Rohstoffe

Gold auf 5-Monatshoch

Energie: Unterversorgter Ölmarkt lässt Brentöl über 70 USD steigen

Die Stimmung auf dem heutigen Treffen der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) dürfte ziemlich ausgelassen sein. Die führenden Ölexporteure blicken mit Freude auf einen angespannten Ölmarkt, wobei der Bedarfan Rohöl der OPEC+ wohl deutlich stärker steigt als erwartet. Noch vor wenigen Wochen sah ihre Entscheidung, die Produktion von Mai bis Ende Juli um über 2,1 Mio. Barrel täglich auszuweiten, verfrüht aus. Nun schätzt aber das Gemeinsame Technische Komitee der OPEC (JTC), dass die Lagerbestände in den OECD-Ländern bis Ende Juli sogar unter den Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 fallen werden – ein wichtiger Maßstab für die Gruppe. Zwischen September und Dezember werden die Vorräte laut JTC sogar um mehr als 2 Mio. Barrel täglich abgebaut, wenn die Gruppe ihre Produktion wie vereinbart bis Ende des Jahres nicht weiter erhöht. Es ist zwar wahrscheinlich, dass die OPEC+ vorerst an den Erhöhungen im Juni und Juli festhält und nicht schon jetzt weitere Produktionsausweitungen ab August beschließt. Jedoch könnte ein zunehmend angespannter Markt eine kurzfristige Überarbeitung der Vereinbarung erforderlich machen. Laut einigen Delegierten sollen heute erste Diskussionen über Schritte der Allianz nach Juli beginnen. Unterdessen ist eine schnelle Einigung im Atomstreit mit dem Iran wieder weniger wahrscheinlich geworden, nachdem die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) dem Land mangelnde Kooperationsbereitschaft und fehlende Informationen zur Herkunft von Uran-Spuren vorgeworfen hat. Das Land hat nach Einschätzung der IAEA entgegen dem Abkommen bereits mehrere Kilogramm von auf 60% angereichertem Uran produziert. Kein Wunder also, dass der Brentölpreis – wohl zusätzlich angetrieben durch spekulatives Kaufinteresse – heute über die wichtige Marke von 70 USD je Barrel steigt. Auf Schlusskursbasis würde das den höchsten Wert seit zwei Jahren markieren.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD13PBLongOil Brent FutureFaktor: 5
SD3353ShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold auf 5-Monatshoch, Platin-ETFs zuletzt mit Abflüssen

Gold steigt am Morgen auf 1.915 USD je Feinunze und erreicht damit das höchste Niveau seit fast fünf Monaten. Unterstützung gibt ein schwächerer US-Dollar, während die Rückkehr der Anleiherenditen auf 1,6% kein Problem mehr darstellt. Gold macht damit am ersten Handelstag im Juni dort weiter, wo es vergangenen Monat aufgehört hat. Im Mai verzeichnete Gold ein Plus von knapp 8%, was dem stärksten Monatsgewinn seit Juli 2020 entspricht. Begünstigt wurde dies durch kräftige ETF-Käufe, die sich laut Bloomberg auf 49 Tonnen beliefen. Das waren die ersten Monatszuflüsse seit Januar und die stärksten seit September 2020. Angesichts der für die kommenden Monate hohen Inflation und der infolge dessen deutlich negativen Realzinsen sollte die Nachfrage der ETF-Anleger hoch bleiben und Gold damit weiterhin Rückenwind geben. Die aktuelle Debatte innerhalb der Fed über eine mögliche Reduktion der Anleihekäufe steht noch ganz am Anfang. Sollte sich diese konkretisieren und die Anleiherenditen daraufhin steigen, würde Gold kurzzeitig unter Druck geraten – wie in den vergangenen Monaten bei Renditeanstiegen zu beobachten war. Eine dauerhafte Belastung dürfte daraus allerdings nicht entstehen, solange das Renditeniveau unterhalb der Inflationsrate bleibt. Wir rechnen weiter mit einem Preisanstieg auf 2.000 USD je Feinunze bis zum Jahresende.

Die zuletzt enttäuschende Preisentwicklung bei Platin zeigt sich auch in der ETF-Nachfrage. Im Gegensatz zu Gold verzeichnete Platin zuletzt ETF-Abflüsse. Diese summieren sich seit Mitte Mai auf gut 30 Tsd. Unzen. Damit stehen seit Quartalsbeginn mittlerweile Netto-Abflüsse von knapp 8 Tsd. Unzen zu Buche. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Netto-Zuflüsse noch auf rund 90 Tsd. Unzen. Eine rekordhohe Investmentnachfrage spielte in den vergangenen beiden Jahren eine wesentliche Rolle, dass der Platinmarkt stark unterversorgt war. Eine deutlich geringere Nachfrage der Anleger in diesem Jahr könnte sogar zu einem Angebotsüberschuss führen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T54LongGold FutureFaktor: 4
SB42W8ShortGold FutureFaktor: -4
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Eisenerz holt Verluste auf

Die Metallpreise an der LME in London starten mit einem freundlichen Unterton in die verkürzte Handelswoche. Bis auf Zinn legen alle Metalle moderat zu. Wie erwartet hat sich im Mai auch der von Caixin erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China kaum bewegt. Mit 52 Punkten wird er einen Punkt über dem offiziellen PMI angegeben. Er liegt jetzt seit zwölf Monaten im expansiven Bereich, die jüngste Seitwärtsbewegung deutet darauf hin, dass sich die Wirtschaft normalisiert hat. Heute wird in den USA der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Es wird erwartet, dass er über der Marke von 60 verharrt, womit die Stimmung in der US-Industrie sehr gut bliebe. Eisenerz hat sich von seinem Absturz Mitte Mai, als der Preis innerhalb von zwei Wochen um 27% absackte, mittlerweile deutlich erholt und ist an der SGX in Singapur von rund 170 USD auf aktuell 200 USD je Tonne gestiegen. Es profitiert dabei anscheinend von einer Meldung aus China, wonach die Behörden die umweltbedingten Produktionseinschränkungen in der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei lockern könnten, um die Preisrally bei Stahl zu bremsen. Damit würden die Pläne von März, die Stahlproduktion für den Rest des Jahres zu begrenzen, um den Emissionsausstoß zu reduzieren, überworfen werden. Tangshan ist die größte stahlproduzierende Stadt in China. Und je mehr Stahl produziert wird, umso mehr Eisenerz wird benötigt. Während kurzfristig die Umweltauflagen möglicherweise gelockert werden, werden sie langfristig unseres Erachtens eine zentrale Rolle spielen. Die chinesische Stahlproduktion sollte also perspektivisch nicht mehr steigen oder sogar fallen, was sich negativ auf die Nachfrage nach Eisenerz auswirken dürfte.

Positive Perspektiven für den deutschen Aktienmarkt

Trotz aller Risiken wie der Inflationsdebatte, Covid-19 oder hoher Bewertung, deretwegen es an den Aktienmärkten holprig werden könnte, ist der grundsätzliche Aufwärtstrend intakt. Lesen Sie hier, wie die weiteren Aussichten für den deutschen Aktienmarkt sind.