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Fragile EUR-Erholung

Fragile EUR-Erholung

Die Sorgen, dass die geldpolitischen Straffungsmaßnahmen der diversen Notenbanken weltweit die Konjunktur deutlich bremsen könnten, haben gestern den Finanzmärkten erneut zugesetzt. Konkret nehmen die Sorgen zu, dass die US-Wirtschaft aufgrund der aggressiven Zinserhöhungen der US-Notenbank in eine Rezession rutschen könnte.

Fed-Chef Jerome Powell trug gestern mit seinen Äußerungen nicht gerade zur Beruhigung bei. Während seiner Anhörung vor dem Senat antwortete Powell auf eine Frage zu dem Risiko einer US-Rezession, dass die Fed dies nicht wolle, aber dass dies sicherlich ein mögliches Resultat der strafferen Geldpolitik sei. Er sagte aber auch, dass die US-Wirtschaft gut gerüstet sei, um mit einer strafferen Geldpolitik zurechtzukommen. Allerdings sei ein “soft landing” der Wirtschaft eine Herausforderung.

Wir hatten an dieser Stelle bereits erwähnt, dass das strikte Vorgehen der US-Notenbank gegen die hohe Inflation nicht nur positiv ist für den USD, sondern dass es darauf ankommt, ob der US-Notenbank ein “soft landing” der Wirtschaft gelingt. Da aktuell zunehmend über ein “hard landing” spekuliert wird, kann der USD von den Fed-Zinserhöhungen bzw. den Erwartungen scheinbar nicht mehr profitieren. So hat EUR-USD in den letzten Tagen zugelegt.

Allerdings liefert die EZB-Politik auch nicht gerade Grund für EUR-Euphorie. Ja, die EZB hat den Lift-off für Juli in Aussicht gestellt. Weitere Zinserhöhungen dürften im Jahresverlauf folgen. Selbst Schritte um 50 Basispunkte sind mittlerweile recht wahrscheinlich. Aber alles in allem steht die EZB deutlich im Schatten der anderen Notenbanken, die schon längst aktiv geworden sind.

Vor diesem Hintergrund scheint mir die Erholung in EUR-USD fragil. Die Rezessionsgefahren mögen in den USA aufgrund der aggressiven Fed-Geldpolitik höher sein als in der Eurozone, wo die EZB noch Vollgas gibt. Die aktuell noch sehr expansive Geldpolitik der EZB bedeutet aber auch, dass sie deutlicher hinter der Kurve in Sachen Inflationsbekämpfung ist. Meiner Ansicht nach dürfte das Erholungspotenzial in EUR-USD daher erst einmal begrenzt sein.

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BoE kann Markt scheinbar noch nicht überzeugen

So richtig kann das Pfund von dem falkenhaften Schwenk der Bank of England (BoE), den sie im Rahmen ihrer Zinsentscheidung letzte Woche vollzogen hat, nicht profitieren. Dabei signalisierte die BoE, dass sie auf ihrer nächsten Sitzung Anfang August einen größeren Schritt vornehmen könnte, als die bisherigen 25 Bp je Sitzung. Und Chefvolkswirt Huw Pill sagte am Montag, dass die geldpolitischen Entscheidungsträger die Inflationsbekämpfung als wichtig erachten, selbst wenn diese zulasten der Konjunktur gehen würde.

Warum kann das Pfund also nicht zulegen? Möglicherweise liegt es daran, dass die Kommunikation der BoE in den letzten Monaten nicht gerade glücklich war. Klar, die Unsicherheit war und ist ungewöhnlich hoch, das spiegelte sich auch im Abstimmungsverhalten der BoE-Mitglieder wider, welches oft für Überraschungen gut war. Mal erschien die BoE taubenhaft, mal falkenhaft.

Dass der Devisenmarkt daher skeptisch ist und möglicherweise befürchtet, dass die BoE wieder in Richtung taubenhaft umschwenken könnte, sollten sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Abschwächung mehren, ist vor diesem Hintergrund durchaus verständlich.

Zudem wirkt die BoE im Vergleich zu manch anderen Notenbanken, die bereits jetzt schon um 50 Bp oder mehr pro Sitzung erhöhen, angesichts einer Inflationsrate von 9,1%, wie die gestrigen Datenveröffentlichungen gezeigt haben, immer noch recht zögerlich.

Ihre bisherigen Handlungen und Aussagen reichen scheinbar nicht aus, um das Pfund zu unterstützen. Ob sie weitere Überzeugungsarbeit leisten wird, ist offen. Wir bleiben jedenfalls vorerst noch skeptisch und sehen die Gefahr, dass die Zinsmärkte ihre Zinserwartungen zurückschrauben müssen. Dies dürfte das Pfund im Jahresverlauf weiter belasten.

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Da kann was kommen

NOK-Bullen wird in den letzten Monaten wirklich viel abverlangt, ich weiß. Die hohe Unsicherheit am Markt verhindert, dass sie ihre guten Argumente ausspielen kann. Aber nach wie vor bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, durchzuhalten.

Denn meines Erachtens stehen die Chancen gut, dass die Norges Bank heute den Leitzins nicht nur um 25, sondern um 50 Basispunkte erhöht und zusätzlich den Leitzinspfad anhebt, um eine straffere Gangart zu signalisieren. Eine Anpassung der Inflationsprognosen nach oben im neuen geldpolitischen Bericht könnte hierfür die Argumentationsbasis sein. Denn die Inflation war im Juni auf 5,7% gestiegen (Kernrate 3,4%) und damit auf Niveaus, die in den Prognosen vom letzten Geldpolitischen Bericht im März nicht erwartet wurden. Deshalb sehe ich Anpassungsbedarf bei den Inflationsprognosen der Norges Bank.

Die letzte Regionale Umfrage der Norges Bank zeigt zwar, dass die Unternehmen nach einem starken Frühjahr in der zweiten Jahreshälfte mit etwas geringerem Wachstum rechnen. Gleichzeitig rechnen sie aber auch mit noch stärker steigenden Löhnen.

Vor allem der Preis- und Lohndruck dürfte die Norges Bank dazu bewegen, schneller als zuvor signalisiert zu agieren, ganz im Sinne eines “Front Loading” der Zinserhöhungen. Aber auch die Krone, die angesichts des schlechten Marktsentiments seit April unter Abwärtsdruck steht und nach dem Geschmack der Notenbank nicht die fundamentalen Gegebenheiten widerspiegeln dürfte, gibt der Norges Bank zusätzlichen Spielraum für eine schnellere Vorgehensweise.

Ein Schritt von 25 Bp ist am Markt eingepreist. Beschränkt sich die Norges Bank hierauf, könnte die NOK sogar noch etwas unter Druck geraten, außer, die Notenbank hebt trotzdem den Zinspfad an und gibt ein falkenhaftes Statement ab. Sollte sie sich dazu durchringen, doch um 50 Bp zu erhöhen und den Zinspfad anzuheben, dürfte dies der NOK unter die Arme greifen und den Grundstein legen, dass mit dem Abklingen der Unsicherheit und Nervosität am Markt die NOK in der zweiten Jahreshälfte wieder stärker aufwerten kann.

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Hohe Inflation spricht für deutlich straffere Geldpolitik in Südafrika

Auch in Südafrika steigt der Preisdruck, wie die Datenveröffentlichungen gestern gezeigt haben. Mit 6,5% lag die Inflation im Mai über den Erwartungen und kletterte zudem über den oberen Rand des Inflationskorridors (3-6%).

Dies dürfte die Erwartungen am Markt schüren, dass die südafrikanische Notenbank (SARB) auf ihrer nächsten Sitzung im Juli noch stärker auf die Bremse treten und den Leitzins um 75 Bp anheben wird. Bereits auf ihrer letzten Sitzung im Mai hatte sie das Erhöhungstempo beschleunigt und den Zins um 50 Bp angehoben.

Diese Woche sagte Notenbankchef Lesetja Kganyago, dass es nichts gebe, was die Notenbank davon abhalten könne, eine Inflation in der Nähe des unteren Randes des Inflationskorridors anzustreben. Nachdem sich die Inflation noch weiter davon entfernt hat, spricht dies dafür, dass die SARB tatsächlich noch entschiedener die hohe Inflation bekämpfen wird.

Damit bleibt die stabilitätsorientierte Geldpolitik der SARB ein wichtiger Unterstützungsfaktor für den südafrikanischen Rand. Je mehr die Zinsen allerdings steigen, desto stärker dürften die Konjunktursorgen werden. Das könnte den Rand belasten, insbesondere in Phasen erhöhter Risikoaversion.

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