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Aktien New York: Anleger lassen wieder Vorsicht walten

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Kursrekorden in der vergangenen Woche sind Anleger etwas vorsichtiger in die neue Börsenwoche gegangen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab am Montag um 0,50 Prozent auf 26 786,61 Punkte nach. Am Mittwoch wird Fed-Chef Jerome Powell Abgeordneten zur Geldpolitik Rede und Antwort stehen. Sollte der oberste Notenbanker der USA die Zinsfantasien von Investoren bremsen, könnten diese enttäuscht reagieren und die Börsen wieder nachgeben.

Für den marktbreiten US-Aktienindex S&P 500 ging es um 0,57 Prozent auf 2973,23 Punkte nach unten. Der Index hatte am Mittwoch den Sprung über die Marke von 3000 Punkten nur denkbar knapp verpasst. Der Nasdaq 100 als Auswahlindex der Technologiewerte gab mit 0,89 Prozent auf 7771,81 Punkte etwas stärker nach. Technologieaktien gelten als besonders konjunktursensibel und somit als vergleichsweise risikoreich.

"Vor dem Statement des Fed-Chairmans Powell dürften sich Aktien mit weiteren Gewinnen schwer tun", prognostizierte Analyst Edward Moya vom Broker Oanda. Die Märkte seien zwar nach wie vor zuversichtlich, dass die Notenbank die Zinsen senke. Nach dem starken Arbeitsmarktbericht vom Freitag rechneten aber einige Akteure damit, dass die Senkungen nicht so stark ausfielen wie zuvor erwartet.

Auf der Unternehmensseite kommen Boeing-Anleger nicht zur Ruhe: Die Papiere fielen um 1,6 Prozent, nachdem der Flugzeugbauer für den Mittelstreckenjet 737 Max den ersten Kunden an den europäischen Rivalen Airbus verloren hatte. Der saudi-arabische Billigflieger Flyadeal will künftig mit einer reinen Airbus-Flotte unterwegs sein. Die Gesellschaft wird den bereits bestehenden Vorvertrag über bis zu 50 Jets der 737-Max-Reihe nicht festzurren. Die Mittelstreckenflugzeuge der 737-Max-Serie müssen nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten seit Mitte März weltweit am Boden bleiben. Zuletzt kosteten die Boeing-Aktien rund 350 US-Dollar. Zum Vergleich: Anfang März waren es noch 446 Dollar gewesen.

Papiere des Chemiekonzerns Dow wurden von gesenkten Jahreszielen von BASF in Mitleidenschaft gezogen und verloren 0,8 Prozent.

Der US-Chiphersteller Broadcom hat Insidern zufolge die Finanzierung der Übernahme des Sicherheitssoftware-Spezialisten Symantec inzwischen gesichert. Mit dem Vernehmen nach etwa 22 Milliarden Dollar komme der Deal wohl deutlich teurer als zunächst gedacht, sagte Analyst Stacy Rasgon von der Investmentbank Bernstein. Allerdings fielen wohl auch die angestrebten Synergien mit 1,5 Milliarden Dollar klar höher aus. Aktien von Symantec stiegen um 3,4 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Broadcom fielen hingegen um 2,6 Prozent.

Für den Mitte Juni an die Börse gegangenen Spezialisten für Cybersicherheit, CrowdStrike, meldeten sich nun zahlreiche Experten mit ersten Handlungsempfehlungen zu Wort. Überwiegend fiel ihr Votum positiv aus. Die Speerspitze bildet Sterling Auty von JPMorgan mit seinem Kursziel von 100 Dollar. CrowdStrike-Aktien gewannen 3,5 Prozent.