Zudem dürfte Fed-Chef Powell Erläuterungen zur neuen Fed-Strategie geben. Ab sofort strebt die Fed ein durchschnittliches Inflationsziel von 2% an, was nach Phasen niedriger Inflation ein moderates Überschreiten der 2%-Marke erlaubt. Zudem sollen bei einer niedrigen Arbeitslosenquote erst dann die Zinsen angehoben werden, wenn dies sichtbar und nachhaltig zu Aufwärtsdruck bei der Inflation führt. Davon sind wir aktuell weiter entfernt denn je, so dass die Leitzinsen in den USA für Jahre auf ihrem aktuellen Niveau von knapp über null Prozent verharren dürften. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) machte in ihrem aktuellen Quartalsbericht den Verlust des Zinsvorteils für die aktuelle USD-Schwäche verantwortlich. Die Zinsdifferenz des USD gegenüber den Währungen anderer Industrieländer ist laut BIZ auf mehrjährige Tiefstände gefallen. Davon profitiert u.E. auch Gold als zinslose Anlage. Sollte die EZB einer unerwünschten weiteren Aufwertung des Euro Einhalt gebieten, würde auch der Goldpreis in Euro steigen. Dieser handelte zuletzt in einer engen Spanne knapp unter 1.650 EUR je Feinunze. Im Schlepptau von Gold legten gestern auch Silber, Platin und Palladium zu. Silber stieg auf 27,3 USD je Feinunze, Platin auf 965 USD je Feinunze und Palladium auf 2.350 USD je Feinunze. Während Platin und Silber heute weiter steigen, gab Palladium die Gewinne schnell wieder ab und beendete den gestrigen Handelstag sogar im Minus.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3Q60LongSilver FutureFaktor: 3
SB3T9DShortSilver FutureFaktor: -3
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: China produziert Unmengen Stahl und Aluminium

Chinas Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs. Dies zeigen die heute vom Nationalen Statistikbüro (NBS) veröffentlichten Konjunkturdaten für August. Demnach ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% gestiegen, stärker als erwartet. Die Wachstumsrate hat somit fast wieder Vorkrisenniveaus erreicht. Ebenfalls verbessert haben sich die Anlageinvestitionen. Sie bleiben allerdings noch unter dem Vorjahresniveau. Das Anziehen der Industrietätigkeiten spricht für eine robuste Nachfrage nach Metallen, die China zuletzt mit sehr hohen Importen befriedigt hat. Zugleich haben die Einzelhandelsumsätze zugelegt, was auf eine bessere Binnennachfrage hindeutet und den Aufschwung auf eine breite Basis stellt. Die Metallpreise haben die guten China-Daten offenbar schon gestern vorweggenommen – der LME-Industriemetallindex ist an das 17-Monatshoch von letzter Woche herangelaufen – und legen heute Morgen zunächst kaum weiter zu. Neben den Konjunkturdaten hat das NBS Daten zur Produktion von Stahl und Aluminium veröffentlicht. Wie von uns erwartet wurden im August neue Rekordmengen produziert. Die Stahlproduktion ist gegenüber Vorjahr um 8,4% auf 94,85 Mio. Tonnen (3,06 Mio. Tonnen pro Tag) gestiegen. Sie lag bereits den vierten Monat in Folge deutlich über der 90 Mio. Tonnen-Marke. Die Aluminiumproduktion hat um 5,5% auf 3,17 Mio. Tonnen bzw. 102,3 Tsd. Tonnen pro Tag angezogen. Dies war der dritte Monat in Folge, in dem die chinesischen Schmelzen mehr als 100 Tsd. Tonnen Aluminium pro Tag hergestellt haben. Sowohl die Stahl- als auch die Aluminiumproduktion sind auf das Gesamtjahr betrachtet klar auf Rekordkurs. Trotz der soliden Nachfrage denken wir, dass China über Bedarf produziert und viel Material auf Halde liegt.