Rohstoffe

Gold greift die 1.800 USD-Marke an

Energie: US-Lagerdaten und OPEC verhelfen Öl zu weiterem Preisanstieg

Die Ölpreise waren gestern zunächst unter Druck, konnten sich jedoch dank Meldungen über eine gute Umsetzung der Förderkürzungen seitens der OPEC und über fallende Rohölvorräte in den USA wieder gut erholen. Laut dem API sind die Bestände in der letzten Woche um fast 8,2 Mio. Barrel gefallen. Für die heutige DOE-Veröffentlichung erwartet der Bloomberg-Konsens einen deutlich geringeren Abbau um 1,3 Mio. Barrel, nachdem die Vorräte in der Vorwoche einen Rekord von rund 541 Mio. Barrel erreicht hatten. Die Schätzungen zur OPEC-Produktion im Juni unterscheiden sich durchaus stark. Nach Einschätzungen von Refinitiv (Reuters) hat die OPEC im Juni ihre Produktion auf 22,6 Mio. Barrel, laut JBC sogar auf lediglich 21,9 Mio. Barrel täglich gesenkt. Damit wären die vereinbarten Produktionskürzungen vor allem dank Saudi-Arabien und den Golfstaaten vollumfänglich umgesetzt worden. Statt den vereinbarten 8,5 Mio. hat Saudi-Arabien laut JBC im Juni lediglich 7,5 Mio. Barrel täglich produziert und damit auch sein Versprechen von deutlich stärkeren Kürzungen eingelöst. Auch Russland hat seine Produktion wie vereinbart wohl auf rund 8,5 Mio. Barrel täglich gesenkt. Dabei dürften die russischen seewärtigen Exporte aus den drei größten Häfen des Landes im Juli um weitere 40% auf ein Rekordtief von lediglich 785 Tsd. Barrel täglich sinken. Daneben gibt es auch unfreiwillige Produktionsausfälle wie z.B. in Venezuela, wo die Produktion im Juni um fast ein Drittel bzw. 200 Tsd. Barrel gesunken ist und mit nur noch knapp 400 Tsd. Barrel täglich so tief wie seit mindestens 1945 liegt. Einzig Nigeria scheint seinen Verpflichtungen, die das Land zuletzt noch bestätigt und sogar bestärkt hat, nicht nachzukommen und riskiert den Zorn “des starken Mannes” am Ölmarkt, Saudi-Arabiens, auf sich zu ziehen. Auch wenn die Gefahr von Nachfrageausfällen angesichts höherer Neuinfektionen mit Covid-19 besteht, scheint die OPEC+ aktuell den Markt unter Kontrolle zu haben.

Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B7QCallOil Brent FutureHebel: 4,9
SB9AGUPutOil Brent FutureHebel: 5,5
SB9BCGCallOil WTI Light FutureHebel: 4,7
CL7MRVPutOil WTI Light FutureHebel: 5,1
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold greift die 1.800 USD-Marke an

Der Goldpreis wurde gestern lange Zeit durch einen festeren US-Dollar in Schach gehalten. Am späteren Nachmittag ist er aber trotz guter US-Konjunkturdaten – das Verbrauchervertrauen des Conference Board hat sich im Juni deutlich stärker erholt als erwartet – deutlich auf 1.785 USD je Feinunze gestiegen, wo er auch heute Morgen noch notiert. Der nächstfällige Futures-Kontrakt handelte erstmals seit November 2011 zeitweise sogar über der Marke von 1.800 USD. In einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses zeigte sich der Fed-Vorsitzende Powell besorgt über die langsame Wirtschaftserholung und äußerte, dass der Wirtschaftsausblick „außerordentlich unsicher“ sei. Darüber hinaus hat der führende US-Virologe Fauci davor gewarnt, dass die Neuinfektionen in den USA von derzeit rund 40 Tsd. auf 100 Tsd. pro Tag steigen könnten. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Gold als sicherer Hafen wieder stark gefragt war. So gab es auch gestern weitere ETF-Zuflüsse, die die anhaltend hohe Investmentnachfrage nach Gold bestätigen. Im gerade abgelaufenen letzten Quartal verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 385 Tonnen, was die stärksten Zuflüsse seit dem ersten Quartal 2009 waren. Heute werden in den USA der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe und der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Letzterer gibt einen Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten für Juni, die das Arbeitsministerium morgen präsentiert. Sollten auch diese Daten gut ausfallen, könnten sie einem weiteren Preisanstieg von Gold zunächst im Wege stehen. Allerdings übt die Marke von 1.800 USD – wie gestern gesehen – eine gewisse Anziehungskraft aus. Daher dürfte es unseres Erachtens nicht mehr lange dauern, bis auch der Kassa-Preis diese testet. Grund dafür gibt es allemal: So ist zum Beispiel das weltweite Volumen von Staatsanleihen mit negativer (Nominal-)Rendite wieder auf 13,5 Bio. USD gestiegen, der höchste Stand seit Mitte März. Dies spricht für Gold: Gold wirft zwar keine Zinsen ab, kostet aber auch keine.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Kupfer weiter im Aufwärtstrend, Nickel dagegen gebremst

Nach dem offiziellen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China ist auch der von Caixin erhobene PMI im Juni besser ausgefallen als erwartet. Damit hellt sich die Stimmung also auch in den kleineren und privaten Industrieunternehmen Chinas auf und die Erholung der Wirtschaft scheint breit angelegt zu sein. Der ISM-Index in den USA, der heute veröffentlicht wird, dürfte zeigen, dass sich die Stimmung in der Industrie auch dort verbessert hat. Medienberichten zufolge steht zudem die chinesische Zentralbank kurz davor, die Zinssätze für die Kreditvergabe und Rediskontierung zu senken, um so die Kreditkosten für kleinere Unternehmen zu reduzieren. Die Marktteilnehmer nehmen dies zum Anlass, weiter Metalle zu kaufen und treiben damit deren Preise weiter nach oben. Bei Kupfer dürfte es sich dabei auch um technische Anschlusskäufe handeln, nachdem der Preis gestern die Marke von 6.000 USD je Tonne überwunden hatte. Heute Morgen notiert er bereits bei knapp 6.100 USD auf dem höchsten Stand seit Ende Januar. Dass die Kupferproduktion in Chile, dem weltweit größten Kupferminenproduzenten, trotz des Coronavirus auch im Mai ausgeweitet wurde, spielt keine Rolle. Gemäß Daten des nationalen Statistikinstituts ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 0,7% auf 496 Tsd. Tonnen gestiegen. In den ersten fünf Monaten des Jahres lag die Kupferproduktion in Chile deutlicher über Vorjahr. Das heißt, die Minen liefen mit nahezu voller Auslastung.

Nickel hat den starken Preisanstieg von Kupfer nur unterproportional nachvollzogen. In den letzten Wochen scheiterten mehrere Versuche, die Marke von 13.000 USD je Tonne zu überwinden. Gemäß Daten der International Nickel Study Group befand sich der globale Nickelmarkt in den ersten vier Monaten des Jahres deutlich im Angebotsüberschuss (53,9 Tsd. Tonnen). Zur gleichen Zeit im Vorjahr gab es noch ein Defizit. Im Gegensatz zu Kupfer scheinen die Marktteilnehmer bei Nickel die Lage realistischer einzuschätzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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