Rohstoffe

Gold als sicherer Hafen stark gefragt

Energie: Der sich immer mehr abzeichnende Handelskrieg zwischen den USA und China (siehe Industriemetalle unten) hinterlässt sichtbare Spuren bei den Ölpreisen. Brent fällt zum Auftakt der neuen Handelswoche auf 61 USD je Barrel und nähert sich damit wieder dem letzten Donnerstag verzeichneten 7-Wochentief. Die USA und China sind die beiden weltgrößten Ölverbrauchsländer. Sie stellen zusammen etwa ein Drittel der weltweiten Ölnachfrage sowie die Hälfte des für dieses Jahr erwarteten Nachfrageanstiegs. Ein von neuerlichen Strafzöllen ausgelöster Konjunkturabschwung dürfte daher nicht spurlos an der Ölnachfrage vorübergehen. Die Internationale Energieagentur hatte im letzten Monat betont, dass ihre Nachfrageprognose auf der Annahme beruht, dass der Handelskonflikt nicht weiter eskaliert, also keine weiteren Strafzölle erhoben werden. Für diesen nun eingetretenen Fall hatte sie eine Abwärtsrevision in Aussicht gestellt. Diese dürfte nun bei der Veröffentlichung des nächsten Monatsberichts Ende der Woche vollzogen werden. Je nachdem, wie stark die Prognosesenkung ausfällt, droht damit im Schlussquartal und im nächsten Jahr ein (noch größeres) Überangebot. Die OPEC+ könnte daher gezwungen sein, mit einer nochmaligen Kürzung der Ölproduktion zu reagieren. Die weiterhin bestehenden Angebotsrisiken spielen im Augenblick nur eine Nebenrolle. Die Nachricht, dass der Iran am Wochenende einen irakischen Öltanker wegen angeblichen Schmuggels festgesetzt hat, verpufft bislang weitgehend.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Die deutlich gestiegene Risikoaversion der Marktteilnehmer im Zuge des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China (siehe Industriemetalle unten) heizt die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen weiter an. Nach den Ereignissen der letzten Tage besteht das Risiko, dass die Handelsgespräche vorerst ausgesetzt werden. Die größer werdenden Sorgen der Marktteilnehmer spiegeln sich in schwachen Aktienmärkten und weiter fallenden Anleiherenditen wider – die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen hat bei 1,75% den tiefsten Stand seit November 2016 markiert. Hiervon profitiert ganz klar Gold: Der Goldpreis steigt heute Morgen auf 1.460 USD je Feinunze und erreicht damit den höchsten Stand seit Mai 2013. In Euro gerechnet steigt Gold auf 1.310 EUR je Feinunze, der höchste Wert seit Dezember 2012. Am US-Dollar ist der eskalierende Handelsstreit bislang weitgehend spurlos vorbeigegangen, denn der Dollar ist als sicherer Währungshafen gefragt. Wie es für die US-Währung weitergeht, und damit auch indirekt für den Goldpreis, wird maßgeblich davon abhängen, wie die US-Notenbank Fed auf die neue Situation reagiert. Sie bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Abwärtsrisiken, steigenden Inflationsrisiken und politischem Druck, insbesondere von US-Präsident Trump. Die Markterwartungen, dass die Fed die Zinsen weiter senkt, steigen. Der Anstieg des Goldpreises geht nach wie vor einher mit ETF-Zuflüssen – letzte Woche waren es knapp 24 Tonnen. Und auch die spekulativen Finanzanleger setzen weiter stark auf steigende Goldpreise.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Der Handelsstreit zwischen den USA und China scheint vollends zu eskalieren. Während die unmittelbare Reaktion Chinas auf die neuen US-Zölle noch verhalten ausfiel, hat die chinesische Regierung mittlerweile gehandelt: Sie hat den Chinesischen Yuan deutlich abwerten lassen – dieser wurde erstmals seit über elf Jahren über der Marke von 7 USD-CNY fixiert –, um so die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Firmen zu unterstützen. Ein schwacher CNY ist US-Präsident Trump aber schon lange ein Dorn im Auge. In Folge des schwachen CNY dürfte es in absehbarer Zeit auch eine neue Abwertungswelle anderer asiatischer Währungen geben. Darüber hinaus hat die Führung in Peking die Staatsunternehmen angewiesen, die Importe von US-Agrarprodukten auszusetzen (siehe Agrar unten). An den Börsen wird die Eskalation mit großer Sorge aufgenommen: Die Angst wird größer, dass der Handelsstreit die Weltwirtschaft abwürgt. Nach den schwachen Aktienmärkten in Europa am Freitag stehen heute die asiatischen Märkte stark unter Druck. Die höhere Risikoaversion und die Sorgen vor einer Nachfrageabschwächung machen sich auch bei den Industriemetallen bemerkbar. Kupfer fällt unter 5.700 USD je Tonne auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren. Aluminium nähert sich seinem 2½-Jahrestief von Mitte Juni und Zink gibt auf ein 11-Monatstief nach. Der eskalierende Handelsstreit dürfte auch im Wochenverlauf das bestimmende Thema an den Metallmärkten bleiben und andere Datenveröffentlichungen wie zum Beispiel die chinesischen Handelszahlen für Juli in den Hintergrund treten lassen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7L Long Copper-Future Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper-Future Faktor: -8
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