Rohstoffe

Gegenwind für die US-Ölindustrie

Energie: Teilnehmer am Ölmarkt mehrheitlich optimistisch

Der WTI-Ölpreis ist erneut über 53 USD je Barrel gestiegen, der Brentölpreis über 56 USD. Neben der weiterhin ausgelassenen Anlegerstimmung und einer erneuten USD-Schwäche gibt es auch von der Nachrichtenfront Unterstützung. So sind laut API die US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 5,3 Mio. Barrel gefallen. Für die heutigen offiziellen DOE-Daten rechnet der Bloomberg-Konsens dagegen mit einem Aufbau um rund 400 Tsd. Barrel. Der Rückgang der Rohölbestände ist teilweise auf deutlich niedrigere Importe zurückzuführen, die laut API um 470 Tsd. Barrel täglich gefallen sind. Die Nachfrage indes dürfte nach wie vor verhalten bleiben: Die Benzinvorräte stiegen in der Berichtswoche um 3,1 Mio. und die Destillatevorräte um 1,4 Mio. Barrel und übertrafen damit die Analystenerwartungen deutlich. Die Nachfragesorgen sollten uns angesichts der seit Pandemiebeginn weltweit mehr als 100 Mio. mit dem Corona-Virus Infizierten und dem schleppenden Verlauf der Impfungen noch längere Zeit begleiten. Doch scheint der Markt aktuell eher gewillt, positive Nachrichten aufzunehmen. Auch wirken die jüngsten Nachrichten aus den USA belastend für den US-Ölsektor und sind daher eher preisstützend. So erlitt die Dakota Access-Ölpipeline am Dienstag einen weiteren Rückschlag, als ein Richter die Entscheidung einer unteren Instanz bestätigte und einen Verstoß bei der Erteilung einer Schlüsselgenehmigung feststellte. Die Pipeline wird jedoch vorerst nicht stillgelegt. Deren Schicksal hängt womöglich auch vom neuen US-Präsidenten Biden ab, der bereits an seinem ersten Tag im Amt eine Schlüsselgenehmigung für die geplante Keystone XL-Pipeline gestrichen hat. Es wird außerdem erwartet, dass die Biden-Administration schon heute eine vorübergehende Aussetzung neuer Pachtverträge für Öl- und Gasexplorationen auf bundeseigenem Land und in Gewässern anordnen wird und dass fast ein Drittel dieser Flächen auch in den nächsten zehn Jahren unangetastet bleiben sollen. Stärkere Einschränkungen für die Exploration und den Transport sowie fehlende Unterstützung für die Öl- und Gasprojekte in den USA sprechen für eine langsamere Erholung der dortigen Produktion und daher eher für längerfristig höhere Preise.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: China importierte 2020 nur sehr wenig Gold aus Hongkong

Gold tritt im Vorfeld der heutigen Fed-Entscheidung und der darauffolgenden Pressekonferenz von Fed-Chairman Powell auf der Stelle. Der Preis schwankt weiter um die Marke von 1.850 USD je Feinunze, wo inzwischen auch die 200-Tage-Linie verläuft. Da diese vom Trend her ansteigt, droht Gold bei anhaltender Stagnation darunter zu rutschen, was technische Anschlussverkäufe auslösen könnte. Soweit muss es allerdings nicht kommen. Sollte Powell heute die Spekulationen auf eine vorzeitige Reduzierung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank weiter einbremsen und damit einen Rückgang der 10-Jahresrendite unter 1% auslösen sowie den USD schwächen, wäre mit einem Preisanstieg auf 1.860 USD oder darüber zu rechnen. In diesem Falle könnten auch die ETF-Anleger wieder stärker in Gold investieren. Seit dem starken Tageszufluss Mitte Januar gab es per Saldo leichte Abflüsse aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs, so auch gestern mit 1,3 Tonnen. Die gestern von der Statistikbehörde Hongkong veröffentlichten Zahlen zu den Goldlieferungen nach China bestätigten das Bild einer nur sehr verhaltenen chinesischen Goldnachfrage im vergangenen Jahr. Zwar wurde im Dezember mit 5,6 Tonnen netto wieder etwas mehr Gold nach China exportiert als in den Monaten zuvor. Richtig viel war das dennoch nicht. Zum Vergleich, im Dezember 2019 beliefen sich die Netto-Goldeinfuhren Chinas aus Hongkong noch auf 41,4 Tonnen. Diese Zahl wurde nicht einmal erreicht, wenn man alle Monate des letzten Jahres zusammenaddiert. Die daraus resultierende Menge liegt lediglich bei knapp 41 Tonnen, was 85% weniger ist als im Vorjahreszeitraum und zugleich die geringste Menge für ein Gesamtjahr seit mindestens 2008 bedeutet. Allerdings ist zu bedenken, dass China auch aus anderen Ländern Gold importiert. Zu nennen ist hier die Schweiz. Aber auch hier waren die Lieferungen zuletzt auf ein Minimum gesunken. Neue Zahlen gibt die Schweizer Zollbehörde morgen bekannt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Globale Stahlproduktion verfehlt Rekordhoch nur knapp

Der Weltstahlverband hat gestern Daten zur Stahlproduktion im Dezember und im Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Demnach ist die globale Stahlproduktion im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 5,8% auf 160,9 Mio. Tonnen gestiegen. Dies war der höchste Dezember-Wert, der jemals erzielt wurde. Wie schon das gesamte Jahr über war China auch im letzten Monat Treiber dieser Entwicklung. Das Reich der Mitte hatte 2020 einen Marktanteil von über 56%. Dass China 2020 trotz des Lockdowns im Zuge des Coronavirus eine rekordhohe Menge Stahl hergestellt hat, hatte bereits das Nationale Statistikbüro Anfang letzter Woche berichtet. Auf globaler Ebene wurde den Daten des Weltstahlverbands zufolge das Rekordhoch des vorherigen Jahres nur um 0,9% verfehlt. Weltweit wurden 2020 1,83 Mrd. Tonnen Stahl produziert. Dass nicht auch global betrachtet eine rekordhohe Menge Stahl hergestellt wurde, lag an großen Produzentenländern außerhalb Chinas: Sechs der zehn größten Stahlnationen verzeichneten im letzten Jahr zumeist zweistellige Rückgänge. Besonders stark brach die Produktion in den USA (-17,2%) und Japan (-16,2%) ein. In Deutschland wurde 10% weniger Stahl hergestellt (in der EU-28 insgesamt 11,8% weniger). In diesen Ländern hatten die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus weit größere Auswirkungen als in China. Dagegen haben zum Beispiel Russland und die Türkei ihre Produktion etwas ausgeweitet. In diesem Jahr erwarten wir eine Gegenbewegung nach dem teils starken Rückgang in vielen Ländern. Ob China 2021 seine Produktion weiter ausweitet, scheint aber fraglich. Denn dort gibt es Bestrebungen, die Stahlproduktion zu drosseln. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hat letzte Nacht diesbezüglich vier Maßnahmen erlassen. Darüber hinaus plant die chinesische Regierung generell, die CO2-Emissionen zu verringern. Der Stahlsektor steht für 15% des landesweiten CO2-Ausstoßes.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!