Rohstoffe

Geopolitische Spannungen lassen Ölpreise steigen

Energie: Geopolitische Spannungen lassen Ölpreise steigen

Die Ölpreise beendeten die letzte Woche trotz des Rückgangs am Freitagmorgen mit dem fünften Wochengewinn in Folge. Schon am Freitag legten die Preise im Handelsverlauf wieder zu, was sich heute fortsetzt. Brent steigt am Morgen bis auf knapp 89 USD je Barrel, WTI auf 86 USD je Barrel und Gasöl auf 775 USD je Tonne. Damit rücken auch die letzte Woche verzeichneten 7-Jahreshochs wieder in Schlagdistanz. Die Ölpreise profitieren dabei von Angebotsrisiken und geopolitischen Spannungen. Die USA scheinen sich auf die wachsende Bedrohung eines Einmarsches Russlands in die Ukraine vorzubereiten. So wurde angeordnet, dass Familienmitglieder von Botschaftsmitarbeitern die US-Botschaft in Kiew verlassen sollen. Zudem sollen alle US-Staatsbürger in der Ukraine eine Ausreise erwägen. Wie eine renommierte US-Tageszeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, zieht US-Präsident Biden außerdem eine deutliche Aufstockung der Zahl von US-Soldaten in den osteuropäischen NATO-Staaten in Betracht. Auch im Mittleren Osten bleibt die Situation unsicher. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben heute zwei von Huthi-Rebellen abgefeuerte Marschflugkörper abfangen können. Dies zeigt, dass es die Huthi-Rebellen mit ihrer Drohung weiterer Angriffe ernst meinen, nachdem sie letzte Woche ein Öldepot in Abu Dhabi angegriffen hatten. Die weitere Zuspitzung des Ukraine-Konflikts und die angespannte Sicherheitslage im Mittleren Osten rechtfertigt eine Risikoprämie auf den Ölpreis, da die involvierten Länder Russland und Vereinigten Arabischen Emirate bedeutende Mitglieder der OPEC+ sind. Diese hat ohnehin schon Schwierigkeiten, das vereinbarte Produktionsniveau zu erreichen. Zwei Quellen aus dem erweiterten Produktionskartell berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Produktionskürzungen im Dezember deutlich übererfüllt wurden. Die Umsetzung lag demnach bei 122%, nach 117% im November. Dies entspricht den Zahlen der Internationalen Energieagentur, wonach die Ölproduktion der OPEC+ im Dezember 790 Tausend Barrel pro Tag unter der vereinbarten Menge lag.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent Future Faktor: 3
SD2TARShortOil Brent Future Faktor: -3
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Große ETF-Zuflüsse, Fokus auf Fed-Sitzung

Der Goldpreis legt zum Wochenauftakt wieder leicht auf 1.840 USD je Feinunze zu, nachdem er am Freitag zeitweise unter 1.830 USD gefallen war. Der Preisrückgang erfolgte trotz leicht gefallener Anleiherenditen und eines starken Zuflusses in die Gold-ETFs. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet für Freitag einen Aufbau der Goldbestände in den von ihr erfassten ETFs von knapp 30 Tonnen. Dies ist der größte Tageszufluss seit September 2020. Der Großteil der Zuflüsse erfolgte in den weltgrößten Gold-ETF, SPDR Gold Trust, in den USA. Ausgedrückt in US-Dollar hat dieser ETF mit 1,63 Milliarden USD laut Angaben von Bloomberg den größten Zufluss seit seiner Auflage im Jahr 2004 verzeichnet. Gründe für den Kauf der ETF-Anteile könnten die zunehmenden Spannungen rund um die Ukraine sein, im Zuge derer Gold als sicherer Hafen offenbar gefragt ist. Ebenso standen die Aktienmärkte in den letzten Tagen unter Druck, wodurch Gold attraktiver wurde. Und auch der starke Rückgang des Bitcoin-Preises am Freitag könnte Kaufinteresse bei Gold hervorgerufen haben. Dass der Goldpreis von dem starken ETF-Zufluss nicht profitiert hat, ist allerdings unseres Erachtens erstaunlich. Diese Woche steht wohl die Sitzung der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt des Marktinteresses. Wir gehen davon aus, dass die Fed klare Signale für eine Zinserhöhung im März gibt. Dann dürfte auch die Rückführung der Anleihekäufe beendet sein. Silber fällt heute Morgen wieder in Richtung 24 USD je Feinunze zurück, nachdem es letzte Woche mit knapp 6% die beste Preisentwicklung seit letztem Mai verzeichnet und gegenüber Gold aufgeholt hat. Platin hält sich noch über der Marke von 1.000 USD je Feinunze. Auch die von Bloomberg erfassten Platin-ETFs registrierten am Freitag mit über 37 Tausend Unzen den größten Tageszufluss seit letztem Oktober. Ähnlich wie der Goldpreis hat auch der Platinpreis davon nicht profitiert. Offenbar haben ETF-Bestandsveränderungen Einfluss auf die Preise verloren.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SF5DDSLongSilver FutureFaktor: 3
SF5DDHShortSilver FutureFaktor: -3
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Kupfermarkt noch stark unterversorgt

Die Metallpreise starten zwar verhalten in die neue Handelswoche, bleiben aber auf sehr hohen Niveaus. Kupfer kostet gut 9.800 USD je Tonne und damit rund 100 USD weniger als am Freitag. Nickel fällt um 2,5% und rutscht wieder unter 24.000 USD je Tonne. Am Freitag hatte der Nickelpreis erstmals seit August 2011 über dieser Marke geschlossen. Aluminium hält sich noch oberhalb von 3.000 USD je Tonne. Unseres Erachtens stehen zum einen Gewinnmitnahmen hinter dem schwächeren Wochenauftakt, nachdem viele Metallpreise seit Jahresbeginn stark gestiegen waren. Zum anderen scheinen sich einige Marktteilnehmer vor der Fed-Sitzung defensiver zu positionieren in der Erwartung, dass die US-Notenbank weitere Signale für eine baldige Straffung ihrer Geldpolitik gibt. Die International Copper Study Group (ICSG) hat letzte Woche für den globalen Kupfermarkt ein Angebotsdefizit von fast 300 Tausend Tonnen in den ersten zehn Monaten des letzten Jahres ausgewiesen. Dies ist deutlich höher als die ICSG im Oktober auf ihrer Herbsttagung für das gesamte Jahr unterstellt hat. Zwar wird das Angebot mittlerweile stärker ausgeweitet als die Nachfrage steigt, die ICSG dürfte unseres Erachtens aber mit ihrer Einschätzung im Herbst zu optimistisch gewesen sein; es besteht wohl wieder Revisionsbedarf. Immerhin war das ausgewiesene Defizit rund 100 Tausend Tonnen niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, was auf eine gewisse Entspannung des Marktes hindeutet. Den ICSG-Daten zufolge hat eine höhere Minenproduktion zu einer gestiegenen Raffinadeproduktion geführt, während der Nachfrageanstieg hinter der Angebotsausweitung zurückblieb. Heute veröffentlicht die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) Daten zur Lage am Zink- und Bleimarkt. Im Verlauf des letzten Jahres haben sich beide Märkte spürbar angespannt. Diesen Trend dürfte die ILZSG heute bestätigen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5NLongCopper Future Faktor: 3
SB3T9GShortCopper Future Faktor: -3
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!