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EZB-Ausstiegssignal? Fehlanzeige!

EZB-Entscheidung kein Grund für Eurostärke

Viele Zentralbanken denken darüber nach, ihre expansiven Maßnahmen angesichts der Öffnungen der Wirtschaft und der guten Erholung allmählich zurückzufahren. Wer das von der EZB heute erwartet, dürfte daneben liegen. Zwar gab es auch aus den Reihen der EZB zuletzt schon Kommentare zu unerwünschten Nebeneffekten der Geldpolitik, sollte zu lange an den Notfallmaßnahmen festgehalten werden. Aber die Tauben im EZB-Rat dürften weiterhin die Oberhand behalten. Sie betonen nach wie vor, dass ein zu später Ausstieg aus dem PEPP deutlicher weniger gefährlich für die Wirtschaft ist als ein zu früher, und weisen gleichzeitig auf die hohe Unsicherheit bei den Prognosen für Wirtschaft und Inflation hin.

Eine Erhöhung der PEPP-Käufe steht sicherlich nicht auf der Agenda, aber die Entscheidung, ob das Kaufvolumen unverändert fortgeführt oder etwas zurückgefahren wird, dürfte getroffen werden. Da sich die Tauben im Rat aller Voraussicht nach erneut durchsetzen werden, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die EZB erneut „umfangreiche“ Käufe signalisiert. Und damit gibt es dann auch keinen Grund für Eurostärke, denn die EZB wird sich im Gegensatz zu anderen Zentralbanken unverändert expansiv präsentieren.

Wahrscheinlich reicht’s noch nicht

Die US Inflationsdaten für Mai werden heute erneut einen kräftigen Preisanstieg zeigen. Im Vergleich zum Vorjahr rechnet der Markt mit 4,7%, ebenso wie unsere Experten. Ob der Dollar auf ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen aber sehr stark zulegen kann, wage ich zu bezweifeln. Denn der durchwachsene Mai-Arbeitsmarktbericht von letzter Woche wirkt noch nach und hat die Erwartungen etwas gesenkt, dass sich die Fed schon nächste Woche etwas eindeutiger zu Taper-Plänen äußern könnte.

Um dem Dollar so kurz vor dem FOMC-Meeting noch einmal einen kräftigen Aufwärtsschub zu verpassen, müssten die CPI-Daten heute schon deutlich nach oben überraschen und im Bereich von 5% liegen. Dafür wird’s wahrscheinlich aber nicht reichen. Zumal nicht eindeutig ist, wie sich Fed Chef Jerome Powell nächste Woche zu einer möglichen Taper-Diskussion äußern wird. Die Anzeichen und Stimmen mehren sich, dass es bald notwendig werden könnte, diese Diskussion zu starten, gleichzeitig möchte die Fed sicherlich nicht zu früh auf mögliche Fehlsignale agieren (schließlich sind die Preissteigerungen derzeit zum Großteil Basiseffekten geschuldet) und damit die Erholung abwürgen. Solange die Datenkonstellation nicht eindeutiger ist, wird sich Powell deshalb auch mit eindeutigen Aussagen zurückhalten.

Infolgedessen kann ich mir vorstellen, dass es dem Dollar auf kurze Sicht an kräftigen Aufwärtsimpulsen erst noch einmal fehlt, aber dass es auch keine Gründe für höhere EUR-USD Notierungen gibt, da die EZB unverändert expansiv bleiben wird. Der Bereich von 1,2250-1,2300 dürfte deshalb in EUR-USD das Ende der Fahnenstange sein.

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Norwegische Krone bleibt gefragt

Die Datenlage in Norwegen blieb zuletzt gemischt, aber es gibt Anlass für Optimismus. Das BIP für das Festland verzeichnete im April zwar nur ein leichtes Wachstum, nachdem es im 1. Quartal gesunken war, denn das Wachstum litt weiterhin unter strengen Covid-Restriktionen. Mitte April wurde aber die erste Phase des Plans der Regierung zur Wiedereröffnung Norwegens umgesetzt. Der Ausblick ist deshalb gut, wie die Regionale Geschäftsumfrage der Norges Bank zeigt: die Öffnung der Wirtschaft lässt den Optimismus unter den Unternehmen kräftig steigen.

Strenge Reisebeschränkungen haben dazu beigetragen, dass der Arbeitskräftemangel und die Kapazitätsengpässe bis zum Frühjahr zugenommen haben. Die Unternehmenerwarten für die Zukunft deshalb ein beträchtliches Wachstum sowohl bei der Beschäftigung als auch bei den Investitionen. Die Schätzung für das jährliche Lohnwachstum im Jahr 2021 wurde von 2,3 % im Februar auf 2,7 % nach oben korrigiert, was die Norges Bank sicherlich genau zur Kenntnis nehmen wird. Grund genug für sie, an ihren Plänen für erste Zinserhöhungen zum Jahresende festzuhalten.

Die Inflationszahlen für Mai, die heute veröffentlicht werden, sind da nur das Tüpfelchen auf dem i. Die Gesamtrate liegt weiterhin deutlich über dem Inflationsziel von 2%, aber die Norges Bank rechnet sowieso mit abnehmendem Preisdruck im Jahresverlauf, nicht zuletzt aufgrund der seit Herbst letzten Jahres aufwertenden Krone.

Aufgrund des allgemein positiven Ausblicks wird die Norges Bank auf der Sitzung nächste Woche unverändert signalisieren, dass sie den Leitzins zum Jahresende anhebt. Dabei kann sie sich noch Zeit lassen mit der Entscheidung, ob dies schon im September oder erst im Dezember der Fall sein wird. Die Krone, die zuletzt unter Daten, die hinter den Erwartungen zurückblieben, gelitten hatte, dürfte weiter gefragt bleiben. Damit EUR-NOK aber nachhaltig unter die 10-Marke fällt, müsste sich die Norges Bank nächste Woche deutlich restriktiver anhören und sogar schnellere Zinserhöhungen signalisieren.

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Die schwedische Krone tut sich schwer mit weiteren Gewinnen

Zwar kann auch die Riksbank nicht leugnen, dass die schwedische Wirtschaft vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen ist und sich weiter gut erholt. Aber trotzdem ist sie beim Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik im Vergleich zu anderen Zentralbanken zögerlich. Sie wird lediglich wie geplant ihr Anleihekaufprogramm zum Jahresende auslaufen lassen.

Seitens der Inflation besteht ebenfalls kein akuter Handlungsbedarf. Sie ist aufgrund von Basiseffekten zwischenzeitlich auf 2,5% (April) gestiegen, dürfte aber nun allmählich nachgeben, wie die Daten für Mai heute belegen dürften. Die Riksbank rechnet sowieso mit einem Rückgang der Inflationsrate, sobald die Verzerrungen im Zuge der Krise 2020 auslaufen, und dann erst auf mittlere Sicht mit einem langsamen Anstieg in Richtung des Inflationsziels von 2% (wie übrigens auch die Inflationserwartungen andeuten).

Die Riksbank schaut durch den temporären Anstieg der Inflationsrate hindurch und wird vermeiden wollen, zu früh zu agieren, denn zu tief sitzt das Deflationstrauma von 2010. Außerdem möchte sie vermutlich ungern durch restriktive Signale der Krone, die einer der großen Gewinner nach der Krise im März 2020 war, zusätzlichen Aufwärtsschub geben. Schließlich wirkt die stärkere Krone bereits inflationsdämpfend.

Solange die Riksbank in der nächsten Zeit keine eindeutigen Signale gibt in Richtung eines Ausstiegs aus der expansiven Geldpolitik, dürfte die Krone sich mit starken Gewinnen schwertun. Die 10-Marke in EUR-SEK dürfte deshalb weiterhin Unterstützung bieten.

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CNY: Handelskonflikt zwischen den USA und China

Der chinesische Handelsminister Wang Wentao telefonierte heute mit seiner US-Amtskollegin Gina Raimondo. Laut chinesischen Medien stehen Wang und Raimondo seit Mai in häufigem Kontakt. China erklärte hierzu, dass die beiden Minister den wirtschaftlichen Dialog und Austausch zwischen China und den USA für äußerst wichtig halten und sich darauf verständigten, eine „gesunde“ Entwicklung des Handels und eine Zusammenarbeit bei Investitionen zu fördern und Differenzen „ordnungsgemäß“ auszuräumen.

Zwischen China und den USA kam es jüngst zu einigen hochrangigen Gesprächen. Dabei scheint es, als ob beide Seiten gegenwärtig stärker auf Handelsfragen fokussiert sind. Dem Vernehmen nach wird die Biden-Administration eine „Einsatztruppe“ (strike force) einrichten, um gegen Chinas unlautere Handelspraktiken vorzugehen und US-Lieferketten zu stärken.

Es liegt auf der Hand: Da der Phase-1-Handelsdeal schnurstracks auf die 2-Jahres-Deadline (Ende 2021) zusteuert und die Standpunkte noch immer weit auseinanderlaufen, bleibt die Unsicherheit im Handelsbereich erhalten.

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