Rohstoffe

Gold bei Rohstoff-Rally weiterhin nur Zuschauer

Energie: Ein Schritt zurück, zwei vor am Ölmarkt

Ungeachtet der Risiken ist der Brent-Ölpreis gestern um 2 USD bzw. 3% auf mittlerweile 67,5 USD je Barrel gestiegen, ein neues 13-Monatshoch. Der Optimismus der Finanzmarktteilnehmer ist zurück und damit auch der hohe Anlegerappetit an den Rohstoffmärkten. Die Marktteilnehmer fühlen sich wohl durch die gestrigen Aussagen von Fed-Chef Powell bestätigt, der bei der Anhörung im US-Kongress noch viele Jahre ultralockerer Geldpolitik in Aussicht stellte. Laut Powell würde die US-Notenbank ihre Pläne erst ändern, wenn die Inflationsrate nachhaltig ihr Ziel von 2% p.a. erreicht, womit sie aber nicht in den kommenden drei Jahren rechnet. Der geldpolitische Impuls wiegt schwerer als eine wahrscheinliche Erhöhung der Produktion seitens der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) ab April. Aktuell hat die OPEC+ die Produktion freiwillig um 7 Mio. Barrel täglich reduziert. Hinzu kommen zusätzliche Reduktionen seitens Saudi-Arabiens um 1 Mio. Barrel täglich für Februar und März. Ab April dürften die Länder der Allianz angesichts höherer Ölpreise gewillt sein, ihre Produktion um weitere 500 Tsd. Barrel täglich zu erhöhen. Auch wird Saudi-Arabien seine Produktionseinschnitte ohne Beteiligung anderer Länder wohl kaum beibehalten. Die DOE-Daten, die die (preisbelastenden) API-Zahlen vom Vortag bestätigten, konnten den Optimismus nicht bremsen. So sind laut DOE die Rohölbestände in der letzten Woche entgegen dem erwarteten Rückgang um 6,7 Mio. Barrel um 1,3 Mio. Barrel gestiegen. Die Benzinbestände nahmen statt der erwarteten Reduktion um 3,5 Mio. Barrel geringfügig zu, was wohl auch einer geringeren Nachfrage geschuldet war. Stattdessen haben wohl die Marktteilnehmer den starken Rückgang der US-Produktion auf lediglich 9,7 Mio. Barrel täglich, den niedrigsten Stand seit August, beachtet. Doch sollte man den Lager- und Produktionsdaten aus den USA angesichts der wetterbedingten Ausfälle letzte Woche keine größere Bedeutung beimessen. Es fällt einem schwer, angesichts des überschäumenden Optimismus kühlen Kopf zu bewahren. Doch sehen wir aktuell vor allem Preisrisiken am Ölmarkt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold bei Rohstoff-Rally weiterhin nur Zuschauer

Die breitangelegte Rally an den Rohstoffmärkten geht an Gold weiterhin vollkommen vorbei. Gestern rutschte das gelbe Edelmetall sogar wieder unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze und notiert auch heute darunter. Gold reagierte damit auf den erneuten Anstieg der US-Anleiherenditen, die im 10-Jahresbereich mittlerweile bei mehr als 1,4% notieren, so hoch wie zuletzt vor einem Jahr. Auch die erneute Versicherung von Fed-Chairman Powell, am derzeitigen Tempo der Anleihekäufe noch für längere Zeit festhalten zu wollen, half Gold nicht. Die Liquidität fließt derzeit in andere Anlageformen wie Aktien, die ihre Rekordfahrt gestern nach kurzer Unterbrechung wieder aufnahmen und sich den Rekordständen annähern bzw. neue Rekordniveaus erreichen. Aus den Gold-ETFs wird dagegen weiterhin Kapital abgezogen. Gestern gab es erneute ETF-Abflüsse von 5,5 Tonnen, wofür abermals der SPDR Gold Trust hauptverantwortlich zeichnete. Dessen Bestände sind seit Monatsbeginn um mehr als 50 Tonnen geschrumpft und liegen inzwischen auf dem niedrigsten Stand seit Mai letzten Jahres. Wir hatten zuletzt wiederholt darauf hingewiesen, dass ohne eine Verhaltensänderung der ETF-Anleger eine Preiserholung bei Gold schwer bis unmöglich sein dürfte. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die derzeitige Phase von ETF-Abflüssen nur vorübergehend sein wird und im weiteren Jahresverlauf wieder deutliche ETF-Zuflüsse erfolgen werden, die den Goldpreis nach oben treiben. Im Einklang mit den kräftig steigenden Preisen von Industriemetallen liefen die Edelmetalle mit hoher industrieller Verwendung gestern besser als Gold. Silber stieg auf 28 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daraufhin auf 64 gefallen. Palladium legte um 4% auf mehr als 2.400 USD je Feinunze zu, Platin um 2% auf 1.270 USD je Feinunze. Allerdings mussten auch die Platin-ETFs zuletzt Federn lassen. Innerhalb der letzten fünf Handelstage gab es Abflüsse von mehr als 80 Tsd. Unzen, womit seit Jahresbeginn nur noch knapp 20 Tsd. Unzen Zuflüsse zu Buche stehen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Knappheit am Kupfermarkt drückt sich auch in fallenden TC/RCs aus

Die Metallpreise stürmen weiter nach oben: Kupfer nähert sich mit großen Schritten dem Allzeithoch, heute Morgen handelt es bereits bei 9.600 USD je Tonne. Die momentan offenbar knappe Versorgungslage am Kupfermarkt spiegelt sich nicht nur in der Terminkurve wider, die weiterhin in Backwardation ist, sondern auch in den Schmelz- und Verarbeitungsgebühren (TC/RCs). Diese fallen zum Beispiel am chinesischen Kassa-Markt immer weiter. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg liegen die TC/RCs nur noch bei gut 40 USD je Tonne auf einem 9-Jahrestief. S&P Global Platts setzt sie sogar nur noch mit rund 35 USD je Tonne bzw. 3,5 US-Cent je Pfund an. Anfang des Jahres lagen die Schmelz- und Verarbeitungsgebühren laut Bloomberg noch bei über 50 USD und vor einem Jahr bei über 70 USD je Tonne. Damit stehen die Schmelzen zunehmend mit dem Rücken zur Wand, da ihre Gewinnmargen wie Eis in der Sonne schmelzen. Daher verwundert es nicht, dass selbst die größten chinesischen Schmelzen mittlerweile darüber nachdenken, die Produktion zu drosseln. Noch laufen die Schmelzen laut Industriekreisen aber fast auf vollen Touren, da zum einen die Schmelz- und Verarbeitungsgebühren in den Jahresverträgen höher sind (59,5 USD je Tonne bzw. 5,95 US-Cent je Pfund) als aktuell am Kassa-Markt. Zum anderen fängt der Verkauf von Schwefelsäure, das als Nebenprodukt in der Kupferproduktion anfällt, einen Teil der operativen Verluste auf, ebenso wie der hohe Kupferpreis selbst. Mehr Kupferkonzentrat, das die Lage etwas entspannen könnte, soll zukünftig aus Sambia zur Verfügung stehen, dem zweitgrößten afrikanischen Kupferminenproduzenten. Laut Aussagen des Bergbauministers ist die sambische Kupferminenproduktion im letzten Jahr um knapp 11% gestiegen und soll in diesem Jahr weiter auf über 900 Tsd. Tonnen ausgeweitet werden. Langfristig wird mehr als 1 Mio. Tonnen jährliche Produktion angestrebt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!