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Futter für die USD-Bullen: Einkaufsmanager-Indizes

Futter für die USD-Bullen: Einkaufsmanager-Indizes

“Gibt’s große Überraschungen, wird’s wahrscheinlich eine Reaktion des Devisenmarketes geben” hatte ich am Freitag zu dem PMI-Veröffentlichungen geweissagt. Zugegeben, nicht die steilste Prognose, die ich jemals abgegeben habe. Doch bin ich froh, dass ich’s erwähnt hatte. Der Dienstleistungs-PMI für den Euroraum war – gemessen an der Verteilung der Analysten-Prognosen – fast ein 4-Sigma-Ereignis in die negative Richtung, sein Pendant in den USA fast ein 2-Sigma-Ereignis in die positive Richtung. Klar, die Analysen-Prognosen kuscheln sich immer zusammen. Die Standardabweichug (d.h. das Sigma) ihrer Meinungen sagt deshalb wenig über die zu erwartende Streuung eines Indikators aus. Und jedermann weiß, dass die Unsicherheit derzeit groß ist. Dennoch, die Überraschung war sehr, sehr deutlich.

Angesichts dessen war die EUR-USD-Reaktion relativ gering. Weil auch die August-Daten noch nicht viel darüber aussagen, welche Langfrist-Folgen vom Corona-Shutdown übrig bleiben und welche Volkswirtschaften größere Langfrist-Schäden davontragen als andere. Aber klar, diejenigen, die argumentieren, die USA kämen mal wieder besser aus einer Krise heraus als “old Europe”, haben neue Argumente für ihre Sicht erhalten. Und mein neuer Lieblings-Indikator (sorry, damit werde ich Sie wahrscheinlich noch ‘ne Weile belästigen) zeigte, dass implizite Volatilitäten von USD-Wechselkursen etwas fielen und nicht mehr ganz so weit über den Volatilitäten der Cross Rates liegen. Alles aber nur marginal (Sie müssen im Chart schon sehr genau hinschauen) – und daher nur Motiv für moderate USD-Erholung.

Der heutige Handelstag könnte entscheidend dafür werden, wie es in den nächsten Tagen weitergeht. Werden diese USD-Niveaus als gute Gelegenheit gesehen, sich vom Greenback zu trennen? Oder bewirken die Daten vom Freitag ein nachhaltigeres Umdenken? Noch ist das nicht ausgemacht. Aber die Kursbewegungen heute dürften für viele Marktteilnehmer ein entscheidendes Signal für diesen Aspekt der Marktstimmung sein. Das hört sich wie ein Zirkelschluss an? Ist es auch. Aber so ist’s halt. Es kommt jedem Marktteilnehmer darauf an, was alle anderen glauben. “Marktstimmung” ist eine Chimäre, der alle hinterherjagen, die durch diese Jagd entsteht. Noch so ein Wort, das Analysten nur mit allergrößter Vorsicht verwenden sollten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
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CJ4VRECallEUR/USDHebel: 7,4
CJ4U2RPutEUR/USDHebel: 7,4
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Unangenehmes verschwindet nicht, wenn man’s ignoriert: Brexit

In einem sind sich die Unterhändler in den EU-UK-Verhandlungen zumindest einig: dass es gerade nicht läuft. David Frost für die UK-Seite und Michel Barnier für die EU-Seite gaben zu, dass es diese Woche nicht voranging. Barnier war unverblümter als sein britischer Kollege: Momentan sieht’s nicht nach einem Abkommen aus. Denn die Zeit wird knapp.

Nun war Brexit in den nächsten Wochen so gar nicht ein Thema, das den Devisenmarkt sonderlich zu beeindrucken schien. So konnte das Pfund während der jüngsten USD-Schwäche (seit Mitte Juni) genauso viel zum Greenback gut machen wie der Euro, m.a.W. EUR-GBP blieb nahezu unverändert. Eigentlich ist das ungewöhnlich. In der “guten alten Zeit” vor dem Brexit-Referendum gab auch das Pfund etwas gegenüber dem Euro nach, wenn der Dollar schwächelte. Klar, das kann auch deshalb ausgeblieben sein, weil diese Dollar-Schwäche so speziell war. Dennoch, ich glaube, das Pfund hat Korrekturbedarf, wenn der Markt nicht mehr ausschließlich die Sau mit Namen “Dollar-Schwäche” durchs Dorf treibt, sondern sich wieder deutlicher daran erinnert, dass beim Pfund ein Sonderfaktor zu berücksichtigen ist. Die Deadline 31.12. verschwindet nicht, wenn man so tut, als wäre sie nicht da…

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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4VF2CallEUR/GBPHebel: 7,3
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CJ4U4DCallGBP/USDHebel: 7,5
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CNY-Positionierung

Die Netto-Devisenverkäufe inländischer chinesischer Unternehmen und natürlicher Personen lagen im August bei 3,2 Mrd. $. Dies kehrte die Nettokäufe von Juli um. Damit haben sich die inländischen Kundenzuflüsse seit Ende 2019 insgesamt in Short-Positionen im USD verwandelt. Hauptursache hierfür sind administrative Maßnahmen, die seit Jahren durchgeführt werden. Indes haben sich die chinesischen Auslandsinvestitionen von Unternehmen und die Haushaltsausgaben im Ausland infolge des Coronavirus verringert. In der Folge hat der Abwertungsdruck auf der chinesischen Währung etwas nachgelassen. Das hat unter anderem dazu beigetragen, den chinesischen Renminbi trotz Gegenwind vom Außenhandel zu stabilisieren. Am Kassamarkt bleibt die Dynamik von USD-CNY derzeit richtungslos, wobei das Währungspaar in den letzten Sitzungen um 6,90 herum pendelte.

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CJ6JNLCallEUR/CNHHebel: 7,6
CJ4691PutEUR/CNHHebel: 7,6
CJ6RH1CallUSD/CNHHebel: 8,1
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