Rohstoffe

Finanzanleger kehren Gold und Silber den Rücken

Energie: Saudi-Arabien senkt Verkaufspreise, China importiert mehr Rohöl

Brent fällt zum Wochenauftakt auf 111,5 USD je Barrel. Der Ölmarkt reagiert damit nicht auf die Nachricht, dass sich die G7-Länder am Wochenende auf ein schrittweises Importverbot von russischem Öl verständigt haben. Diesen Schritt hatten die meisten G7-Länder ohnehin schon vollzogen. Auch Japan, das im letzten Jahr 4% seiner Ölimporte aus Russland bezog, will diese schrittweise auf null reduzieren, ohne allerdings einen konkreten Zeitplan dafür zu nennen. Saudi-Arabien senkte am Wochenende seine offiziellen Verkaufspreise (OSP) für Abnehmer in Asien deutlich. Diese müssen im Juni für Arab Light einen Aufschlag von 4,40 USD je Barrel gegenüber der Benchmark Oman/Dubai zahlen. Im Mai betrug dieser noch rekordhohe 9,35 USD. Die Preissenkung entsprach den Erwartungen einer Bloomberg-Umfrage von Ende April. Auch Abnehmer in Nordwest-Europa bekommen Arab Light im kommenden Monat etwas günstiger. Der Preisaufschlag gegenüber Brent wurde auf 2,1 USD je Barrel reduziert, verglichen mit 4,6 USD in diesem Monat. Für US-Kunden ändert sich dagegen nichts. Diese müssen weiterhin einen Aufschlag von 5,65 USD je Barrel gegenüber der dortigen Benchmark, dem Argus Sour Crude Index (ASCI) zahlen. Dass Saudi-Arabien zu besonders hohen Preiszugeständnissen gegenüber Asien bereit ist, könnte neben den zuvor besonders hohen OSP mit der Sorge vor Verlust von Marktanteilen zusammenhängen. So handelt russisches Öl der Sorte Urals weiterhin mit einem sehr hohen Preisabschlag von 24,5 USD gegenüber Brent, was es für asiatische Käufer interessant macht, die sich nicht den westlichen Sanktionen gegen Russland angeschlossen haben. Die Corona-Lockdowns in China haben sich im April noch nicht in den Rohölimporten niedergeschlagen. Diese stiegen sogar auf 10,5 Mio. Barrel pro Tag. Im März lagen sie noch bei 10,1 Mio. Barrel pro Tag. Offenbar haben die chinesischen Käufer die rekordhohen Preisabschläge für russisches Öl genutzt. So kamen im April laut dem auf die Verfolgung von Tankschiffen spezialisierten Unternehmen Vortexa 20% mehr Tankerladungen aus Russland in China an.

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Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Finanzanleger kehren Gold und Silber den Rücken

Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für April fiel auf den ersten Blick besser aus als erwartet: Es wurden 428 Tsd. Stellen neu geschaffen. Allerdings blieb die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat unverändert, trotz einer niedrigeren Partizipationsrate. Der Goldpreis war daher am Freitag leicht auf 1.885 USD je Feinunze gestiegen. Zum Wochenauftakt steht Gold allerdings bereits wieder unter Druck: Es fällt auf 1.870 USD zurück. Dabei wirken dieselben Belastungsfaktoren wie in den letzten Wochen: Der US-Dollar ist fest und die Anleiherenditen steigen weiter. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist mittlerweile auf 3,15% geklettert und hat dadurch auch die Realzinsen auf fast 0,3% mit nach oben gezogen. Seit zwei Wochen ziehen sich zudem die ETF-Anleger bei Gold zurück. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs haben letzte Woche erneut 12 Tonnen Abflüsse verzeichnet. Die spekulativen Finanzinvestoren kehren Gold laut der CFTC-Statistik ebenfalls weiter den Rücken. Sie haben ihre Netto-Long-Positionen jetzt drei Wochen in Folge reduziert, zuletzt um 16% auf knapp 68 Tsd. Kontrakte. Dies ist der niedrigste Wert seit drei Monaten. Über die Futures-Märkte wurden in den letzten drei Wochen damit 153 Tonnen Gold verkauft. Dies hat wohl mit dazu beigetragen, dass der Goldpreis in dieser Zeit um 100 USD bzw. 5% gefallen ist. Auch bei Silber haben sich die spekulativen Finanzinvestoren spürbar zurückgezogen. In den vergangenen drei Wochen haben sie ihre Netto-Long-Positionen sogar um 64% reduziert. Dabei wurden über den Futures-Markt rund 4.180 Tonnen Silber verkauft. Der Silberpreis ist in diesem Zeitraum um fast 3 USD bzw. 11% gefallen – also deutlich stärker als der Goldpreis.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T69LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SD3APKLongSilver Future Faktor: 7
SD3YJRShortSilver Future Faktor: -7
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Industriemetalle: China hat trotz Lockdown-Maßnahmen relativ viel Kupfer importiert

Die Metallpreise stehen auch zu Wochenbeginn unter Druck, nachdem sie schon am Freitag deutlich gefallen waren. Kupfer rutscht unter 9.300 USD je Tonne und damit den tiefsten Stand seit Mitte Dezember ab. Eisenerz gibt um 6% nach und fällt unter 130 USD je Tonne. Die chinesische Zollbehörde hat heute die vorläufigen Handelsdaten für April veröffentlicht. Darin werden die Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sichtbar. Bereits den zweiten Monat in Folge gab es insgesamt betrachtet kein Importwachstum, was die schwache Binnennachfrage widerspiegelt. Das Exportwachstum hat sich auf einen niedrigen einstelligen Wert verlangsamt, was wohl Ausdruck der Beeinträchtigungen durch die Lockdown-Maßnahmen ist. Betrachtet man sich allerdings den Handel mit Rohstoffen, so haben sich die Einschränkungen weit weniger bemerkbar gemacht. Gemäß Daten der Zollbehörde hat China im April 465 Tsd. Tonnen Kupfer importiert, nur 4% weniger als im Vorjahr. Gegenüber Vormonat war der Rückgang fast doppelt so hoch. Die Einfuhren von Kupfererz und -konzentrat sind im Vorjahresvergleich um knapp 2% auf 1,88 Mio. Tonnen gefallen. In den ersten vier Monaten des Jahres hat China sowohl mehr Kupfer als auch mehr Kupfererz und -konzentrat importiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Falle von Eisenerz fiel der Rückgang der Importe gegenüber Vorjahr mit fast 13% dagegen deutlicher aus (86 Mio. Tonnen). Auch nach den ersten vier Monaten lagen die Eisenerzeinfuhren merklich unter Vorjahr. Dies führen wir auf die weiterhin gedrosselte Stahlproduktion zurück, die in diesem Jahr laut Aussagen der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission unter dem schon niedrigeren Niveau des Vorjahres liegen soll.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3Q6SLongCopper FutureFaktor: 8
SD2TAUShortCopper FutureFaktor: -8
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Gold glänzt als sicherer Hafen und Inflationsschutz

Gold verzeichnete einen ausgesprochen guten Start in das Jahr 2022. Der Preis stieg im ersten Quartal um 6 Prozent, was dem stärksten Zuwachs seit dem zweiten Quartal 2020 und dem besten Jahresauftakt seit fünf Jahren entspricht.

Wie die weiteren Aussichten für das gelbe Edelmetall sind, lesen Sie in der Analyse.