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Euroraum – Rezession, aber kein Einbruch

Die Einkaufsmanagerindizes für November senden eine zweigeteilte Botschaft. Der unverändert niedrige Index für den Dienstleistungssektor, das verlässlichste Konjunkturbarometer für den Euroraum, stützt die Erwartung einer bevorstehenden Rezession. Auf der anderen Seite macht der Anstieg des Index für die Industrie Hoffnung, dass diese nicht allzu schwer ausfallen wird.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die Daten: Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor lag im November unverändert bei 48,6. Einen so niedrigen Wert gab es zuletzt im Februar 2021. Damals hatten die Corona-Maßnahmen die Euro-Wirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt. Der Index für das verarbeitende Gewerbe legte dagegen unerwartet um 0,9 Punkte auf 47,3 zu. Die vorab befragten Volkswirte hatten einen Rückgang auf 46,0 erwartet (Tabelle 1).

Unsere Interpretation: In der Summe deuten die Stimmungsindikatoren unverändert auf eine Rezession im Euroraum. Hiervon ist in den harten Daten aber bislang wenig zu sehen. Auch im Schlussquartal dürfte beim Wirtschaftswachstum eine schwarze Null stehen. Dennoch würden wir angesichts des sich deutlich eingetrübten wirtschaftlichen Umfeldes nicht gegen die Stimmungsindikatoren wetten.

Die EZB hat ihre Leitzinsen im Verlauf des Jahres um 150 Basispunkte angehoben. Für die Sitzung im Dezember erwarten wir eine weitere Zinserhöhung von 50 Basispunkte. Zusätzlich leidet die Wirtschaft im Euroraum unter dem Energiepreisschock. Der massive Anstieg der Energiepreise hat tiefe Löcher in die Kassen der privaten Haushalte gerissen. Darüber hinaus wird die Produktion einiger Güter zumindest vorübergehend unrentabel, weil die Hersteller die höheren Energiekosten nur eingeschränkt an ihre Kunden weitergeben können. Viele Unternehmen haben bereits begonnen, ihre Produktion herunterzufahren.

Zwar haben viele Regierungen Hilfen für ihre Bürger und Unternehmen beschlossen, um die Folgen der gestiegenen Energiepreise abzufedern. Und auch die Probleme bei den Lieferketten scheinen ihren Hochpunkt überschritten zu haben. Die Unterkomponente Lieferzeiten des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe liegt wieder im Normalbereich. Doch diese positiven Effekte werden wohl nicht verhindern können, dass die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte leicht schrumpft.

Darüber hinaus zeigen die Komponenten des Einkaufsmanagerindex für die Einkaufs- und Verbrauchspreise im verarbeitenden Gewerbe, dass der Inflationsdruck nachzulassen scheint.

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DAX-Tief erst im März 2023?

In der Vergangenheit markierte der DAX im März 2003, März 2009 und März 2020 jeweils Tiefpunkte infolge von Rezessionen. Zurzeit gibt es gemischte Signale: Ifo-Index, DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis und pessimistische Profi-Investoren sprechen für den Aktienkauf. Dagegen raten die immer restriktivere US-Geldpolitik und ambitionierte Gewinnmargen-Erwartungen, weiterhin abzuwarten. Der Bärenmarkt dürfte noch anhalten. Wiederholt sich also die Geschichte und Anleger sehen das DAX-Rezessionstief erneut im März?

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