Rohstoffe

Gegenwind für die US-Ölproduktion

Energie: Ölpreise auf der Suche nach Orientierung

Die Ölpreise bleiben trotz positiver Impulse von den Aktien- und Devisenmärkten – steigende Aktienmärkte und ein schwächerer US-Dollar wirken zumeist preisstützend – eher kraftlos. Der Brentölpreis schafft es nicht, nachhaltig über 63 USD je Barrel zu steigen. Der WTI-Ölpreis prallt erneut an der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD ab. Dabei hat sich das fundamentale Bild etwas aufgehellt. Die gestrigen DOE-Lagerdaten haben die Tendenz der API-Daten vom Vortag bestätigt: Ein starker Rückgang der Rohölbestände um 3,5 Mio. Barrel und ein noch stärkerer Anstieg der Vorräte für Benzin um 4 Mio. bzw. für Destillate um 1,5 Mio. Barrel. Doch ist der Anstieg der Bestände der Ölprodukte nicht etwa auf eine schwächere Nachfrage, sondern auf eine hohe Raffinerieauslastung zurückzuführen. Denn die implizite Benzinnachfrage ist mit 9,6 Mio. Barrel täglich sogar auf ein 6-Monatshoch gestiegen. Auch hat sich der Verdacht auf einen erneuten “Preiskrieg” innerhalb der OPEC+ nicht bestätigt. Im Gegenteil hat Saudi-Arabien den Aufschlag für seine Mai-Lieferungen nach Asien weiter erhöht. Der Aufschlag für das saudische Arab Light liegt mit 1,8 USD je Barrel zum Oman/Dubai-Kontrakt mittlerweile auf dem höchsten Stand seit März 2020, was auch auf eine robuste Nachfrage in Asien hindeutet. Auch scheint die Einschätzung des Kartells in Bezug auf die US-Produktion zu stimmen, die sich trotz sehr hoher Preise nur langsam erholen dürfte. Die EIA hat in ihrem Monatsbericht die Schätzungen für die US-Ölproduktion sogar um 100-200 Tsd. Barrel täglich nach unten angepasst. Laut EIA dürfte sie im vierten Quartal 2022 mit 12,18 Mio. Barrel täglich 1,8% bzw. über 200 Tsd. Barrel niedriger liegen als noch vor einem Monat erwartet. Auf die US-Ölbranche kommen ohnehin härtere Zeiten zu. Nicht nur wird die US-Regierung die Exploration auf bundeseigenem Land einschränken, sondern auch “Subventionen” für Ölfirmen streichen. Die demnach laut dem US-Finanzministerium in den nächsten zehn Jahren fehlenden Steuervergünstigungen und Gutschriften von 35 Mrd. USD dürften auch den US-Ölproduktionsanstieg bremsen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold profitiert von taubenhaftem Fed-Protokoll, Ungarn stockt Goldreserven auf

Gold steigt am Morgen auf 1.745 USD je Feinunze. Unterstützung erhält es durch ein taubenhaftes Protokoll der letzten FOMC-Sitzung, das den Tonfall von Fed-Chair Powell auf der damaligen Pressekonferenz bestätigt. Die FOMC-Mitglieder wiesen darauf hin, dass die Wirtschaft noch weit von den langfristigen Zielen der Fed entfernt sei und dass es noch einige Zeit brauche, bis sich die Bedingungen hinreichend verbessert hätten, um eine Rücknahme der gegenwärtigen geldpolitischen Unterstützung in Erwägung zu ziehen. Mit anderen Worten, an der ultralockeren Geldpolitik ändert sich trotz der zuletzt robusten Konjunkturdaten vorerst nichts.

Die ungarische Zentralbank sorgte gestern mit einer Mitteilung für Aufsehen, die Goldreserven auf 94,5 Tonnen erhöht zu haben. Seit der letzten Bekanntgabe vor knapp drei Jahren bedeutet dies eine Verdreifachung. Die Zentralbank verweist in ihrer Begründung auf neue Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der weltweite starke Anstieg der Staatsverschuldung und die Inflationssorgen hätten die Bedeutung von Gold in der nationalen Strategie als sicherer Hafen und wertstabile Anlage weiter erhöht. Mit den seit 2018 erfolgten Goldkäufen ist Ungarn auf Platz 36 der weltweiten Zentralbankgoldreserven vorgerückt. Innerhalb der Länder Mittelosteuropas liegt es auf Platz drei. Pro Kopf weist es mit 0,31 Unzen je Einwohner sogar den Spitzenplatz in der Region auf. Die ungarische Zentralbank steht mit ihren Goldkäufen in der Region nicht allein. Im März hatte Polens Zentralbankchef angekündigt, dass seine Institution die Goldreserven in den nächsten Jahren um weitere 100 Tonnen erhöhen will. Dies zeigt die wachsende Bedeutung von Gold in den Überlegungen von Zentralbanken nicht nur in Ländern wie China, Russland und der Türkei, die ihre Goldreserven in den letzten Jahren bereits deutlich aufgestockt haben.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB42XLLongGold FutureFaktor: 13
SB42WSShortGold FutureFaktor: -13
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Industriemetalle: Eingeschränkte Kreditvergabe in China könnte Metall- und Stahlnachfrage treffen

Ende März hatte sich Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission geäußert, dass sie keine Grundlage für eine langfristige Rally der Rohstoffpreise sieht. Viele Marktbeobachter interpretierten dies dahingehend, dass China Maßnahmen einführen könnte, um die Preise zu deckeln. Nun haben diese Woche die chinesische Regierung und die Zentralbank (PBoC) wiederholt Sorgen über Schulden- und Vermögenspreisblasen in China kundgetan. Schon im Februar hatte die PBoC Medienberichten zufolge die Geschäftsbanken aufgefordert, ihre Kreditvergabe im ersten Quartal maximal auf dem Niveau des letzten Jahres zu belassen – wohl erfolglos. In den ersten beiden Monaten des Jahres lag die Kreditvergabe 16% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Vor allem zuletzt stark gestiegene Immobilienpreise in einigen Städten geben nun offenbar wieder Grund zur Sorge. Daher sollen die größten Banken des Landes laut Insiderinformationen jetzt ihre Kreditvergabe für den Rest des Jahres einschränken. Je nachdem, wie stark die Kreditvergabe in den nächsten Monaten zurückgeführt wird – und ob überhaupt –, könnte dies auch die Nachfrage nach Metallen und Stahl beeinträchtigen. Zumindest dann, wenn weniger gebaut wird. Vor kurzem hat allerdings die Bausaison in China begonnen, die bis zum Sommer andauert. Daher rechnen wir in den nächsten Monaten mit einer robusten Nachfrage nach Metallen und Stahl, die auch die Preise hochhalten bzw. weiter steigen lassen dürfte. Zu den hohen Stahlpreisen – der meistgehandelte Futures-Kontrakt für Betonstahl an der SHFE war gestern auf ein 10-Jahreshoch gestiegen – tragen auch die geplanten Umweltauflagen in China bei. Medienberichten zufolge haben Stahlwerke in der Stadt Tangshan, einem der größten Stahlproduktionsorte Chinas, Auflagen zur Senkung ihrer CO2-Emissionen erhalten, die schrittweise bis Ende Juni umgesetzt werden müssen. Sollten die Stahlwerke dies nicht tun, drohen demnach Produktionsstilllegungen oder Strafen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.