Rohstoffe

Gold bei knapp 1.800 USD, Palladium auf Rekordhoch

Energie: Ölpreise wegen Nachfragesorgen weiter unter Druck

Die Ölpreise rutschten gestern um einen weiteren US-Dollar ab. Brent handelt am Morgen bei 65 USD je Barrel, WTI bei 61 USD je Barrel. Das sind jeweils 3 USD weniger als vor zwei Tagen. Die weiter steigenden Corona-Neuinfektionszahlen in Indien, dort haben sich binnen eines Tages erstmals mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, sorgen für Zweifel hinsichtlich der dortigen Nachfrageentwicklung. Auch in Japan steigen die Infektionszahlen deutlich, so dass dort die Ausrufung des Ausnahmezustands u.a. für den Großraum Tokio erwogen wird. Indien und Japan zählen zu den größten Ölverbrauchs- und -importländern. Deutlich besser sieht es in Sachen Benzinnachfrage in den USA aus. Diese stieg in der letzten Berichtswoche laut US-Energieministerium auf 9,1 Mio. Barrel pro Tag, das höchste Niveau seit dem Hoch in der letztjährigen Sommerfahrsaison. Die US-Rohölbestände verzeichneten zwar einen Anstieg. Dieser entsprach allerdings dem bereits am Vortag vom API gemeldeten Lageraufbau.

US-Präsident Biden hebt den Klimaschutz auf die internationale Bühne

US-Präsident Biden hat heute und morgen zu einem virtuellen Klimagipfel eingeladen, zu dem auch der russische Präsident Putin und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zugesagt haben. Nicht jeder wird Konkretes im „Gepäck haben“, aber Biden selber könnte ein neues Klimaziel für die USA postulieren. Die EU-Staaten haben es gestern immerhin eben rechtzeitig geschafft, ihre Beschlüsse vom letzten Dezember, die Treibhausgase bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 1990 zu senken, vorläufig in ein gemeinsames Gesetz zu gießen. Übertrumpft werden könnten sie noch von Ex-Mitglied Großbritannien. Die Regierung Johnson hat gestern angekündigt, die Treibhausgase des Landes bis 2035 um 78% zu senken. Im November sind auf der großen Klimakonferenz COP26 von weiteren Nationen verbindliche Zusagen zu erwarten. Getragen vom klimapolitischen Aufwind hat der CO2-Preis im EU-Emissionshandel inzwischen die Schwelle von 45 EUR je Tonne überwunden und steigt Richtung 47 EUR.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SD1XKTShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
SD3BU9LongICE ECX EUA FutureFaktor: 4
SD4TVPShortICE ECX EUA FutureFaktor: -4
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold bei knapp 1.800 USD, Palladium auf Rekordhoch

Der Goldpreis erreichte am Morgen fast die Marke von 1.800 USD je Feinunze. Von dieser hat er sich inzwischen zwar wieder etwas entfernt, ein neuerlicher Anlauf im Tagesverlauf ist aber durchaus wahrscheinlich. Rückenwind gibt der anhaltende Rückgang der US-Anleiherenditen, die von ihrem Hoch am Montag mittlerweile um 10 Basispunkte gefallen sind. Zudem notiert der EUR-USD-Wechselkurs weiterhin deutlich über der Marke von 1,20. Die Stabilisierung bei den Gold-ETFs erfuhr gestern eine weitere Bestätigung. Bloomberg meldete unveränderte ETF-Bestände, womit es seit drei Tagen zu keinen Abflüssen mehr kam. Für nennenswerte Zuflüsse fehlt offenbar noch die Überzeugung. Dies könnte sich aber nach einem Anstieg des Goldpreises über 1.800 USD ändern. Ein Auslöser könnte die EZB-Sitzung und die anschließende Pressekonferenz am Nachmittag sein. Im Schlepptau von Gold steigt Silber auf 26,65 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit Anfang März. Das Gold/Silber-Verhältnis fällt im Zuge dessen auf 67,5. Heute veröffentlicht das Silver Institute den World Silver Survey mit Prognosen für das laufende Jahr. Darin dürfte eine stark steigende Nachfrage nach Silber für elektrische und elektronische Anwendungen prognostiziert werden, was für eine deutlich höhere Industrienachfrage spricht. Silber erhält von dieser Seite somit Rückenwind, während die Nachfrage der ETF-Anleger voraussichtlich merklich schwächer ausfällt. Palladium stieg gestern sogar auf ein neues Rekordhoch von 2.895 USD je Feinunze. Darin kommt die angespannte Angebotslage zum Ausdruck, an der auch die reduzierte Prognose von Nornickel zu den Angebotsausfällen wegen des Wassereinbruchs in zwei Minen nichts ändern dürfte. Nach unserer Berechnung dürften dadurch noch immer knapp 400 Tsd. Unzen weniger Palladium produziert werden als ursprünglich erwartet. Der Palladiummarkt dürfte in diesem Jahr ein beträchtliches Angebotsdefizit aufweisen, wozu auch die kräftige Nachfrage aus der Automobilindustrie beitragen dürfte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ULongGold FutureFaktor: 3
SB3T9SShortGold FutureFaktor: -3
SB3Q60LongSilver FutureFaktor: 3
SB3T9DShortSilver FutureFaktor: -3
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Nickel bleibt trotz Produktionsüberschüssen gut unterstützt

Laut dem jüngsten Bericht des World Bureau of Metal Statistics (WBMS) überstieg das Angebot auf dem globalen Nickelmarkt im Januar-Februar 2021 die offensichtliche Nachfrage um 23,6 Tausend Tonnen. Zwar stieg die Nachfrage nach Nickelraffinade um 48 Tsd. Tonnen bzw. 14,6% ggü. dem Vorjahr auf 377 Tsd. Tonnen. Doch nahm die Produktion gleichzeitig auf 400,5 Tsd. Tonnen zu. Vor allem im Februar war der Überschuss mit 17 Tsd. Tonnen recht hoch. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr betrug der Überschuss 178,1 Tausend Tonnen. Der chinesische Markt bleibt dabei massiv unterversorgt, wobei sich die chinesische Nachfrage laut WBMS in den ersten zwei Monaten des Jahres um 28 Tsd. Tonnen bzw. 17,4% erholt hat. Zwar ist auch die Produktion gestiegen, doch ist China nach wie vor stark auf Importe angewiesen. Die Nickelraffinade-Importe stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres laut der Zollbehörde um 38% auf 31,8 Tsd. Tonnen. Dies hat wohl auch damit zu tun, dass laut dem chinesischen Research-Dienst Antaike nur noch zwei Unternehmen in China Nickelkathoden produzieren, während sich die anderen Nickelsulfat verschrieben haben, das in diesem Jahr mit einem Aufschlag ggü. Nickel handelt (umgerechnet auf den Nickelgehalt). Nickelsulfat wird hauptsächlich in Batterien für Elektroautos benötigt, wobei der Markt aufgrund des starken Nachfragewachstums nach Elektroautos weiter angespannt bleiben dürfte. Die chinesische Produktion von Kathoden ist im März dagegen laut Antaike mit 13 Tsd. Tonnen ggü. Vorjahr sogar um fast 5% gefallen. Dem Markt für hochwertiges Nickel, was in Elektroauto-batterien verwendet wird, kommt also eine immer größere Bedeutung zu, während der übrige Markt durchaus längerfristig überversorgt bleiben könnte. Nickel findet eine immer stärkere Verwendung in Autobatterien, weil sich seine Verwendung positiv auf die Reichweite auswirkt und die (Boden-)Reserven wiederum eine deutlich höhere Reichweite haben als die von Kobalt, sprich die weltweite Verfügbarkeit größer ist. Die stark steigende Nachfrage nach Elektroautos dürfte den Nickelpreis langfristig unterstützen.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.