Rohstoffe

Gesunde Preiskorrektur bei Edelmetallen

Energie: Und der (Ölpreis) bewegt sich doch!

Lange haben sich die Ölpreise “immun” gegenüber der Gefahren erneuter Lockdowns und Mobilitätseinschränkungen wegen Covid-19 gezeigt. Doch angesichts der rekordhohen Neuansteckungen in den USA haben die Ölpreise ihre zuletzt sehr engen Handelsspannen nach unten verlassen und sind gestern um bis zu 3% gefallen. Heute Morgen geben sie weiter nach, wobei erstmals seit Anfang Juli der WTI-Ölpreis unter 39 USD und der Brentölpreis unter 42 USD je Barrel notieren. Die schwachen Aktienmärkte und der etwas stärkere US-Dollar sprechen für einen erneuten Anstieg der Risikoaversion, was ebenfalls die Ölpreise belastet, weil der Preisanstieg zuvor auch stark spekulativ getrieben war. Auch auf der Angebotsseite gibt es wohl Bedenken, dass die geplante Angebotserhöhung der OPEC+ ab August angesichts unsicherer Nachfrageaussichten verfrüht ist. Eine Entscheidung darüber wird nächste Woche fallen. Auch Meldungen aus Libyen über die teilweise Öffnung der Produktions- und Exportanlagen wirken belastend. Doch noch scheint die OPEC-Strategie zur Marktkontrolle aufzugehen. Von Angola gibt es ein offizielles Schreiben, in dem sich das Land zur Einhaltung der vereinbarten Produktionsquoten und einer zusätzlichen Kürzung als Kompensation für die jüngste Überproduktion verpflichtet. Unterstützend wirken ebenfalls die massiven Probleme in Venezuela und dem Iran angesichts der US-Sanktionen. Im Iran sind die Ölexporte zuletzt auf weniger als 250 Tsd. von ehemals fast 2,5 Mio. Barrel täglich gefallen. Deswegen werden dort laut dem Marktforschungsunternehmen Kpler bereits 66 Mio. Barrel auf Land eingelagert bzw. 85% der offiziellen Lagerkapazitäten von 78 Mio. Barrel genutzt. Weitere knapp 60 Mio. Barrel dürften Schätzungen zufolge auf Tankschiffen eingelagert sein.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL98RUCallOil Brent FutureHebel: 7,2
CL450SPutOil Brent FutureHebel: 7,0
CL99LNCallOil WTI Light FutureHebel: 6,9
CL5NRUPutOil WTI Light FutureHebel: 7,0
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gesunde Preiskorrektur

Die Edelmetallpreise gerieten gestern Nachmitttag unter Abgabedruck. Gold fiel binnen kurzer Zeit um 20 USD und rutschte unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze, wo es auch am Morgen noch handelte. Silber fiel auf 18,5 USD je Feinunze. Am stärksten traf es allerdings Platin, das um mehr als 30 USD auf 825 USD je Feinunze absackte. Die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin weitete sich daraufhin auf 970 USD je Feinunze aus. So hoch war sie zuvor noch nie. Ausgelöst wurde der Preisrückgang durch einen festeren US-Dollar, der wiederum auf eine höhere Risikoaversion zurückzuführen war. Wir erachten den Preisrückgang bei Gold und Silber als gesunde Korrektur nach dem kräftigen Anstieg zuvor. Immerhin hatte Gold kurz zuvor ein 9-Jahreshoch verzeichnet und Silber war auf ein 10-Monatshoch gestiegen. Eine länger anhaltende Korrektur erwarten wir nicht. Die Rahmenbedingungen sprechen weiterhin eindeutig für Gold und Silber. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA steigt weiter besorgniserregend. Gestern kamen mehr als 60.000 neue Fälle hinzu, was einen neuen Rekordwert bedeutet. Seitens der US-Demokraten gibt es bereits Rufe nach weiteren Corona-Hilfspaketen. Ob sich die Republikaner dem im Vorfeld der Kongresswahlen im November verschließen werden, bleibt abzuwarten. Die ohnehin schon massiv gestiegenen Defizite im US-Staatshaushalt dürften also noch größer ausfallen. Auch die US-Notenbank dürfte als Krisenbekämpfer weiter gefragt bleiben. Die Schwäche bei Platin könnte auch mit zuletzt wieder rückläufigen Autoverkaufszahlen in China zusammenhängen. Allerdings hätte dann auch Palladium unter Druck geraten müssen. Stattdessen ist Palladium gestern sogar gestiegen. Möglicherweise hatte dies auch andere Gründe: Die Palladium-ETFs verzeichneten gestern mit knapp 20 Tsd. Unzen den stärksten Tageszufluss seit August 2017.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
CU0E6QLongPalladium FutureFaktor: 3
CU3TG7ShortPalladium FutureFaktor: -3
CJ7RMELongPlatinum FutureFaktor: 3
CJ7RL9ShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Angebotssorgen treiben Kupferpreis auf 14-Monatshoch

Ungeachtet der höheren Risikoaversion der Anleger an den Finanzmärkten ist der LME-Industriemetallindex gestern auf knapp 2.800 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit Januar. Vor allem der Anstieg des Kupferpreises auf zeitweise 6.360 USD je Tonne bzw. den höchsten Stand seit Mai 2019 treibt den Index aber auch die Preise für andere Metalle nach oben, weil Kupfer häufig als “Leitwolf” unter den Industriemetallen und vorlaufender Konjunkturindikator angesehen wird. Doch ist der Preisanstieg diesmal in erster Linie nicht einer höheren Nachfrage oder deren Erwartung geschuldet, sondern Sorgen auf der Angebotsseite. Die beiden weltgrößten Kupferminenproduzentenländer Chile und Peru haben mit jeweils über 300 Tsd. Covid-19 Infizierten mittlerweile mehr Corona-Fälle als Großbritannien sowie jedes Land in der EU. Täglich kommen zudem jeweils über 3.000 neue Fälle hinzu. Noch ist der größte Produzent Chile ohne komplette Minenschließungen ausgekommen. Doch diese Gefahr besteht, wobei allein schon der Ausfall von tausenden Minenarbeitern die Produktion erschweren dürfte. Dies ist wohl auch der Grund, warum die Minenproduktion in Peru nach der zweimonatigen Zwangspause im März-April wohl nicht wie erwartet schon in diesem Monat zu ihrem Vorkrisenniveau zurückkehren wird. In Chile kommt die Gefahr von Streiks im Zuge höherer Gehaltsforderungen erschwerend hinzu. Die Angebotsverknappung bei Kupferkonzentrat in Peru und Chile dürfte die gesamte Produktion verringern. Laut SMM ist wohl deshalb die chinesische Kupferproduktion (Raffinade, Kathode) im Juni um 1,4% ggü. Vormonat auf 759,2 Tsd. Tonnen gefallen. Die verfügbaren (also on-warrant) Kupferbestände an der LME setzten ihren Abwärtstrend fort und verringerten sich um weitere 4.000 auf 94.800 Tonnen, den niedrigsten Stand seit Januar. Wegen der Angebotsverknappung handelt der Kassapreis an der LME mittlerweile mit dem höchsten Aufschlag ggü. dem 3-Monats-Forward seit April 2019. In den letzten 14 Monaten handelte er mit einer Ausnahme immer mit einem Abschlag, d.h. die Terminkurve befand sich in Contango.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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