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Fed-Kommentare können USD nicht beflügeln

Der Markt glaubt den falkenhaften Fed-Kommentaren nicht

Gestern waren weitere falkenhafte Kommentare seitens Fed-Mitgliedern zu hören. Da es aber keine wirklich neuen Aussagen waren, konnte der USD nicht so richtig profitieren.

So versuchen die Fed-Mitglieder weiterhin vor allem Erwartungen zu dämpfen, dass die Fed im Verlauf des nächsten Jahres ihren Leitzins senken könnte. Stattdessen könnten die Zinsen länger auf dem Hochpunkt verharren, der irgendwann im nächsten Jahr erreicht werden dürfte. Wo dieser liegt, ist natürlich noch unklar. Am Markt wird ein Hochpunkt bei gut 5% erwartet, einzelne Fed-Mitglieder gaben zuletzt an, dass sie den Hochpunkt sogar noch etwas höher erwarten.

Tendenziell bekommen wir also weitere falkenhafte Kommentare von der US-Notenbank, diese reichen aber nicht aus, um die Zinserwartungen am Markt nennenswert anzupassen. Denn schließlich verweisen die Fed-Mitglieder auf die hohe Inflation und darauf, dass es noch nicht genug Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Inflationsrate nachhaltig zurückgeht. Die Fed will auf Nummer sicher gehen und nicht zu früh von ihrer sehr restriktiven Haltung abrücken.

Heißt aber auch, sollte die Inflation auch in den nächsten Monaten auf der Unterseite überraschen, könnte die Fed ihre Kommunikation allmählich anpassen und weniger falkenhafte Töne anschlagen.

Insofern prallen die jüngsten Kommentare der Fed mehr oder weniger am Markt ab. Denn es gilt abzuwarten, welche neuen Erkenntnisse die Datenveröffentlichungen in den nächsten Wochen liefern und inwiefern sich die Kommunikation der Fed dann eventuell ändern wird. Die aktuellen Aussagen der Fed darf man daher wohl nicht für bare Münze nehmen, denn sie könnten sich perspektivisch ändern. Eine klare Positionierung der Marktteilnehmer dürfte vor diesem Hintergrund erstmal schwerfallen.

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Der Haushaltsplan des britischen Finanzministers

Wollten die Brexiteers nicht einst Großbritannien zu einer Steueroase machen, quasi zu einer besonders groß geratenen Kanalinsel? LOL, davon ist nicht mehr viel übrig geblieben. Der Einkommenssteuer-Spitzensatz wird jetzt schon ab Einkommen von £125 Tsd. fällig, für Öl- und Gasfirmen wird die Steuer auf Sondergewinne höher ausfallen und länger fällig sein, Stromerzeuger werden extra zur Kasse gebeten.

Klar, freilich gab’s auch Goodies. Der Spitzensteuersatz wurde nicht angetastet, es fallen halt nur mehr Einkommen darunter. Und die Sonderabgabe auf Gewinne von Banken wurde deutlich reduziert. Nur dürfte der makroökonomischer Effekt solcher Goodies überschaubar bleiben.

Um was Positives zu sagen: Finanzminister Jeremy Hunt hat mit seinem Haushaltsplan nicht (wie sein Vorgänger) einen Kollaps des Pfundes ausgelöst, sondern ihm einfach nur so geschadet.

Was ich gestern bereits orakelt habe, wurde deutlich: Konjunkturell sieht’s für das Vereinigte Königreich übel aus. Hunt schätzt, dass sich die Wirtschaft bereits in diesem Augenblick in einer Rezession befindet und ist damit pessimistischer als der Median der Analysten. Für nächstes Jahr erwartet Hunt sogar ein Minus von 1,4% im UK-BIP (Median der Analysten: -0,5%). Dafür braucht die Insel keine Gaskrise.

Dass das Pfund sich gegenüber dem Euro gut halten konnte (gute GBP-USD-Performance ist aufgrund des USD-Absturzes keine Kunst), mag auch daran gelegen haben, dass viele glaubten, von einer zur Vernunft zurückgekehrten Fiskalpolitik sei ein weiterer Boost der UK-Währung zu erwarten.

Doch das blieb aus. Der Markt ist klug genug, fiskalische Vernunft als notwendige Voraussetzung für die Stabilität des Pfundes zu erachten und darüberhinaus die konjunkturelle Situation (und die Konsequenzen für die BoE-Geldpolitik) in die GBP-Bewertung einfließen zu lassen.

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War die Norges Bank zu voreilig?

Die Norges Bank hatte auf ihrer letzten Sitzung Anfang November mit einer kleineren Zinserhöhung um lediglich 25 Bp überrascht. Zwar wies sie auf die höher als erwartete Inflation im September hin, ausschlaggebend war für die Norges Bank dann aber, dass einige Preisentwicklungen dafür sprechen, dass die Inflationsrate künftig niedriger ausfallen könnte.

Im Oktober war hiervon allerdings noch nichts zu erkennen. Die Inflation überraschte nach oben und kletterte weiter auf 7,5%. Und auch die Kernrate stieg stärker als erwartet.

Die hohe Inflation hat zunehmend Auswirkungen auf die privaten Haushalte in Norwegen, wie die Quartalsumfrage der Norges Bank gestern gezeigt hat. Demnach erwarten die privaten Haushalte in einem Jahr eine Inflationsrate von 4,1%. Vor drei Monaten waren es noch 3,6%. In 2-3 Jahren wird mit einer Inflationsrate von 4,4% gerechnet, ebenfalls etwas mehr als zuletzt.

Scheinbar läuft die Norges Bank Gefahr, dass sich die Inflationserwartungen der Konsumenten aus der Verankerung lösen. Daher ist fraglich, ob die Norges Bank nicht doch ein wenig zu voreilig ihr Zinserhöhungstempo gedrosselt hat.

Zwar hat die Norges Bank signalisiert, dass sie im Dezember erneut um 25 Bp erhöhen könnte, aber ob das nach den jüngsten Daten zur Inflation ausreichen wird, dürfte am Markt infrage gestellt werden.

Insofern scheint es zunehmend Spekulationen zu geben, dass die Norges Bank im Dezember möglicherweise einen größeren Zinserhöhungsschritt vornehmen könnte.

Von derartigen Spekulationen konnte die norwegische Krone allerdings bislang nicht profitieren. Möglicherweise fehlt es an Schützenhilfe seitens der Norges Bank in Form von falkenhafteren Kommentaren. Solange es diese nicht gibt, dürfte es die Krone erstmal schwer haben.

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DAX-Tief erst im März 2023?

In der Vergangenheit markierte der DAX im März 2003, März 2009 und März 2020 jeweils Tiefpunkte infolge von Rezessionen. Zurzeit gibt es gemischte Signale: Ifo-Index, DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis und pessimistische Profi-Investoren sprechen für den Aktienkauf. Dagegen raten die immer restriktivere US-Geldpolitik und ambitionierte Gewinnmargen-Erwartungen, weiterhin abzuwarten. Der Bärenmarkt dürfte noch anhalten. Wiederholt sich also die Geschichte und Anleger sehen das DAX-Rezessionstief erneut im März?

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