Rohstoffe

Gold gibt Gewinne wieder ab

Energie: Ölpreise rutschen ab, OPEC im Fokus

Die Ölpreise erholen sich etwas vom heftigen Rutsch am Freitag. Brent steigt nach dem Kontraktwechsel auf 62 USD je Barrel, WTI auf 56,5 USD. Am Freitag war der ab heute bei Brent als Referenz geltende Februar-Kontrakt um mehr als 4% gefallen, der nächstfällige WTI-Terminkontrakt sogar um 5%. Das aufgrund des halben Feiertages in den USA dünne Handelsvolumen könnte dabei eine Rolle gespielt haben, weil dadurch schon wenige Orders zu stärkeren Preisbewegungen führen können. Offensichtlich wächst am Markt aber die Skepsis, dass eine bloße Beibehaltung der Produktionskürzungen beim OPEC-Treffen Ende der Woche zu wenig sein könnte. Dies bestätigte auch die am Freitag veröffentlichte OPEC-Produktionsumfrage von Reuters. Demzufolge hat die OPEC im November 29,6 Mio. Barrel pro Tag produziert. Das war zwar etwas weniger als im Oktober, aber immer noch deutlich mehr als im ersten Halbjahr 2020 benötigt wird. Bis Freitag nahmen die Ölpreise dadurch keinen Schaden. Eine Rolle spielte dabei der wachsende Optimismus der Marktteilnehmer auf ein baldiges erstes (Teil-)Handelsabkommen zwischen den USA und China. Dies zeigt auch ein Blick auf die deutlich gestiegenen spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent. Diese haben sich seit Mitte Oktober fast verdoppelt und erreichten in der letzten Berichtswoche das höchste Niveau seit Ende Mai. Da sich spätestens nach der Unterzeichnung des Hongkong-Gesetzes durch US-Präsident Trump eine nüchternere Betrachtung durchzusetzen scheint, droht durch die Spekulanten eine Verkaufswelle. Dass ausgerechnet der Irak nun für die OPEC stärkere Produktionskürzungen ins Spiel bringt – die Rede ist von 400 Tsd. Barrel pro Tag zusätzlich – kann nur Verwunderung auslösen. Schließlich schafft es der Irak bislang nicht, die beschlossenen Produktionskürzungen auch nur annähernd umzusetzen. Allerdings scheint auch Saudi-Arabien dem gegenüber nicht abgeneigt zu sein, um im Vorfeld des Börsengangs von Saudi Aramco für eine positive Überraschung zu sorgen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold gibt Gewinne wieder ab

Eine plötzlich gestiegene Risikoaversion der Marktteilnehmer hat am Freitag dazu geführt, dass der Goldpreis innerhalb weniger Stunden um gut 10 USD auf 1.465 USD je Feinunze gestiegen war. Relativ gute China-Daten (siehe Industriemetalle unten) lassen den Goldpreis zum Wochenauftakt wieder korrigieren. Die neuesten Meldungen zum Handelsstreit sollten das Kaufinteresse an Gold unseres Erachtens jedoch hoch halten und ein nachhaltiges Abrutschen unter 1.450 USD verhindern. China fordert von den USA im Rahmen eines „Phase-1-Abkommens“ nicht nur die Aufhebung bestehender Zölle, sondern hat im Zusammenhang mit dem Hongkong-Gesetz heute Sanktionen gegen verschiedene Nichtregierungsorganisationen aus den USA verhängt. Die Regierung in Peking behält sich zudem weitere Maßnahmen vor. Dies sollte aus unserer Sicht auch zu einem weiteren Umdenken bei den ETF-Investoren führen, die gemäß Bloomberg-Daten in der ersten Novemberhälfte über 40 Tonnen Gold verkauft haben. In den letzten beiden Wochen waren aber bereits wieder einige Zuflüsse in die Gold-ETFs zu beobachten. Ein spürbarer Preisanstieg von Gold könnte diese Woche allerdings durch gute US-Arbeitsmarktdaten verhindert werden, die am Freitag veröffentlicht werden. Denn der US-Arbeitsmarkt scheint nach wie vor in robuster Verfassung zu sein. Heute werden die Marktteilnehmer zunächst der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde zuhören, die vor dem EU-Parlament Rede und Antwort stehen muss. Grundlegend Neues zur EZB-Politik erwarten wir aber nicht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle: Kupfer zwischen guten China-Daten und Handelsstreit

Kupfer startet mit 5.900 USD je Tonne leicht fester in die neue Handelswoche. Am Wochenende hatte China überraschend positive Konjunkturdaten veröffentlicht: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) ist im November deutlich stärker als erwartet gestiegen. Mit 50,2 lag er zudem erstmals seit sieben Monaten wieder im expansiven Bereich. Auch der von Caixin erhobene PMI fiel mit 51,8 etwas besser aus als erwartet. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die chinesische Wirtschaft auf niedrigem Niveau stabilisiert. Allerdings dürfte auch der „Waffenstillstand“ im Handelsstreit zwischen den USA und China zur besseren Stimmung beigetragen haben. Heute Nachmittag wird in den USA der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Auch hier erwarten die Marktteilnehmer eine bessere Stimmung in den Industrieunternehmen. Dass Kupfer nicht stärker zulegt und andere Metalle nicht mitziehen bzw. sogar nachgeben, dürfte wohl an neuen Meldungen zum schon erwähnten Handelsstreit liegen. Laut einem chinesischen Zeitungsbericht verlangt China von den USA als Teil des „Pase-1-Abkommens“ die Aufhebung der bestehenden Zölle. Eine Zusage der USA, die für den 15. Dezember geplante Zollerhöhung nicht umzusetzen, sei demnach nicht ausreichend. Neu ist diese Forderung zwar nicht, der Bericht zeigt aber, dass sich die Verhandlungen wohl weiter schwierig gestalten, zumal die USA nicht bereit sein dürften, diese Forderung zu erfüllen. Solange es keine greifbaren Ergebnisse gibt, werden die Metallpreise unseres Erachtens nicht wesentlich zulegen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7H Long Copper Future Faktor: 4
CJ3D7Q Short Copper Future Faktor: -4
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