Rohstoffe

EZB im Fokus des Goldmarktes

Energie: Produktionsausfälle im Golf von Mexiko und nun auch in Libyen

Die Ölpreise legten gestern um mehr als 1 USD zu und machten damit die Verluste des Vortages wieder vollständig wett. Brent erreichte fast 73 USD je Barrel, WTI näherte sich der Marke von 70 USD. Zwar haben sich die Preise von diesen Niveaus inzwischen wieder etwas entfernt. Ein neuerlicher Anstieg ist aber durchaus wahrscheinlich. Denn die Meldungen über Angebotsausfälle reißen nicht ab. Im Golf von Mexiko sind laut der zuständigen US-Behörde BSEE nach wie vor rund drei Viertel der dortigen US-Ölproduktion lahmgelegt, was einem täglichen Produktionsverlust von 1,4 Mio. Barrel entspricht. Damit kommt die Normalisierung der Produktion nach Hurrikan Ida weiterhin deutlich langsamer voran als nach Hurrikan Katrina vor 16 Jahren, als zu diesem Zeitpunkt 40% der Produktion wiederhergestellt waren. Die länger anhaltenden Produktionsausfälle veranlassten die US-Energiebehörde dazu, ihre Prognose für die US-Ölproduktion im Golf von Mexiko nach unten zu revidieren. Für September rechnet sie mit einer tagesdurchschnittlichen Produktionsmenge von 1,2 Mio. Barrel, nach 1,5 Mio. Barrel im August und 1,8 Mio. Barrel im Juli. Im vierten Quartal soll die Produktion im Durchschnitt wieder bei 1,7 Mio. Barrel pro Tag liegen, also noch immer etwas unterhalb des Niveaus, das vor dem hurrikanbedingten Rückgang erreicht wurde. Für die gesamte US-Rohölproduktion in diesem Jahr erwartet die EIA nun einen Rückgang um 200 Tsd. Barrel pro Tag (bislang -160 Tsd.). Mit den Ausfällen im Golf von Mexiko ist es aktuell aber nicht getan. Seit gestern werden in Libyen zwei wichtige Ölhäfen durch Proteste lahmgelegt. Die libysche Ölproduktion könnte daraufhin laut Angaben eines Offiziellen in den kommenden Tagen um bis zu 800 Tsd. Barrel pro Tag fallen. Bei den Protesten geht es u.a. um einen Machtkampf zwischen dem neuen Ölminister des Landes und dem bislang für die Ölpolitik zuständigen Chef der staatlichen Ölgesellschaft NOC. Dieser soll auf Geheiß des Ölministers abgesetzt werden, was er allerdings ablehnt. Damit scheint die über ein Jahr währende Ruhe in Libyen vorbei zu sein, die zu einer Stabilisierung der libyschen Ölproduktion in den letzten Monaten bei knapp 1,2 Mio. Barrel pro Tag beigetragen hatte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T46LongOil Brent Future Nov 2021Faktor: 2
SB3T7VShortOil Brent Future Nov 2021Faktor: -2
SB3T5XLongOil WTI Light Future Faktor: 4
SD265JShortOil WTI Light FutureFaktor: -4
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: EZB im Fokus des Goldmarktes, Platinmarkt 2021 im Überschuss

Gold fiel gestern im Zuge eines festeren USD auf gut 1.780 USD je Feinunze zurück und hat sich davon nur teilweise wieder erholt. Am Morgen handelt Gold bei rund 1.790 USD. Heute richtet sich der Fokus des Goldmarktes auf die EZB-Sitzung. Wir erwarten keine grundlegenden Neuigkeiten zur zukünftigen Geldpolitik. Die EZB dürfte bekannt geben, wie hoch die Anleihekäufe im Rahmen des PEPP-Notfallkaufprogramms im nächsten Quartal sein werden. Eine mögliche Reduktion der Kaufvolumina stellt laut Meinung unserer Volkswirte aber kein sogenannten Tapering dar und sollte daher nicht überbewertet werden. Sollte der Markt geringere Anleihekäufe allerdings als Tapering fehlinterpretieren, könnte der Euro auf- und entsprechend der US-Dollar abwerten. Davon würde dann wohl auch Gold profitieren und möglicherweise die Marke von 1.800 USD in Angriff nehmen.

Der World Platinum Investment Council (WPIC) hat heute seine neuen Prognosen zum Platinmarkt veröffentlicht. Der WPIC rechnet nun für das laufende Jahr mit einem Angebotsüberschuss von 190 Tsd. Unzen. Bei seiner bisherigen Prognose ging er von einem Defizit von 158 Tausend Unzen aus. Im letzten Jahr wies der globale Platinmarkt noch ein rekordhohes Defizit von 883 Tsd. Unzen auf. Wichtigste Gründe für den Angebotsüberschuss sind eine deutlich höhere Minenproduktion, die in diesem Jahr auf gut 6 Mio. Unzen steigen und damit 22% höher sein soll als 2020, sowie eine deutlich geringere Investmentnachfrage. Erreichte diese im letzten Jahr noch ein Rekordniveau von 1,55 Mio. Unzen, so soll sie 2021 nur noch 521 Tsd. Unzen betragen. Das sind zudem gut 200 Tsd. Unzen weniger als bei der vorherigen Prognose vom Mai. Überraschend kommt dies nicht, da die Platin-ETFs seither Netto-Abflüsse von rund 170 Tsd. Unzen verzeichneten. Die Prognose für die Nachfrage aus der Automobilindustrie revidierte der WPIC trotz der anhaltenden Probleme wegen Chipmangels dagegen nur geringfügig auf 2,9 Mio. Unzen nach unten. Auch dies hatte sich bereits angedeutet.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ULongGold Future Dec 2021Faktor: 3
SB3T9SShortGold Future Dec 2021Faktor: -3
SB3T41LongPlatinum Future 2021Faktor: 2
SB3T7YShortPlatinum Future 2021Faktor: -2
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Eisenerzpreise auf Achterbahnfahrt

Die Eisenerzpreise fahren derzeit Achterbahn – sowohl auf Sicht der letzten Monate als auch auf die der letzten Tage. Zunächst war der meistgehandelte Futures-Kontrakt an der SGX in Singapur seit Mitte Juli über fünf Wochen hinweg um fast 40% eingebrochen. Anschließend hatte er sich um gut 20% erholt, nur um kurz darauf diese Gewinne vollständig wieder abzugeben. Und auch diese Woche ging es schon heiß her: Auf einen Preisrutsch von 8,3% am Montag folgte am Dienstag ein Anstieg um 4,2%. Diese Gewinne wurden gestern allesamt aber wieder abgegeben und der Preis ist auf 131 USD je Tonne zurückgefallen. Im Zuge dessen ist die historische 30-Tage-Volatilität auf den höchsten Stand seit 5½ Jahren gestiegen. Sie ist aktuell mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Zu Wochenbeginn hatte der Verband der chinesischen Eisen- und Stahlhersteller (CISA) verlauten lassen, dass Chinas Eisenerzproduzenten ihre heimische Produktion bis zum Jahr 2025 (dem Ende des aktuellen 5-Jahresplans) um über 100 Mio. Tonnen ausweiten wollen. Die Behörden würden demnach Wege prüfen, die lokale Eisenerzproduktion zu unterstützen. Bislang hätten Umwelt- und Sicherheitsbedenken sowie hohe Kosten und Steuern eine höhere heimische Produktion verhindert. Zudem sollen die chinesischen Unternehmen zur Erschließung von Eisenerzvorkommen im Ausland ermutigt werden. Selbst wenn die chinesischen Produzenten diese Pläne erfolgreich umsetzen sollten, muss sich dies unseres Erachtens nicht unbedingt in deutlich niedrigeren Eisenerzimporten niederschlagen, denn der Eisengehalt in Chinas Vorkommen ist relativ gering. Vorgestern wurden die Preise schließlich durch die überraschend hohen Eisenerzimporte Chinas unterstützt. Auch waren im Markt Sorgen aufgekommen, dass die weltgrößten Eisenerzhersteller ihre jährliche Produktionsprognose wegen Corona-Restriktionen verfehlen könnten.

Smart denken – clever handeln: Haben Sie das Zeug zum “Trader 2021”?

Machen Sie mit beim große Börsenspiel Trader. Beweisen Sie Ihr Können an der Börse: Sie starten mit zwei fiktiven Depots, die jeweils mit 100.000 Euro Spielgeld ausgestattet sind. Ziel ist es, durch den Handel von Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten den höchsten Depotwert von allen Teilnehmern zu erreichen. Hauptpreis ist ein Jaguar I-PACE!

Jetzt anmelden!