Rohstoffe

Gold fällt auf 3-Monatstief

Energie – Ölmarkt hinsichtlich Handelsabkommen weiterhin zuversichtlich: Der Brentölpreis hält sich weiter stabil bei rund 62,5 USD je Barrel. Heute richtet sich das Interesse auf eine Rede von US-Präsident Trump vor dem Wirtschaftsclub von New York. Davon erhofft man sich Hinweise auf sein weiteres Vorgehen im US-chinesischen Handelskonflikt, nachdem Trump am Wochenende Hoffnungen auf eine bevorstehende gegenseitige Rücknahme der Strafzölle gedämpft hatte. Dass die Ölpreise ihre vorherigen Gewinne dennoch halten konnten, zeigt, dass die Marktteilnehmer weiterhin auf ein baldiges (Teil-)Handelsabkommen setzen. Zunehmende Zweifel daran würden die Ölpreise unter Druck setzen, auch vor dem Hintergrund der zuletzt deutlich ausgeweiteten spekulativen Netto-Long-Positionen. Diese stünden dann voraussichtlich zum Verkauf.

Saudi-Arabien erhöht Ölproduktion deutlich: Saudi-Arabien hat im Oktober laut Angaben eines Vertreters der saudischen Ölindustrie 10,3 Mio. Barrel Rohöl produziert. Das wäre die höchste Produktionsmenge in diesem Jahr und entspricht genau dem im Kürzungsabkommen vereinbarten Niveau. Dem Markt stellte Saudi-Arabien tatsächlich allerdings nur 9,89 Mio. Barrel pro Tag zur Verfügung. Der Rest floss in die Wiederaufstockung der Lagerbestände. Diese wurden nach den Angriffen auf die Ölanlagen Mitte September angezapft, um dem Markt trotz der zwischenzeitlichen Produktionsausfälle weiterhin ausreichend Öl zur Verfügung zu stellen. Der für Oktober gemeldete Produktionsanstieg ist daher nicht mit einer Aufweichung der saudi-arabischen Förderpolitik gleichzusetzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle –  Gold verliert an Anziehungskraft, Palladium deutlich im Minus: Gold verliert weiter an Anziehungskraft. Der Preis fällt heute Morgen auf ein 3-Monatstief von unter 1.450 USD je Feinunze. Auch in Euro gerechnet markiert Gold mit gut 1.310 EUR je Feinunze ein 3-Monatstief. Von seinem Mehrjahreshoch Anfang September hat Gold mittlerweile 100 USD verloren. Preisbelastend hat sich unseres Erachtens seitdem unter anderem ausgewirkt, dass im Zuge des jüngsten Zinsanstiegs wieder deutlich mehr Anleihen eine positive Rendite aufweisen, was die Attraktivität von Gold als zinslose Anlage schmälert. Laut einer Bloomberg-Datenreihe rentierten gestern weltweit noch Anleihen mit einem Volumen von 11,6 Bio. USD negativ. Auf dem Höhepunkt Ende August waren es etwas mehr als 17 Bio. USD gewesen (Grafik des Tages). In Anbetracht dieser Entwicklung kann man schon fast sagen, dass sich Gold noch relativ gut gehalten hat. In den letzten Tagen wurde der Preisrückgang von Gold von weiteren ETF-Abflüssen begleitet: Seit Monatsbeginn wurden die Gold-ETF-Bestände um gut 18 Tonnen abgebaut.

Stark unter die Räder gekommen ist Palladium, das gestern um 3% nachgegeben hat und unter die Marke von 1.700 USD je Feinunze gefallen ist. Es hat damit innerhalb von zwei Tagen 100 USD verloren. Neue Nachrichten, die den Preisrutsch ausgelöst haben könnten, gab es allerdings keine. Wir führen den Preisrückgang auf Gewinnmitnahmen spekulativer Finanzinvestoren zurück, nachdem der Preis zum Monatswechsel auf ein Rekordhoch gestiegen war.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle – Nickel stark unter Druck, Zink einziger Lichtblick: Der Nickelpreis ist an der LME gestern um fast 4% gefallen und unter die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie gerutscht, die keine nennenswerte Unterstützung darstellte. Heute Morgen gibt der Preis weiter auf 15.400 USD je Tonne nach. An der SHFE in Shanghai fallen die Verluste von Nickel noch deutlich größer aus. Nachdem die kurzfristigen Angebotsprobleme in Indonesien gelöst wurden, sind nun auch offenbar Nachfragesorgen aufgetreten. So ist der Futures-Kontrakt für Edelstahl an der SHFE auf den tiefsten Stand seit Einführung des Kontraktes im September gefallen, was als Zeichen einer sich abkühlenden Nachfrage interpretiert wird. In den letzten Tagen dürften sich unseres Erachtens zudem viele spekulative Finanzinvestoren bei Nickel zurückgezogen haben, nachdem zu Beginn des Monats laut LME-Statistik noch sehr hohe Netto-Long-Positionen bestanden. Es werden aber wohl weitere Spekulanten aus dem Markt geschüttelt werden müssen, bevor sich der Preis wieder erholt. Wir sehen daher kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial für Nickel.

Zink war gestern das einzige Metall, das sich behaupten konnte. Es handelt heute Morgen bei 2.500 USD je Tonne. Die seit Ende September andauernde Serie des Abbaus der Zinkvorräte in den LME-Lagerhäusern hat sich auch gestern fortgesetzt. Mit rund 50 Tsd. Tonnen liegen die Bestände mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit fast 30 Jahren. Angesichts dessen war die Preisentwicklung von Zink in den letzten Wochen – seit Ende September steht ein Plus von etwa 9% zu Buche – unseres Erachtens verhalten.