Rohstoffe

Gold bleibt weiter gefragt

Energie: OPEC+ verschiebt Videokonferenz, jetzt wird’s persönlich

Die OPEC+ tut das, was man die letzten Jahre perfektioniert hat, nämlich durch geschickte Rhetorik die Spannung hochhalten und ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gut, diesmal hat man im US-Präsidenten einen sehr gewieften “Unterstützer”, der wie kaum ein Anderer mit seinen Tweets weiß, Erwartungen zu wecken – wenngleich manchmal mit “alternativen Fakten”. Denn eine freiwillige Kürzung um 10 bis 15 Mio. Barrel täglich zwischen Saudi-Arabien und Russland, wie von ihm angekündigt, wird es definitiv nicht geben. Wenn überhaupt, geht es um eine koordinierte Senkung seitens der OPEC+ um bis zu 6 Mio. Barrel täglich. Saudi-Arabien soll seine Produktion um 3 Mio., die übrigen Golfstaaten um 1,5 Mio. und Russland ebenfalls um 1,5 Mio. Barrel senken. Dies soll vom heutigen Produktionsniveau erfolgen, das nach unserer Einschätzung mehr als 3 Mio. Barrel höher liegt als vor einem Monat, als die OPEC+ im Streit auseinanderging. Sowohl Russland als auch die OPEC verlangen von den USA und anderen Ländern ebenfalls Produktionskürzungen. So soll Texas die Produktion um 500 Tsd. Barrel pro Tag reduzieren. Die für heute angesetzte Videokonferenz der OPEC+ wurde auf Donnerstag verschoben. Der Grund sind offensichtlich persönliche Differenzen zwischen den beiden “Herrschern” von Russland und Saudi-Arabien, die einander beschuldigen, den Konflikt angefangen zu haben. Sollte sich nun der dritte Egomane, Donald J. Trump dazu gesellen, wird es ganz eng und unübersichtlich. Er drohte bereits mit Strafzöllen auf Rohölimporte aus Saudi-Arabien und Russland, wenn es nicht zu einer Einigung auf Produktionskürzungen kommt. Eine Einigung dürfte sich unter diesen Prämissen als schwierig gestalten. Eine Senkung um 6,5 Mio. Barrel würde angesichts einer Überversorgung von über 20 Mio. Barrel täglich auch wenig bringen. Der Markt lässt sich davon aktuell noch nicht die Laune verderben. Brent verteidigt seine massiven Gewinne von Ende letzter Woche und handelt am Morgen bei rund 34 USD je Barrel.

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Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D4XLongOil Brent Future Faktor: 2
CJ3D46ShortOil Brent Future Faktor: -2
CJ8EWYLongOil WTI Light Crude Faktor: 2
CJ3D4NShortOil WTI Light Crude Faktor: -2
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold bleibt weiter gefragt

Der Goldpreis steigt zum Wochenauftakt auf 1.630 USD je Feinunze, das höchste Niveau seit Anfang letzter Woche. Gold widersetzt sich damit weiterhin dem festen US-Dollar, so dass Gold in Euro erstmals seit zwei Wochen die Marke von 1.500 EUR je Feinunze überwindet. Die allgemeine Nachrichtenlage lässt weitere Gewinne erwarten. So steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiterhin rasant. Mittlerweile gibt es laut Daten der Johns Hopkins Universität weltweit 1,275 Mio. bestätigte Fälle. Insbesondere in den USA breitet sich das Virus weiterhin ungebremst aus. US-Präsident Trump hat die Bevölkerung auf zwei sehr harte Wochen eingestellt. Eine baldige Normalisierung des öffentlichen Lebens rückt damit auf der Zeitachse weiter nach hinten. Schon jetzt sind die wirtschaftlichen Auswirkungen gravierend. Im März sind in den USA mehr als 700 Tsd. Arbeitsplätze verloren gegangen. Das war der stärkste Stellenabbau seit März 2009, als die große Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt erreichte. Der vor 11 Jahren verzeichnete Verlust an Arbeitsplätzen dürfte im April deutlich übertroffen werden, wie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung nahelegen. Dass Gold vor diesem Hintergrund gefragt ist, überrascht nicht. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag Zuflüsse von 12 Tonnen. In der gesamten letzten Woche waren es 47 Tonnen. Die Spekulanten bleiben dagegen zurückhaltend. Die Netto-Long-Positionen stagnierten die dritte Woche in Folge auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Heute nehmen in der Schweiz die Goldraffinerien, wenn auch begrenzt, ihre Produktion wieder auf. Wegen der Produktionstilllegung war es zu Unterbrechungen der Lieferketten und zu Verwerfungen in Teilsegmenten des Goldmarktes gekommen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ7RLNLongGold FutureFaktor: 3
CJ7RLHShortGold FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Lagerabbau in China deutet auf Normalisierung hin

An der Londoner Metallbörse (LME) ist zu Wochenbeginn noch nicht viel los, was auch daran liegen könnte, dass in China heute Feiertag ist (Qingming-Fest). Daher dürfte die Liquidität an der LME heute noch geringer sein als ohnehin schon in der wegen Ostern kurzen Handelswoche. Kupfer legt um gut 1% auf rund 4.900 USD je Tonne zu. Bis auf Aluminium, das weiter unter der Marke von 1.500 USD handelt, bewegen sich auch alle anderen Industriemetalle leicht nach oben. Die positiven Aktienmärkte in Asien und Europa geben ihnen allerdings kaum Rückenwind. Vor dem Feiertagswochenende hat die Shanghai Futures Exchange (SHFE) ihre wöchentliche Lagerstatistik veröffentlicht. Demnach gab es einen deutlichen Abbau der Kupfervorräte um fast 9%. Dies war bereits der dritte Lagerabbau in Folge. Die Aluminium- und Zinkbestände wurden ebenfalls reduziert, wenn auch moderat. Dies spricht für eine weitere Normalisierung des Wirtschaftslebens und auch für ein vorsichtiges Anziehen der Metallnachfrage in China. In vielen asiatischen Ländern außerhalb Chinas und vor allem in Europa und in den USA zeigt sich die Nachfrage dagegen weiter sehr verhalten bzw. ist in einigen Fällen schlichtweg nicht vorhanden. Dem gegenüber stehen Meldungen von Minenunternehmen, wonach diese ihre Produktion wegen des Coronavirus drosseln müssen und geplante Projekte solange auf Eis legen, bis die Pandemie abgeebbt ist. Da diese Woche keine metallspezifischen Daten zur Veröffentlichung anstehen, werden die Metallpreise im Wesentlichen durch Makrodaten und insbesondere durch Nachrichten zur Entwicklung des Coronavirus getrieben sein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7GLongCopper FutureFaktor: 3
CU54EWShortCopper FutureFaktor: -3
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