Währung

Finale Runde der Brexit-Verhandlungen – Was können Anleger erwarten?

Brexit-Verhandlungen: Übertriebener Optimismus?

Heute startet die finale Runde der Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien. Wenn man sich die Entwicklung der Pfund-Wechselkurse in den letzten Tagen ansieht, könnte man den Eindruck gewinnen, es hätte Fortschritte gegeben. Zwar gab es von beiden Seiten zuletzt vorsichtig optimistische Töne, aber was hätte man auch sagen sollen, so kurz vor der letzten Verhandlungsrunde? An der Tatsache, dass das Binnenmarktgesetz der britischen Regierung, welches die Vereinbarung im Austrittsabkommen über die Grenze zwischen Irland und Nordirland aushebelt, die EU verprellt hat und sich beide Seiten in puncto irische Grenze und Fischereirechte nicht einig sind, hat sich nichts geändert. Nach wie vor fordert die EU, dass die britische Regierung das Binnenmarktgesetz zurückzieht und nach wie vor weigern sich die Briten, dies zu tun. Fraglich ist, ob die Tatsache, dass man sich in großen Schritten dem Jahresende nähert und damit dem Stichtag, an dem Großbritannien den EU-Binnenmarkt und die Zollunion verlassen soll, die Kompromissbereitschaft – wie wohl einige hoffen – erhöht. Auszuschließen ist dies nicht, aber das Risiko, dass es am Ende doch schiefgeht, dürfte in den letzten Wochen gestiegen sein. Der Devisenmarkt scheint eine etwas optimistischere Sicht zu haben. Dies birgt allerdings die Gefahr einer herben Enttäuschung, sollten die Verhandlungen diese Woche keine Fortschritte bringen. Auf der anderen Seite dürfte das Aufwertungspotenzial im Pfund begrenzt sein, insbesondere da ein echter Durchbruch bei den Verhandlungen wenig wahrscheinlich ist. Vielmehr könnte eine Art Einigung eher in Form von Teilkompromissen, Übergangslösungen oder ähnlichem erzielt werden, welche die Unsicherheiten über die künftigen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU möglicherweise nicht vollständig ausräumen können. In diesem Fall dürfte das Pfund nach der bereits erfolgten Aufwertung der letzten Tage nur noch wenig Potenzial für weitere Gewinne haben.

Unabhängig von den Brexit-Verhandlungen birgt die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie ein weiteres Risiko für das Pfund. Die Zahl der Neuinfektionen ist hoch, Corona-Beschränkungen wurden eingeführt und könnten weiter verschärft werden. Dies könnte die konjunkturelle Erholung dämpfen und letztlich die Bank of England (BoE) veranlassen, zu handeln. Zwar sagte gestern BoE-Mitglied Dave Ramsden, dass er den aktuellen Leitzins von 0,1% als Untergrenze ansieht. Dies spiegelt aber nicht unbedingt die Meinung der anderen Mitglieder wider. Grundsätzlich gehören laut BoE auch negative Zinsen in ihren Instrumentenkasten. Kommt es nicht bald zu einer Entspannung an der Corona-Front in Großbritannien, könnten Spekulationen über weitere expansive Maßnahmen und über negative Zinsen wieder zunehmen und das Pfund belasten.

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TV-Duell dürfte kaum Impulse für EUR-USD liefern

Für EUR-USD gab es gestern wenig Impulse. Die Anhörung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde vor dem EU-Parlament brachte nichts Neues. Sie wiederholte, dass die EZB bereit sei, alle ihre Instrumente anzupassen und dass sie die Entwicklung des Wechselkurses beobachtet. Auf der anderen Seite des Atlantiks gab es neue Meldungen im Zusammenhang mit einem weiteren Fiskalpaket. Bisher konnten sich Demokraten und Republikaner nicht einigen. Nun haben die Demokraten einen neuen Vorschlag präsentiert. Ob eine Einigung noch vor den US-Präsidentschaftswahlen Anfang November zustande kommt, darf allerdings bezweifelt werden.

In diesem Zusammenhang steht das heutige erste TV-Duell der beiden Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und Donald Trump im Fokus. Bislang konnten die US-Wahlen den USD nicht sonderlich bewegen. Ob das Duell heute etwas daran ändern kann, ist offen. Wir hatten bereits erläutert, dass unserer Meinung nach nicht die Frage, wer die Wahlen gewinnt, entscheidend für den USD ist, sondern vielmehr, ob Trump im Falle einer Niederlage das Ergebnis akzeptieren wird oder ob es zu einer längeren Hängepartie kommen wird. Diesbezüglich wird das heutige Duell wohl keine neuen Erkenntnisse bringen können, weshalb wir nicht erwarten, dass es EUR-USD groß bewegen wird.

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China: Weiter sinkende Wachstumsraten?

Ende Oktober wird ein neues Plenum der Kommunistischen Partei Chinas stattfinden, auf dem die Behörden wahrscheinlich Details des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) vorstellen werden. Es gibt zwei Bereiche, denen der Markt besondere Aufmerksamkeit widmen wird. Der erste ist die Frage, wie China den sogenannten “Dual Circulation”-Plan gestalten wird, der sich angesichts der ungünstigen geopolitischen Dynamik auf die innenpolitischen Entwicklungen konzentrieren wird. Der andere ist die Frage, ob China für die nächsten fünf Jahre ein numerisches Wachstumsziel festlegen wird, das für das Land entscheidend sein wird, um nicht in die sogenannte “middle-income trap” zu geraten. In den Medien wird spekuliert, dass die politischen Entscheidungsträger ein sichtbar niedrigeres Wachstumsziel für 2021-2025 akzeptieren werden, verglichen mit einem impliziten durchschnittlichen Wachstumsziel von etwa 6,5% im 13. Fünfjahresplan. Offensichtlich hat Covid-19 die Partei irgendwie verändert, was darauf hindeutet, dass die Unsicherheiten noch vor uns liegen. Angesichts all der Schwierigkeiten werden die chinesischen Behörden wieder ein Gleichgewicht zwischen allen internen und externen Dynamiken herstellen müssen, was wahrscheinlich bedeutet, dass ein flexibleres oder gar nicht angegebenes Wachstumsziel das wahrscheinlichste Ergebnis sein könnte. Für die chinesische Währung bedeutet dies auch, dass die weitere Entwicklung sehr viel unsicherer sein wird.

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