Rohstoffe

Gold erneut an 1.800 USD-Marke gescheitert

Energie: Volatiler Seitwärtstrend bei Rohöl

Die Ölpreise bleiben volatil. Nach dem Rückgang auf fast 66 USD je Barrel ist der Brentölpreis gestern im Handelsverlauf wieder auf fast 68 USD gestiegen. Die positive Stimmung an den Finanzmärkten dürfte dazu beigetragen haben. Die Netto-Long-Positionen der Großanleger bei WTI sind in der Woche zum 27. April um weitere 7 Tsd. auf fast 345 Tsd. Kontrakte gestiegen, was auf eine weiterhin positive Einstellung der Anleger zum Ölpreis hindeutet. Diese Woche soll in den USA eine Entscheidung zum Weiterbetrieb der Dakota Access Ölpipeline (DAPL) fallen. Diese Pipeline transportiert Rohöl aus der Schieferölformation Bakken in Nord-Dakota nach Illinois, wo sie an eine andere Pipeline nach Texas angeschlossen ist. Ein US-Bezirksgericht könnte die Schließung der Pipeline während einer neuen Umweltprüfung, die bis März 2022 andauern wird, anordnen. Die Pipeline mit einer Transportkapazität von 570 Tsd. Barrel täglich ist die größte Bakken-Pipeline, wobei deren Schließung den Transport erheblich erschweren und verteuern dürfte. Allerdings wiederholt die neue Administration von Präsident Joe Biden die Argumente der vorherigen Regierung und plädiert gegen die Abschaltung der DAPL.

Während die OPEC-Länder, die das Kürzungsabkommen unterschrieben haben, dieses auch im April rigoros umgesetzt haben, hat neben Russland ein weiterer externer Verbündeter der OPEC, Kasachstan, im April wohl etwas mehr produziert als vereinbart. Zwar ist seine (Tages-)Produktion ggü. März nicht weiter gestiegen, wobei das Land im April laut Bloomberg 7 Mio. Tonnen bzw. rund 1,7 Mio. Barrel täglich produzierte. Unter Abzug der Kondensate lag die Produktion aber trotz des starken Rückgangs in der zweiten Monatshälfte rund 10 Tsd. Barrel täglich höher als laut Kürzungsabkommen vereinbart. Eine anhaltend starke Förderdisziplin der OPEC+ war die wichtigste Voraussetzung für einen hohen Ölpreis in den letzten Monaten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T46LongOil Brent FutureFaktor: 2
SB3T7VShortOil Brent FutureFaktor: -2
SD2S7QLongOil WTI Light FutureFaktor: 2
SB3T7SShortOil WTI Light FutureFaktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold erneut an 1.800 USD-Marke gescheitert

Gestern hat Gold einen erneuten Anlauf unternommen, die Marke von 1.800 USD zu überwinden, ist aber zum wiederholten Mal daran gescheitert. Gold fällt daraufhin am Morgen auf 1.785 USD je Feinunze. Nach den vorherigen gescheiterten Versuchen in den letzten beiden Wochen rutschte Gold im Anschluss binnen weniger Tage bis auf 1.770 USD bzw. 1.760 USD ab. Ob es wieder so weit nach unten geht, hängt stark von der Entwicklung der Anleiherenditen und des US-Dollar ab. Erstere sind nach dem überraschenden Rückgang des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA auf 1,6% gefallen, was Gold unterstützen sollte. Zudem sagte Fed-Chef Powell bei einer Konferenz gestern, dass sich die Aussichten für die US-Wirtschaft zwar deutlich aufgehellt hätten, diese aber „noch nicht über den Berg“ sei. Er verwies dabei auf die für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedliche Lage am Arbeitsmarkt. Dies kann als weiterer Beleg dafür gelten, dass die US-Notenbank trotz starker Konjunkturdaten und steigender Inflationsraten noch sehr lange an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festhalten wird. Davon sollte Gold als zinslose Anlage und Inflationsschutz profitieren. Seitens der Gold-ETFs gibt es zumindest keinen Gegenwind mehr. Gestern vermeldete Bloomberg keine Bestandsveränderung. Seit Anfang April fielen die ETF-Bestände um 26 Tonnen. Derartige Abflüsse wurden im März innerhalb einer Woche verzeichnet. Für ETF-Zuflüsse mangelt es momentan noch an Überzeugung. Sollte es Gold gelingen, die Marke von 1.800 USD zu überwinden, könnte dies zu ETF-Käufen führen. Wenig Impulse gibt es auch seitens der spekulativen Finanzanleger. Die Netto-Long-Positionen liegen bei 50 Tsd. Kontrakten auf einem nach wie vor niedrigen Niveau. Auch hier müsste der Goldpreis wohl über 1.800 USD steigen, damit das Interesse dieser Anleger zunimmt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ULongGold FutureFaktor: 3
SB3T9SShortGold FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Globaler Kupfermarkt dieses und nächstes Jahr leicht überversorgt

Als letzter der Branchenverbände hat gestern die International Copper Study Group (ICSG) ihre neuesten Angebots- und Nachfrageschätzungen veröffentlicht. Demnach soll der globale Kupfermarkt nach dem hohen Angebotsdefizit im letzten Jahr (604 Tsd. Tonnen) in diesem Jahr leicht überversorgt sein (79 Tsd. Tonnen). Für uns etwas überraschend hat die ICSG damit weitgehend die Einschätzung von ihrer Herbsttagung bestätigt. Der erwartete Angebotsüberschuss kommt zum einen wegen der verhaltenen Nachfrage zustande, die in diesem Jahr nur um 0,2% zunehmen soll. Die ICSG begründet dies mit einer um 4,5% rückläufigen chinesischen Nachfrage nach dem zweistelligen Wachstum im letzten Jahr. Dabei schaut die ICSG auf die augenscheinliche Nachfrage und nicht auf die reale Nachfrage. Demnach hat China im letzten Jahr also deutlich über Bedarf Kupfer nachgefragt, das jetzt zum Teil dort noch auf Halde liegt. Zum anderen soll das Angebot spürbar ausgeweitet werden, nämlich um 3,5% (Minenproduktion) bzw. 3,0% (Raffinadeproduktion). Als einzige der International Study Groups hat die ICSG schon jetzt einen Ausblick auf 2022 gegeben: Der Angebotsüberschuss soll leicht auf 109 Tsd. Tonnen wachsen. Auch im nächsten Jahr soll die Angebotsausweitung den Nachfrageanstieg übertreffen. Die ICSG positioniert sich mit dieser Einschätzung konträr zu vielen anderen Marktteilnehmern, die für dieses Jahr erneut einen stark unterversorgten Kupfermarkt erwarten. Sollte die ICSG jedoch recht behalten, wäre der hohe Kupferpreis aus fundamentaler Sicht nicht gerechtfertigt und sollte deutlich tiefer notieren. Wir erwarten nach dem Ende der nachfragestarken Zeit eine spürbare Preiskorrektur im dritten Quartal, da der Markt unseres Erachtens überhitzt ist und sich der Kupferpreis von den Fundamentaldaten zumindest teilweise entkoppelt hat.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
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Positive Perspektiven für den deutschen Aktienmarkt

Trotz aller Risiken wie der Inflationsdebatte, Covid-19 oder hoher Bewertung, deretwegen es an den Aktienmärkten holprig werden könnte, ist der grundsätzliche Aufwärtstrend intakt. Lesen Sie hier, wie die weiteren Aussichten für den deutschen Aktienmarkt sind.