Rohstoffe

Gold holt Verluste auf

Energie –Robuste chinesische Rohölimporte, IEA senkt Nachfrageprognose: Die Ölpreise starten trotz der erzielten Teileinigung im Handelsstreit mit Verlusten in die neue Handelswoche. Brent fällt wieder unter die Marke von 60 USD je Barrel, WTI auf 54 USD. Offensichtlich werden die Ergebnisse der Handelsgespräche vom Freitag als nicht weitreichend genug wahrgenommen. Zudem sind die USA und China von einem umfassenden Abkommen nach wie vor weit entfernt. Auch die am Morgen berichteten robusten chinesischen Ölimporte für September verhindern den Preisrückgang nicht. Laut Zollbehörde hat China gut 10 Mio. Barrel Rohöl pro Tag importiert. Das waren 11% mehr als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten des Jahres betrugen die Rohölimporte durchschnittlich 9,87 Mio. Barrel pro Tag, was einem Plus von 10% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Importe im September wurden durch die Inbetriebnahme neuer Raffineriekapazitäten begünstigt. Zudem dürften im Vorfeld der nachfragestarken Zeit Lagerbestände aufgebaut worden sein. Die September-Importe überzeichnen damit die zugrundeliegende Nachfragedynamik. China exportierte im September zudem auch erheblich mehr Ölprodukte. Dadurch wird deutlich, dass die hohen Ölimporte nicht nur der Befriedigung des Eigenbedarfs dienen. Die Internationale Energieagentur hat am Freitag ihre Prognose für die globale Ölnachfrage in diesem und im nächsten Jahr um jeweils 100 Tsd. Barrel pro Tag nach unten revidiert. Für 2019 erwartet sie nun ein Wachstum um 1 Mio. Barrel pro Tag. 2020 soll die Nachfrage um 1,2 Mio. Barrel pro Tag steigen. Die OPEC-Produktion fiel wegen der Ausfälle in Saudi-Arabien im September auf ein 10-Jahrestief von 28,83 Mio. Barrel pro Tag, würde damit aber noch immer gut 600 Tsd. Barrel pro Tag über dem erwarteten Bedarf an OPEC-Öl im ersten Halbjahr 2020 liegen. Die OPEC kommt daher um eine stärkere Produktionskürzung kaum herum.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle – Gold holt Verluste auf, Brexit im Fokus: Der größere Optimismus der Marktteilnehmer im Zuge des sich abzeichnenden Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China hat Gold am Freitag zugesetzt: Es ist zeitweise um fast 30 USD auf 1.475 USD je Feinunze gefallen. Bis zum Handelsende hat es sich wieder etwas erholt. Heute Morgen notiert Gold bei rund 1.490 USD. Zum Preisrückgang am Freitag dürfte auch die Bewegung im Brexit-Poker beigetragen haben. Allerdings wird dieses Thema heute Morgen schon wieder deutlich skeptischer betrachtet. Denn aus den Reihen der EU ist zu hören, dass der jüngste britische Vorschlag zur irischen Grenzlösung nicht für ein Abkommen zwischen Großbritannien und der EU ausreicht. Der EU-Gipfel zum Brexit am Donnerstag und Freitag könnte daher ergebnislos verlaufen. Offenbar gibt es bereits Überlegungen, für den 29. und 30. Oktober, also kurz vor Ablauf der Brexit-Frist, noch einen EU-Gipfel einzuberufen. Das Risiko eines ungeordneten Brexit bleibt also bestehen, wovon Gold unseres Erachtens als sicherer Hafen profitieren sollte. Die US-Notenbank Fed hat am Freitag bekannt gegeben, ab morgen bis mindestens zum zweiten Quartal 2020 kurzlaufende US-Staatsanleihen zu kaufen (60 Mrd. USD pro Monat). Die Fed selbst sieht dies nicht als quantitative Lockerung (QE), sondern möchte angeblich nur für einen Puffer an Überschussliquidität im US-Bankensystem sorgen. Wie auch immer man das Vorgehen der Fed interpretieren möchte, sollte Gold von dieser Liquiditätszufuhr in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage ebenfalls profitieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle – Teileinigung im Handelsstreit wird verhalten aufgenommen: Nach der Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China herrscht an den Metallmärkten keine Euphorie. Die Metallpreise starten verhalten in die neue Handelswoche. Kupfer handelt bei rund 5.800 USD je Tonne, Zink kostet 2.400 USD und Aluminium notiert bei 1.720 USD. US-Präsident Trump verkündete am Freitag eine „sehr substanzielle“ Vereinbarung. Sie stellt aber nur eine Zwischenlösung auf dem Weg zu einem angestrebten umfassenderen Abkommen dar. Beide Seiten haben sich laut Trump auf einen Kompromiss verständigt, der unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen umfasst. Hinzu kommt, dass China im großen Umfang US-Agrargüter kaufen will. Die für morgen geplante Erhöhung der US-Strafzölle auf chinesische Güter wird nicht umgesetzt. Sobald das Abkommen für die erste Phase unterzeichnet ist, sollen Verhandlungen für eine zweite Phase anlaufen. Diese dürften sich aber unseres Erachtens schwieriger gestalten. Während Trump am Freitag Optimismus versprühte, hat die chinesische Seite deutlich verhaltener auf die Teileinigung reagiert. In einem Statement der Chinesen wird nicht auf ein Abkommen verwiesen, sondern es ist nur von substanziellen Fortschritten die Rede. Zur geplanten Zollerhöhung seitens der USA Mitte Dezember gab es nichts Neues. Wir könnten uns vorstellen, dass die Metallpreise angesichts der positiven Stimmung der Marktteilnehmer, die sich in erster Linie aber nur an den Aktienmärkten widerspiegelt, in den kommenden Tagen gut unterstützt sein werden. Deutlich zulegen sollten sie aber nicht, denn mit der Veröffentlichung chinesischer Konjunkturdaten Ende der Woche droht bereits der nächste Wermutstropfen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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