Rohstoffe

Gewinnmitnahmen bei Energie nach kräftigem Preisanstieg

Energie: Gewinnmitnahmen nach kräftigem Preisanstieg

Die Energiepreise setzten ihren Höhenflug gestern zunächst fort. Brent erreichte mit knapp 81 USD je Barrel das höchste Niveau seit fast drei Jahren, Erdgas (TTF) stieg auf 85 EUR je MWh und CO2 auf knapp 66 EUR je Tonne, was jeweils ein Rekordniveau darstellt. Am Nachmittag gerieten die Energiepreise dann auf breiter Front unter Druck. Brent fiel bis auf 77,5 USD, Erdgas auf 77,5 EUR und CO2 auf 62 EUR. Während Brent und CO2 sich davon bislang kaum erholt haben, hat Erdgas am Morgen bereits wieder zum Rekordniveau aufgeschlossen. Marktbeobachter führen den Preisrückgang auf Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Anstieg zuvor zurück. Zudem wächst die Sorge, dass die Stromrationierung in China die dortige Industrie und damit auch die Nachfrage nach Öl und Gas ausbremsen könnte (siehe auch Metalle unten). Die Ölpreise wurden darüber hinaus vom überraschenden Anstieg der US-Ölvorräte belastet, den das API gestern nach Handelsschluss berichtete. Dies könnte auch die Erwartung für die offiziellen Lagerdaten heute Nachmittag beeinflussen, wo laut einer Bloomberg-Umfrage mit einem Abbau der Rohölbestände gerechnet wird.

OPEC bleibt grundsätzlich optimistisch für die langfristige Nachfrage

Die OPEC äußerte sich in ihrem gestern veröffentlichten langfristigen Ölmarktausblick zu den Nachfrageaussichten weiter optimistisch. Im Jahr 2023 werde die globale Ölnachfrage mit 101,6 Mio. Barrel pro Tag das Niveau vor Corona übersteigen. Damit ist sie etwas skeptischer als vor einem Jahr, auch weil man nun davonausgeht, dass sich mit der Pandemie das Verbrauchsverhalten durch das mobile Arbeiten verändert hat. In den OECD-Ländern werde die Nachfrage auch 2023 hinter dem Niveau von 2019 zurückbleiben. Das Bedarfswachstum in den Schwellenändern soll dagegen hoch bleiben. Mittel- bis langfristig ist die OPEC zwar nicht mehr ganz so optimistisch, auch weil die zunehmende Elektromobilität das Wachstum der Ölnachfrage verlangsame. Die Prognose für die Ölnachfrage 2030 fiel beispielsweise um 600 Tsd. Barrel pro Tag niedriger aus als vor einem Jahr. Aber letztlich wird ein Nachfrageplateau gemäß OPEC erst Mitte des nächsten Jahrzehnt erreicht. Damit sieht die OPEC anders als die Internationale Energieagentur im Mai durchaus noch hohen Investitionsbedarf für Ölprojekte.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7SLongOil Brent Future Faktor: 4
SD3V9LShortOil Brent Future Faktor: -4
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
SB3T44LongNatural Gas FutureFaktor: 2
SB3T7TShortNatural Gas FutureFaktor: -2
SB37KXLongICE EUA FutureFaktor: 3
SF1CHWShortICE EUA FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Gold fällt auf 7-Wochentief, US-Schuldenstreit bislang kein Thema

Der Goldpreis geriet gestern deutlich ins Rutschen. Er fiel zeitweise unter 1.730 USD je Feinunze und markierte damit das niedrigste Niveau seit sieben Wochen. Steigende Anleiherenditen und ein festerer US-Dollar sorgten für Abgabedruck. Problematisch für Gold ist, dass der Anstieg der Anleiherenditen in erster Linie auf steigende Realrenditen zurückzuführen ist und nur zu einem geringeren Teil auf zunehmende Inflationserwartungen. Möglicherweise hat der jüngste Renditeanstieg auch andere Gründe als die Erwartung einer früheren Fed-Zinserhöhung. So haben sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress bislang nicht auf eine Ausgabenermächtigung für die US-Regierung und die Anhebung der Schuldenobergrenze einigen können. Die Zeit dafür wird allmählich knapp. Schon am Freitag droht in den USA ein Government Shutdown. Laut US-Finanzministerin Yellen könnten die USA am 18. Oktober die Schuldenobergrenze erreichen. Sollte diese bis dahin nicht angehoben werden, droht ein Zahlungsausfall mit ungeahnten Folgen. Der Goldpreis spiegelt das allerdings nicht wider. Offenbar setzt man weiterhin darauf, dass es auch diesmal noch rechtzeitig zu einer Einigung kommt und dieser worst case vermieden werden kann. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Der Markt täte daher gut daran, das Risiko nicht komplett auszublenden.

China hat im August laut Daten der Statistikbehörde Hongkong netto 21,8 Tonnen Gold aus Hongkong importiert und damit fast soviel wie im Vormonat. In den ersten acht Monaten zusammen summieren sich die Netto-Importe auf 174 Tonnen. Die chinesischen Goldimporte haben sich somit vom letztjährigen Einbruch deutlich erholt, als im gesamten Jahr nur 41 Tonnen aus Hongkong importiert wurden. Sie liegen aber noch immer 17% unter dem entsprechenden Niveau von 2019. Die Schweizer Zollbehörde hatte bereits letzte Woche berichtet, dass China im August 18 Tonnen Gold aus der Schweiz importierte. Die kumulierten Importe seit Jahresbeginn beliefen sich auf 142 Tonnen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD3APDLongGold Future Faktor: 3
SB3T9SShortGold Future Faktor: -3
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Industriemetalle: Kupferpreis in der Mitte der Handelsspanne eingependelt

Die Engpässe bei der Stromversorgung in China schieben den einen Metallpreis höher (Aluminium), den anderen belasten sie (Nickel) und am Kupfermarkt wiederum weiß man noch nicht so recht um den dominierenden Effekt. Der Kupferpreis schwankt bereits seit Mitte Juni überwiegend zwischen 9.000 und 9.500 USD je Tonne. In den letzten Tagen pendelt er überwiegend in der Mitte der Spanne. Branchendienstleister SMM hat Unternehmen der chinesischen Kupferindustrie in den von Stromeinschränkungen betroffenen Regionen befragt: Primär spüren demnach die Verarbeiter von Kupfer die Auswirkungen der Rationierungen. In der Region Guangdong berichten einige davon, die Schichten runtergefahren zu haben. Aber auch wenn SMM zu der Einschätzung kommt, dass momentan eher die Nachfrageseite der Kupferindustrie betroffen sei, warnt es davor, dass die Rationierungen auch Kupferschmelzen treffen könnten, also ein stärkeres Überschwappen auf die Angebotsseite nicht auszuschließen ist. Kleinere preisstützende Nachrichten von der Angebotsseite werden auch aus anderen Regionen der Welt gemeldet: Produktionsunterbrechungen gab es beispielsweise nach Straßenblockaden in einer der größten Kupferminen Perus, Las Bambas. Nach einem Unfall musste zudem die Förderung in einer großen Nickel-Kupfermine in Ontario, Kanada, angehalten werden. Und für eine Mine im US-Bundesstaat Utah wurde „Force majeure“ gemeldet. Auch wenn das nur vereinzelte Vorfälle sind, bleibt damit das Risiko „Angebotsausfälle“ auf der Agenda. Vor diesem Hintergrund scheinen sich die Marktteilnehmer zwei Tage vor Beginn der „Goldenen Woche“ in China nicht mehr grundsätzlich neu positionieren zu wollen. Derweil hat sich der Vorsitzende der chilenische Minenindustrie für die langfristigen Aussichten am Kupfermarkt optimistisch geäußert: Schließlich sei die mittelfristige Kupfernachfrage durch den weltweiten Transformationsprozess zu mehr Klimaschutz gut unterstützt, die Inbetriebnahme neuer Minen könnte für Entlastung sorgen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2TATLongCopper FutureFaktor: 4
SB3T73ShortCopper FutureFaktor: -4
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