Rohstoffe

Frostige Zeiten für Gold

Energie: Kältewelle sorgt für massive Beeinträchtigungen am US-Ölmarkt

Der Brentölpreis steigt am Morgen auf 64 USD je Barrel, den höchsten Stand seit Januar 2020. WTI nähert sich dem vor zwei Tagen bei 61 USD verzeichneten 13-Monatshoch. Die Kältewelle im Mittleren Westen der USA hat den Ölmarkt weiter fest im Griff. Mehr als 2 Mio. Barrel der täglichen US-Ölproduktion sind Schätzungen zufolge geschlossen, insbesondere im mit Abstand größten Ölförderstaat Texas. Dort liegen zwei große Schieferölvorkommen, darunter mit dem Permian Basin das mit Abstand größte. Allerdings scheinen die Auswirkungen auf den Raffineriebetrieb noch größer zu sein. Hier reichen die Schätzungen für die Ausfälle auf bis zu 3 Mio. Barrel pro Tag. So erklärt sich auch, warum die WTI-Terminkurve trotz der gravierenden Ausfälle der Ölproduktion gestern erstmals seit einem Monat in Contango gedreht ist, was auf eine reichliche Versorgung hindeutet. Auch der Export von Öl sowie von Agrarprodukten dürfte stark beeinträchtigt sein, da mit dem Houston Ship Channel auch eine wichtige Wasserstraße geschlossen werden musste. Im Zuge dessen stieg auch der Gasöl/Brent-Crackspread gestern zwischenzeitlich deutlich. Die US-Lagerdaten dürften in den kommenden 1-2 Wochen massiv verzerrt sein und eine Interpretation der Situation auf dem US-Ölmarkt nahezu unmöglich machen. Die heute Abend (API) und morgen Nachmittag (DOE) zur Veröffentlichung anstehenden Daten sind davon allerdings noch nicht betroffen. Gleiches gilt für die Zahlen zur US-Schieferölproduktion, die die US-Energiebehörde gestern Abend veröffentlicht hat. Demnach soll die Produktion aus den sieben größten Vorkommen im März den vierten Monat in Folge fallen und nur noch bei 7,5 Mio. Barrel pro Tag liegen, 410 Tsd. Barrel pro Tag weniger als im November. Allerdings revidierte die EIA wie schon vor einem Monat die Werte für die Vormonate nach oben, so dass das Ausgangsniveau, von dem der Rückgang erfolgte, höher liegt als zuvor unterstellt. Damit ist zumindest im nächsten Monat nicht zu rechnen. Dann dürfte es wegen der o.g. Produktionsausfälle zu einer erheblichen Abwärtsrevision der Februar-Produktion kommen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Dreifaches Unglück am Goldmarkt

Der Goldpreis bleibt unter Druck und ist gestern unter die psychologisch wichtige Marke von 1.800 USD je Feinunze gefallen. Das charttechnische Bild am Goldmarkt bleibt eingetrübt. Der mittelfristige Abwärtstrend könnte sich sogar beschleunigen, sollte das November-Tief von 1.765 USD nach unten durchbrochen werden. Ausschlaggebend ist die recht schwache Investorennachfrage, wobei die Positionierung der Großanleger am Goldmarkt schon seit dem Spätsommer historisch gesehen eher pessimistisch ist. Die Gold-ETFs melden zudem seit Wochen fast ununterbrochen Abflüsse. So sind deren Bestände allein gestern laut Bloomberg um über 38 Tonnen gefallen, wobei hier auch Nachmeldungen Eingang fanden. Zur ausgelassenen Stimmung an den Finanzmärkten, die die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen verringert, kommen die steigenden Renditen, die Gold als zinslose Anlage ebenfalls weniger attraktiv machen. Die 10-jährige US-Rendite ist gestern erstmals seit fast einem Jahr über 1,3% p.a. gestiegen. Im Sommer lag sie noch bei 0,5% p.a. Doch zeigt der Renditeanstieg auch höhere Inflationsrisiken auf, wobei sich sowohl die US-Politik als auch die Zentralbankvertreter davon noch wenig beeindrucken lassen. Vielmehr hat US-Präsident Biden im Hinblick auf das Konjunkturpaket deutlich gemacht, dass “größer besser ist”. Dem dreifachen Gegenwind aus Konjunkturoptimismus und daher geringerer Risikowahrnehmung, steigenden Zinsen und einem etwas stärkeren US-Dollar kann Gold zwar aktuell kaum Stand halten, so dass Gold daher vorerst unter Druck bleiben dürfte. Doch mittel- bis langfristig wird Gold als Sachwert und inflationssichere Anlage noch attraktiver. Denn die Realzinsen weltweit, die für den Goldpreis ausschlaggebend sind, sollten wegen der höheren Inflation auf der einen Seite und der massiven Anleihenkäufe der Zentralbanken auf der anderen Seite niedrig oder sogar negativ bleiben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Langfristig gute Nachfrageaussichten

Die Metallpreise verharren auf hohen Niveaus. Der gestern Nachmittag sich erholende US-Dollar hat zwar weitere Preisanstiege verhindert, ein nennenswerter Belastungsfaktor war er aber nicht. Kupfer handelt daher weiter um 8.400 USD je Tonne und Aluminium bei knapp 2.100 USD je Tonne. Eisenerz hat sich etwas auf 165 USD je Tonne verteuert. BHP, das weltgrößte Minenunternehmen, hat sich gestern im Rahmen seiner Halbjahresberichterstattung äußerst positiv zu den langfristigen Nachfrageaussichten für Industrierohstoffe geäußert und damit in dasselbe Horn gestoßen wie schon einige andere Marktteilnehmer in den Wochen zuvor. Manch einer sprach sogar von einem neuen Superzyklus. Laut BHP haben viele Regierungen in wichtigen Wirtschaftsnationen ein Bekenntnis zu mehr Wachstum und dem Kampf gegen den Klimawandel abgegeben. Das Bevölkerungswachstum, die Dekarbonisierung und steigende Lebensstandards würden demnach die Nachfrage nach Energieträgern, Metallen und Düngemittel in den nächsten Jahrzehnten treiben. In der kurzfristigeren Betrachtung stützt sich der Optimismus von BHP auf das Voranschreiten der Impfungen und der damit verbundenen Wirtschaftserholung sowie auf China. Dort sei die Rohstoffnachfrage weiterhin robust.

Unterdessen hat sich die Terminkurve von Kupfer, die schon seit Wochen in Backwardation ist, am vorderen Ende weiter versteilert. Der Spread zwischen dem Kassa-Preis und dem 3-Monats-Future hat sich auf 26 USD ausgeweitet, die höchste Differenz seit fünf Monaten. Dies deutet auf einen angespannten Kupfermarkt hin, sofern man kurzfristig Material braucht. Heute veröffentlicht das World Bureau of Metal Statistics seine Marktbilanzdaten für die Metalle. Der Kupfermarkt dürfte im letzten Jahr deutlich unterversorgt gewesen sein.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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