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Fed-Sitzung: USD wird erneut beflügelt!

FOMC-Nachlese

Wie erwartet hat der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed gestern den Leitzinskorridor um 75 Basispunkte angehoben. Überraschend war eher die Änderung der “Dots” (der Projektion des zukünftigen Zinspfades durch die FOMC-Mitglieder selbst). Für Ende 2022 erwarten sie nun 4% bis 4½%, für Ende 2023 sogar 4¼% bis 5% (jeweils bereinigt um einzelne Ausreißer).

Jedoch konnte diese Prognose die Markterwartung bzgl. des zukünftigen Fed-Pfades kaum beeinflussen. Wenn Sie in der Abbildung unten nur eine gestrichelte Linie für die Markterwartungen vorgestern und gestern (nach dem FOMC) sehen, liegt’s daran, dass es quasi keine Änderung gab, die Linien also übereinander liegen.

Das wiederum liegt daran, dass der Markt grosso modo schon vor der gestrigen FOMC-Sitzung erwartet hatte, dass die Fed-Zinserhöhungen aggressiver ausfallen, als die Dots Mitte Juni angezeigt haben. Daher hat die Fed nur die Änderung vollzogen, die der Markt schon eingepreist hatte.

Auch Chair Jay Powells Pressekonferenz brachte keine neuen USD-positiven Argumente. Klar, Powell hörte sich so klar und entschlossen falkenhaft an, dass man als Europäer, der mit der EZB-Geldpolitik leben muss, vor Neid platzen könnte. Aber so hörte sich der Fed-Chair auch schon zu früheren Anlässen an. Also auch hier: aus Marktsicht nichts Neues.

Insgesamt rechtfertigen die gestrigen Nachrichten aus der Fed die gegenwärtige USD-Stärke, liefern aber kaum neue Argumente. Ich halte das immer noch für moderat USD-positiv. Schließlich hätte es auch anders kommen können. Powell musste einige Fragen zu einer hypothetischen zukünftigen Pause im Zinszyklus beantworten. Das hinzubekommen, ohne nicht denen Futter zu liefern, die seine Worte taubenhaft interpretieren wollen, war nicht leicht.

Anders gesagt: Die vergangenen falkenhaften Töne sind kaum zu toppen. Die Fed kann den Dollar zumindest nicht mehr massiv stärkerreden. Wer auf USD-Stärke setzt, muss schon auf andere hoffen. Auf Herrn Putin zum Beispiel. Aber das will man – zumindest, wenn man in Europa hockt – sicherlich auch nicht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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Der JPY zuckt, die BoJ nicht

Die Bank of Japan (BoJ) behielt ihre ultraexpansive Geldpolitik unverändert bei. Der Yen wertete daraufhin ab. Offensichtlich hatten doch einige am Devisenmarkt erwartet, dass die BoJ angesichts der ausufernden Yen-Schwäche zumindest vorsichtige Signale hinsichtlich einer Straffung senden könnte. Sie wurden enttäuscht.

Das Finanzministerium ließ verlauten, dass keine Interventionen stattgefunden haben, um die USD-JPY-Bewegung bei 145 zu stoppen. Allein die Androhung von Interventionen reicht also – noch – aus, um die Aufwärtsbewegung abzubremsen. Die Frage was passiert, wenn das nicht mehr der Fall ist, dürfte im Zentrum der anstehenden Pressekonferenz mit BoJ Gouverneur Haruhiko Kuroda heute Morgen stehen.

Einseitige Interventionen sind auf Dauer wenig erfolgversprechend, das hatte die BoJ in der Vergangenheit bereits schmerzhaft erfahren müssen. Sie könnten aber vielleicht ausreichen, der BoJ Zeit zu verschaffen, falls sie eine baldige Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik erwägt. Solange die geldpolitische Kluft zwischen Japan und dem Rest der Welt fortbesteht, bleibt ein schwächerer Yen fundamental gerechtfertigt; und die Motivation anderer Zentralbanken zu konzertierten Interventionen wohl gering.

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CHF bleibt Instrument im Kampf der SNB gegen die Inflation

Als letzte europäische Zentralbank wird sich heute auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) von Negativzinsen verabschieden. Es wird eine Zinsanhebung um 75 Bp. auf 0,5% erwartet.

Ausschlaggebend für die CHF-Entwicklung ist jedoch vor allem, was die SNB hinsichtlich ihrer Interventionsstrategie signalisiert. Im Juni hatte sie ja den Franken überraschend als nicht mehr hoch bewertet tituliert und eine asymmetrische Interventionspolitik in Aussicht gestellt, die eine CHF-Aufwertung beförderte.

Seit der Juni-Sitzung hat der Franken über 8% aufgewertet und ist damit der Top-Performer in diesem Zeitraum. Es gibt erste Anzeichen in den Import- und Produzentenpreisen, dass sich dies auch förderlich auf die Preisdynamik auswirkt.

Die SNB kann also auch weiterhin keine größere Abwertung des Franken zulassen, um unerwünschte inflationäre Effekte zu vermeiden. Wir erwarten deshalb, dass sie weiterhin eine Wechselkurspolitik signalisiert, die den Weg für weitere CHF-Stärke frei macht.

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Energiereichtum und Norges Bank stützen die NOK

Von der Norges Bank wird heute eine Zinserhöhung um 50 Bp. auf 2,25% erwartet. Angesichts einer Rekord-Kerninflationsrate von 4,7% im August und der 100 Bp.-Zinserhöhung der schwedischen Riksbank am Dienstag erscheint das fast schon bescheiden. Doch darf man die besondere Situation Norwegens nicht aus den Augen verlieren.

Die Norges Bank hatte im September 2021 als erste G10-Zentralbank angefangen, ihren Leitzins anzuheben und bereits gut vorgelegt. Gleichzeitig behält der Finanzminister die inflationären Risiken der Fiskalpolitik genau im Blick, auch mit dem Ziel den Zinserhöhungsbedarf der Norges Bank zu reduzieren, um die heimische Wirtschaft nicht übermäßig zu belasten. Die jüngsten monatlichen BIP-Daten und die Unternehmensumfrage der Norges Bank signalisieren bereits eine abkühlende Konjunkturdynamik.

Dennoch dürfte die Norges Bank heute keinerlei Zweifel an einer entschlossenen Inflationsbekämpfung lassen und weitere Zinserhöhungen signalisieren. Dies dürfte der NOK ausreichend Rückendeckung geben, zumal Norwegens Öl- und Gasreichtum dafür sorgt, dass die NOK von der Energiekrise in Europa tendenziell eher profitiert. Wir gehen daher davon aus, dass EUR-NOK in den kommenden Monaten wieder unter 10 fallen wird.

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