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Fed startet Countdown für den Lift-off

Die Fed hat nach ihrer Sitzung heute ein deutliches Signal einer bevorstehenden Zinserhöhung gegeben. Sie sieht jetzt alle Voraussetzungen als erfüllt an. Der Lift-off, also die erste Zinserhöhung, ist für die März-Sitzung zu erwarten. Zudem wurden Grundsätze für die Reduzierung der Bilanz veröffentlicht, auch wenn eine Entscheidung über Einzelheiten noch nicht getroffen wurde.

Vorankündigung einer Zinserhöhung

Die Fed hat heute erwartungsgemäß eine baldige Zinserhöhung angekündigt. Die Fed verwies in dem nach der Sitzung veröffentlichten Kommuniqué auf die über der 2%-Schwelle liegende Inflation und einen starken Arbeitsmarkt. Damit sieht die Fed die zuvor für einen Zinsschritt genannten Bedingungen als erfüllt an, den sie “bald” erwartet. Die Marktteilnehmer können damit eine Erhöhung der Leitzinsen für die nächste Fed-Sitzung am 15./16. März fest einplanen. Bis dahin bleiben die Leitzinsen in ihrem bisherigen Zielkorridor bei 0,00% bis 0,25%.

Zugleich bestätigte die Fed, dass sie die Netto-Anleihekäufe bis Anfang März einstellen will. Im Februar sollen noch einmal Anleihen für 30 Mrd Dollar gekauft werden. Die heutigen Entscheidungen fielen einstimmig.

… und Vorarbeiten zur Bilanzverkürzung

Die Fed hat außerdem Grundsätze für die Reduzierung der Bilanz der Fed veröffentlicht:

  • Der Leitzins ist das zentrale Instrument zur Anpassung des geldpolitischen Expansionsgrades.
  • Die Reduzierung der Bilanz wird erst beginnen, wenn der Prozess der Zinsanhebungen eingeleitet wird.
  • Wie beim letzten Mal soll die Reduzierung dadurch bewerkstelligt werden, dass die Zuflüsse aus fälligen Anleihen nicht vollständig reinvestiert werden. Dies soll erneut in einem geordneten, vorhersehbaren Prozess geschehen.
  • Langfristig will die Fed wieder primär US-Staatsanleihen in ihrem Portfolio halten. Aktuell hält die Fed neben den rund 5,7 Billionen Dollar an Staatsanleihen etwa 2,7 Billionen Dollar an hypothekengedeckten Anleihen (MBS).

Weitere Vorarbeiten auf der Pressekonferenz

Powell betonte auf der Pressekonferenz, dass der Arbeitsmarkt bemerkenswerte Fortschritte gemacht habe und nach Meinung der meisten Sitzungsteilnehmer Vollbeschäftigung erreicht sei. Zugleich hätte sich der Preisdruck in der Breite verstärkt. Die Wirtschaft bräuchte daher keine anhaltende monetäre Stimulierung mehr. Zugleich geht Powell davon aus, dass es einigen Spielraum zur Erhöhung der Leitzinsen gebe, ohne dass der Arbeitsmarkt dadurch Schaden nehme.

Laut Powell ist es der Fed sehr bewusst, dass die Wirtschaft in einer anderen Lage ist als beim letzten Zinszyklus, der Ende 2015 einsetzte. Die Wirtschaft ist jetzt viel stärker und die Inflation viel höher. Und daher, lässt sich zwischen den Zeilen lesen, wird die Fed auch rascher handeln. Wenn man Powell beim Wort nimmt, erhöht sich das Risiko, dass die Fed ein höheres Tempo bei den Zinsschritten einschlägt als erwartet oder sich unter Umständen auch zu größere Schritten gezwungen sieht. Darüber werden letztlich die Daten, vor allem die Preisdaten, entscheiden.

Über Timing und Tempo der Bilanzreduzierung sei noch nicht entschieden worden. Man werde darüber wohl noch mindestens eine weitere Sitzung nach der ersten Zinserhöhung – die Powell noch einmal sehr deutlich für den März in Aussicht gestellt hat – beraten.

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