Rohstoffe

Gewinnmitnahmen bei Gold

Energie: Ölmarkt trotz anhaltender Spannungen reichlich versorgt

Der Brentölpreis startet in die neue Handelswoche mehr oder weniger auf dem Niveau, wo er die alte beendet hatte, nämlich bei rund 65 USD je Barrel. Während die Spannungen zwischen den USA und Iran zuletzt abnahmen, nehmen sie im Iran zu. Nachdem das iranische Regime nach tagelangem Leugnen den unbeabsichtigten Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs zugegeben hat, kam es am Wochenende in Teheran zu regimekritischen Protesten. US-Präsident Trump hat in einer Twitter-Botschaft seine Solidarität mit den Protestierenden bekundet und das Regime vor Gewaltanwendung gegen die Demonstranten gewarnt. Sollte das Regime die Proteste wie vor zwei Monaten geschehen niederschlagen, könnte die Phase der Entspannungen zwischen den USA und Iran schnell wieder vorbei sein. Das Risiko, dass der Konflikt wieder hochkocht, ist nicht zu vernachlässigen. Eine gewisse Risikoprämie auf den Ölpreis ist daher weiterhin angemessen. Derzeit scheint der Markt aber eher auf andere Themen zu schauen, wie die in dieser Woche anstehende Unterzeichnung des “Phase-1-Abkommens” zwischen den USA und China. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass die Ölnachfrage einen Schub bekommt. Wir glauben dies nicht. Vielmehr dürfte dadurch bestenfalls ein weiterer Verlust der Wachstumsdynamik verhindert werden. Verhalten äußerte sich diesbezüglich auch der Chef der Internationalen Energieagentur, Birol. Dieser erwartet für 2020 einen Anstieg der globalen Ölnachfrage um etwas mehr als 1 Mio. Barrel pro Tag. In dieser Größenordnung soll Birol zufolge auch der implizite Angebotsüberschuss am Ölmarkt liegen. Das dürften auch die Monatsberichte der drei führenden Energieagenturen in dieser Woche zeigen. Rein fundamental müsste der Ölpreis also niedriger handeln als aktuell.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gewinnmitnahmen bei Gold

Gold handelt zum Wochenauftakt bei rund 1.550 USD je Feinunze und gibt damit einen Großteil seiner Gewinne wieder ab, die es im Zuge eines durchwachsenen US-Arbeitsmarktberichtes am Freitag erzielt hatte. Im Dezember wurden in den USA zwar „nur“ 145 Tsd. neue Stellen geschaffen und die Löhne sind weniger stark gestiegen als erwartet. Der Arbeitsmarkt bleibt aber weiterhin eine wichtige Stütze des privaten Konsums und damit des konjunkturellen Aufschwungs in den USA. Wir gehen daher davon aus, dass der Arbeitsmarktbericht dem Goldpreis nicht lange Auftrieb geben wird. Vielmehr erwarten wir, dass sich die Gewinnmitnahmen bei Gold fortsetzen werden, so wie bereits in der letzten Woche geschehen: Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten seit Mitte letzter Woche Abflüsse von fast 20 Tonnen. Der Preisanstieg in den ersten Handelstagen des Jahres war interessanterweise nicht stark spekulativ getrieben. Laut CFTC-Statistik haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 7. Januar nicht weiter ausgeweitet. Sie verharrten nahezu unverändert auf dem hohen Niveau von Ende Dezember. Eben aufgrund dieses hohen Niveaus der Netto-Long-Positionen sehen wir von dieser Seite nach wie vor die Gefahr von Gewinnmitnahmen, die den Goldpreis unter Druck setzen könnten. Ein ähnliches Bild, nur nicht ganz so ausgeprägt, zeigt sich bei Silber und Platin. Auch bei diesen beiden Edelmetallen gab es in der letzten Woche ETF-Abflüsse, während die spekulative Marktpositionierung fast unverändert blieb. Palladium hält sich noch nahe seines Rekordhochs von letztem Donnerstag.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6W Long Silver Future Faktor: 5
CJ7RLV Short Silver Future Faktor: -5
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Potenzial für viel Bewegung in dieser Woche

Die Industriemetallpreise verzeichnen einen ruhigen Wochenauftakt. Kupfer handelt zum Beispiel fast unverändert bei gut 6.200 USD je Tonne. In dieser Woche werden aber einige Daten veröffentlicht, die für Bewegung im Sektor sorgen sollten. Der Blick richtet sich dabei hauptsächlich nach China. Sollten morgen die Handelsdaten und Ende der Woche die Konjunkturdaten dort besser ausfallen als erwartet, dürfte dies den Metallpreisen weiteren Auftrieb geben. Positiv aufgenommen werden dürfte wahrscheinlich auch die Unterzeichnung des „Phase-1-Abkommens“ im Handelsstreit zwischen den USA und China, die wohl Mitte der Woche in Washington erfolgt. Unseres Erachtens haben die Metalle mittlerweile aber viele positive Nachrichten eingepreist. Sollten die Marktteilnehmer realisieren, dass sich die Verhandlungen über ein „Phase-2-Abkommen“, die in Kürze starten sollen, deutlich schwieriger gestalten werden, dürfte sich deren Euphorie merklich abkühlen. Und auch der Blick auf die Fundamentaldaten mit der Aussicht auf Angebotsüberschüsse an fast allen Metallmärkten rechtfertigt unserer Meinung nach nicht die aktuell hohen Preise.

Indonesien hat gemäß Daten des Handelsministeriums im Dezember rund 6,5 Tsd. Tonnen Zinn ausgeführt, 23% mehr als Vorjahr. Dies waren zugleich die höchsten Ausfuhren seit Juni, obwohl die indonesischen Zinnexporteure eigentlich die Ausfuhren wegen der niedrigen Preise reduzieren wollten. Das selbstgesteckte Exportziel von 66 Tsd. Tonnen im Gesamtjahr wurde durch die hohen Dezember-Ausfuhren leicht überschritten. Sollte Indonesien 2020 wieder mehr Zinn exportieren, sehen wir kaum Spielraum für höhere Zinnpreise.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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