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EZB: Zinssenkung, ja, nein, vielleicht?

EZB: Zinssenkung, ja, nein, vielleicht?

Eigentlich wurde bislang allgemein davon ausgegangen, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm erst im Dezember ausweiten werde, was die heutige Sitzung grundsätzlich uninteressant macht. Dies entspricht auch der Erwartung unserer Experten. Und natürlich, vieles spricht für ein Abwarten. Die Euroraum BIP-Daten beispielsweise, die morgen veröffentlicht werden und die voraussichtlich ein ordentliches Plus für das dritte Quartal ausweisen werden. Oder die freien Kapazitäten des PEPP- und APP-Programms, auf die auch einige Ratsmitglieder hinwiesen und die eine Ausweitung der Volumina nicht zwingend erforderlich machen.

Dennoch kann ich mir inzwischen vorstellen, dass sich der ein oder andere Marktteilnehmer enttäuscht zeigen wird, sollte die EZB heute ihre Geldpolitik tatsächlich unverändert belassen. Grund sind die seit einigen Tagen rasant steigenden Corona-Infektionsraten und damit einhergehend die Angst vor erneuten weitreichenden Lockdowns in zahlreichen europäischen Ländern. So hat selbst die schwedische Regierung, die in der ersten Viruswelle auf härtere Beschränkungen verzichtet hatte, zumindest für einige stärker betroffene Regionen mittlerweile Empfehlungen für die Einschränkung des öffentlichen Lebens ausgesprochen. Angesichts dieser Entwicklung dürfte der Markt mindestens darauf setzen, dass die EZB die Risiken für den Konjunkturausblick herausstellt und weitere Schritte für Dezember in Aussicht stellt.

Für den Euro ist in diesem Zusammenhang vor allem entscheidend, ob im nächsten Maßnahmenpaket auch eine Zinssenkung zu finden sein wird. Der Markt sieht weiterhin eine gute Chance für einen solchen Schritt, was wohl ein wesentlicher Grund dafür ist, dass EUR-USD seit September keine Luft über der 1,20-Marke mehr geschnuppert hat. Das wird auch erst einmal so bleiben, sollten die Notenbanker heute glaubhaft die Möglichkeit eines Zinsschrittes im Spiel halten. Nur, ewig wird der Markt dieses Spielchen nicht spielen. Irgendwann muss die EZB dann auch eine Zinssenkung liefern, damit der Euro nachhaltig gedeckelt bleibt. Und in diesem Punkt hegen wir nach wie vor erhebliche Zweifel und bleiben daher mittel- bis langfristig EUR-USD-bullish.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Bank of Japan hält Füße still, trotz Risiken

Die Bank of Japan beließ ihre Geldpolitik in ihrer heutigen Sitzung wie erwartet unverändert. Genügend Gründe für eine weitere Lockerung hätte sie natürlich, nur fehlen ihr die Möglichkeiten. So revidierte sie ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr von -4,7 auf -5,5%. Und auch wenn ihre Inflationsprojektionen nahezu unverändert blieben, so rechnet sie über die nächsten zwei Jahre mit einer Rate unter 1%, was weit weg ist von ihrem Ziel, die Inflation auf über 2% Überschießen zu lassen. Darüber hinaus gibt es aktuell genügend Abwärtsrisiken für ihren Ausblick. Die Notenbank weist selber auf die Ausbreitung des Virus nicht nur im eigenen Land, sondern auch im Ausland hin. Auch wenn die Infektionslage in Japan selber unter Kontrolle scheint, erweist sich die Erholung der Binnenwirtschaft als holprig, wie die Einzelhandelsdaten für September heute zeigten. Diese haben sich entgegen der Erwartung eines deutlichen Plus sogar leicht abgeschwächt zum Vormonat. Zum Teil wird dies auf den schwindenden Effekt der Soforthilfen an die Haushalte zurückgeführt. Dies könnte den Druck auf die Regierung erhöhen, noch bis Ende dieses Jahres weitere fiskalische Hilfen auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus hat sich der Ausblick für den Exportsektor Japans mit der zweiten Viruswelle und den teilweisen Lockdowns in Europa deutlich eingetrübt. Erschwerend hinzu kommt auch der Yen, der seit September sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Euro zugelegt hat. Und hier zeichnet sich so schnell auch keine Trendwende ab, zumindest solange sich die BoJ nicht etwas einfallen lässt, wie sie ihre Geldpolitik doch noch expansiver gestalten kann.

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CNY: „Ergebnisdenken“

Die Dynamik des offiziellen CNY-Index könnte helfen, die jüngsten Änderungen im Tonfall der Zentralbank etwas besser nachzuvollziehen. Tatsächlich nähert sich der offizielle CNY-Index seinem höchsten Wert seit zwei Jahren. Auch wenn die chinesischen Behörden eine vergleichsweise starke Währung möglicherweise nicht missbilligen, stößt ein Überschießen eindeutig auf keine Gegenliebe. Das hat zwei Gründe: Zunächst schadet eine übermäßig starke Währung Exporten und Wachstum. Außerdem könnte ein Überschießen bedeuten, dass sich der Markt bereits äußerst einseitig positioniert hat. In diesem Fall käme es bei einer Korrektur zu einem erheblichen Volatilitätsausschlag. Folglich werden die chinesischen Währungshüter den CNY-Index derzeit überwachen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Hierin spiegelt sich das typische „Ergebnisdenken“ der chinesischen Politik wider.

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CU97XBCallUSD/CNHHebel: 8,5
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