Rohstoffe

Gold fällt auf 2½-Monatstief

Energie: Ölpreise zunächst unter Druck, später aber mit kräftiger Erholung

Die Ölpreise gerieten gestern zwischenzeitlich deutlich unter Druck. Brent gab bezogen auf den seit gestern als Referenz geltenden Juli-Terminkontrakt um bis zu 4% auf 103,1 USD je Barrel nach. WTI verbilligte sich ähnlich stark auf 100,3 USD. Der Preisrückgang war auf Sorgen zurückzuführen, dass fortgesetzte Corona-Lockdowns in China die dortige Ölnachfrage stark abbremsen könnten. China ist das zweitgrößte Ölverbrauchsland und der größte Ölimporteur weltweit. Im März lag die Rohölverarbeitung in China laut Nationalem Statistikbüro noch bei vergleichsweise hohen 14,3 Mio. Barrel pro Tag. Die Rohölimporte betrugen laut der Zollbehörde gut 10 Mio. Barrel pro Tag. Dies dürfte sich schon im April geändert haben. Die IEA revidierte ihre Nachfrageprognose für China im April bereits um 925 Tsd. Barrel pro Tag nach unten. Im späteren Handelsverlauf setzte eine Preiserholung ein. Brent ging mit einem Minus von 1,6% bei 107,6 USD aus dem Handel. WTI schaffte es mit einem Anstieg auf 105,2 USD sogar ins Plus. Auslöser hierfür war ein kräftiger Anstieg der Dieselpreise. Die Preisdifferenz zwischen Diesel und WTI stieg auf ein Rekordniveau von fast 74 USD je Barrel. Denn angesichts rekordhoher Exporte von Ölprodukten von der US-Golfküste dürften die ohnehin schon sehr niedrigen US-Destillatebestände weiter absinken. Auch der Gasölpreis an der ICE stieg daraufhin kräftig und erreichte mit 1.300 USD je Tonne den höchsten Stand seit dem Rekordniveau Anfang März. Die EU-Energieminister haben gestern ein Ölembargo gegen Russland diskutiert. Dieses soll Teil des neuen Sanktionspakets sein, das von der EU in dieser Woche verabschiedet werden soll. Angestrebt ist, dass bis Ende des Jahres kein Rohöl und keine Ölprodukte aus Russland mehr importiert werden dürfen. Länder mit besonders hoher Abhängigkeit von russischem Öl wie Ungarn oder die Slowakei sollen dafür mehr Zeit bekommen. Ungarn droht allerdings weiterhin mit einem Veto gegen ein Ölembargo.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
SH71GYLongGas Oil FutureFaktor: 3
SH0GUQShortGas Oil FutureFaktor: -3
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Energie: Deutlicher Anstieg der russischen Gaslieferungen, aber kein Grund zur Entspannung

Der europäische Erdgaspreis (TTF, 1-Monats-Forward) schloss gestern den dritten Tag in Folge bei 98 EUR je MWh. Nachdem Russland letzte Woche Polen und Bulgarien den Gashahn zugedreht hatte, bestand die berechtigte Sorge, dass auch anderen Ländern der EU ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Bislang haben sich diese Sorgen nicht bewahrheitet. Die Pipelinegaslieferungen aus Russland nach Deutschland und in die Slowakei stiegen gestern sogar deutlich auf 2.746 GWh pro Tag und damit auf das höchste Niveau seit fast vier Wochen. Die Gaslieferungen über die Ukraine waren mit 993 GWh pro Tag sogar so hoch wie zuletzt im November 2021. Über die Jamal-Pipeline floss gestern erstmals seit Anfang April kein Gas von Deutschland nach Polen. Seit dem russischen Lieferstopp vor einer Woche waren in den Tagen zuvor mehr als 300 GWh pro Tag nach Polen geflossen. Grund zur Entspannung besteht allerdings nicht, da in den kommenden Wochen weitere Zahlungstermine anstehen. Dann wird sich zeigen, ob Russland weiteren Ländern den Gashahn zudreht, sollten die Zahlungen nicht wie verlangt in Rubel erfolgen, was die EU-Kommission als Verstoß gegen die Sanktionen erachtet. Zudem bleibt abzuwarten, wie Russland auf ein EU-Ölembargo reagiert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es als Gegenmaßnahme die Lieferung von Erdgas stoppen wird.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB5U85LongNatural Gas FutureFaktor: 6
SH2HE9ShortNatural Gas FutureFaktor: -6
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Edelmetalle: Gold und Silber spürbar unter Druck

Der Goldpreis ist gestern zeitweise auf ein 2½-Monatstief von 1.855 USD je Feinunze abgestürzt. Den Handel hat er mit einem Minus von 1,8% beendet. Heute Morgen steht Gold bereits wieder unter Druck – wenn auch moderat. Es notiert nur knapp über dem Tief von gestern. Grund für den Preisrückgang ist zum einen der feste US-Dollar, der auf handelsgewichteter Basis nahe des höchsten Stands seit dem Jahr 2002 notiert. Zum anderen sind die Anleiherenditen weiter gestiegen – die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen war heute erstmals seit 3½ Jahren kurzzeitig über der Marke von 3%, obwohl der ISM-Index enttäuschte (siehe Industriemetalle unten). Dadurch begünstigt sind die Realzinsen erstmals seit über zwei Jahren wieder in positives Terrain vorgestoßen, was Gold als zinslose Anlagealternative weniger attraktiv macht. Die ETF-Investoren haben möglicherweise auch deshalb gestern weitere vier Tonnen Gold verkauft. Daneben wirft wohl die zweitägige Sitzung der US-Notenbank ihre Schatten voraus, die heute beginnt. Morgen wird die Fed unserer Meinung nach entscheiden, die Zinsen um 50 Basispunkte zu erhöhen. Dies sollte aber im Markt mittlerweile hinreichend bekannt sein und ist gemessen an den Fed Fund Futures auch vollständig eingepreist, so dass dies eigentlich kein Belastungsfaktor für den Goldpreis mehr darstellen sollte. Im Fahrwasser von Gold steht Silber seit Tagen unter Druck. Es ist dabei deutlich stärker gefallen als Gold. Die Schwäche macht sich im Gold/Silber-Verhältnis bemerkbar, das auf den höchsten Stand seit Sommer 2020 gestiegen ist. Aus technischer Sicht ist Silber gemessen am Relative-Stärke-Index mittlerweile überverkauft. Solange der Wind aber Gold entgegenbläst, dürfte Silber aus eigener Kraft nicht die Trendwende schaffen. Denn Silber führt schon seit langer Zeit kaum ein Eigenleben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T69LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SD3APKLongSilver FutureFaktor: 7
SD3YJRShortSilver FutureFaktor: 7
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Industriemetalle: Stimmung deutlich eingetrübt

In den USA ist der ISM-Index (Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe) im April entgegen den Erwartungen auf 55,4 gefallen, den niedrigsten Wert seit September 2020. Dies hat den zuvor sehr festen US-Dollar vorübergehend etwas korrigieren lassen und auf den anfangs freundlichen US-Aktienmärkten gelastet. Ferner hat es die Kupfer-Notierung an der Comex in New York gedrückt. Dort ist der Kupferpreis gestern um gut 3% gefallen, was wohl auch noch auf die schwachen Einkaufsmanagerindizes in China zurückzuführen ist, die am Wochenende veröffentlicht wurden. Die LME in London und die SHFE in Shanghai waren gestern wegen (Bank-)Feiertagen geschlossen. An der LME reagieren die Metallpreise heute Morgen teilweise mit deutlichen Abschlägen: Kupfer fällt um 2,5% auf ein 3-Monatstief von gut 9.500 USD je Tonne. Aluminium gibt um 2% nach und handelt erstmals seit drei Monaten unter der Marke von 3.000 USD je Tonne. Der größte Verlierer ist Zink, das um knapp 4% auf 3.950 USD je Tonne abrutscht. Die Stimmung hat sich also nicht nur in den Industrieunternehmen, sondern auch unter den Marktteilnehmern merklich eingetrübt. Schon die am Freitagabend veröffentlichte CFTC-Statistik hatte einen deutlichen Rückzug der spekulativen Finanzinvestoren gezeigt. Demnach gab es in der Woche zum 26. April bei Kupfer kaum noch Netto-Long-Positionen. Angesichts der Preisentwicklung seit dem Datenstichtag könnten mittlerweile erstmals seit zwei Jahren wieder Netto-Short-Positionen bestehen. Aus technischer Sicht ist Kupfer gemessen am Relative-Stärke-Index kurz vor dem überverkauften Bereich. In der Vergangenheit war dies oftmals ein Indikator für eine Trendwende. Das Momentum spricht unseres Erachtens allerdings dafür, dass die Metallpreise kurzfristig noch weiter fallen.

WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T66LongCopper FutureFaktor: 7
SD335ZShortCopper FutureFaktor: -7
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Gold glänzt als sicherer Hafen und Inflationsschutz

Gold verzeichnete einen ausgesprochen guten Start in das Jahr 2022. Der Preis stieg im ersten Quartal um 6 Prozent, was dem stärksten Zuwachs seit dem zweiten Quartal 2020 und dem besten Jahresauftakt seit fünf Jahren entspricht.

Wie die weiteren Aussichten für das gelbe Edelmetall sind, lesen Sie in der Analyse.