Währung

Euro: Lockdown oder kein Lockdown, das ist hier die Frage

Besorgniserregendes Infektionsgeschehen in Europa

Einen wirklichen Auslöser für den Rutsch in EUR-USD gab es gestern nicht. Allerdings lassen sich genügend Argumente für niedrigere Notierungen finden. Allen voran das Infektionsgeschehen in Europa. In zahlreichen Ländern wird angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen bereits wieder über die Notwendigkeit eines Lockdown diskutiert. Wegen der wirtschaftlichen Konsequenzen schrecken jedoch die meisten Regierungen vor einem solchen Schritt verständlicherweise zurück. Noch besteht zudem die Hoffnung, dass gezielte Beschränkungen die Virusausbreitung eindämmen können. Sollte sich der Infektionstrend fortsetzen, dürfte diese Hoffnung aber zweifellos schwinden und EUR-USD würde weiter an Boden verlieren. Schließlich würde es danach aussehen, dass die USA, die bei ihrer zweiten Viruswelle einen weitreichenderen Lockdown vermeiden konnten, die Pandemie doch erfolgreicher bekämpfen als Europa.

Dennoch würde ich auch in einem solchen Szenario vor zu viel USD-Euphorie warnen. Noch ist die Pandemie schließlich nicht überwunden. Und wie die vorerst eingestellten Versuche mit einem Antikörper-Cocktail seitens eines US-Pharmaunternehmens gestern bewiesen, scheint der Weg zu einem Impfmittel noch lang zu sein. Auch in den USA steigt die Infektionsrate zudem wieder. Das Blatt kann sich also schnell wieder wenden.

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Hiobsbotschaften von der britischen Wirtschaft

Die Arbeitsmarktdaten waren ein herber Schlag für das Pfund gestern. Sie wiesen einen deutlich stärkeren Anstieg in der Arbeitslosenquote im August aus als erwartet. Schon die BIP-Zahlen für das zweite Quartal waren katastrophal ausgefallen, da sie zeigten, dass die britische Wirtschaft einen der stärksten Rückgänge unter den Industrienationen erlitten hatte, stärker noch als Italien oder Spanien, wo sich der Virus anfänglich ebenfalls stark verbreitet hatte. Nun, da eine zweite heftige Viruswelle im Land wütet, bergen diese Daten nichts Gutes für die Zukunft. Zumal Premierminister Boris Johnson einen erneuten harten nationalen Lockdown angesichts des Infektionsgeschehens mittlerweile nicht mehr vollkommen ausschließt. Zunächst einmal werden härtere Beschränkungen, wie die teilweise Schließung der Gastronomie sowie Begrenzungen privater Zusammenkünfte, zwar nur in stark betroffenen Regionen, wiedereingeführt. Doch die Unsicherheit darüber, inwieweit und auf welche Regionen diese bei einem anhaltenden Infektionsanstieg ausgeweitet werden könnten, dürfte die Stimmung der Unternehmen und Haushalte bereits deutlich trüben.

Vor diesem Hintergrund erscheint das jüngste Getöne des Premiers vor seinen Ministern, dass ein No-Deal Brexit nicht zu fürchten sei, fast schon erschreckend. Klar, keiner konnte ahnen, dass der EU-Ausstieg mit einer der schwersten Wirtschaftskrisen der Nachkriegszeit zusammenfallen würde. Dennoch ist wohl die Frage berechtigt, wie schwer man es der britischen Wirtschaft angesichts der aktuellen Lage noch machen will. Ich denke, die zuletzt tendenziell fallenden GBP-Risikoprämien sind auch ein Ausdruck davon, dass ein harter Bruch mit der EU inmitten einer Pandemie für den Markt unvorstellbar erscheint. Ob sich diese Annahme bewahrheitet, ist jedoch vollkommen offen.

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Der ewige Handelskrieg?

Die WTO hat der EU im Streit mit den USA um staatliche Hilfen für Flugzeugbauer grünes Licht für die Einführung von Strafzöllen gegeben. Doch laut Medienberichten planen die Europäer bis zu den US-Wahlen die Füße diesbezüglich stillzuhalten. Wer nun hofft, dass der Disput im Falle eines Biden-Sieges schnell beigelegt wird, sollte sich noch nicht zu früh freuen. Schließlich wurde die ursprüngliche Beschwerde der USA gegenüber der EU schon im Jahre 2004 eingereicht, also weit vor Donald Trump’s Präsidentschaft. Klar, ein Präsident Biden könnte den Europäern gegenüber etwas konzilianter und diplomatischer auftreten. Doch ein schnelles Einknicken ist nicht zwingend zu erwarten. Überhaupt, in Sachen Handelspolitik – darauf weisen unsere USA-Experten immer wieder hin – unterscheiden sich die Ansichten der beiden Präsidentschaftskandidaten nicht maßgeblich. Beide treten für eine protektionistischere Haltung ein, insbesondere gegenüber China. Das Thema Handelskrieg dürfte den US-Dollar also noch eine Weile begleiten. Und wie wir aus den letzten Jahren gelernt haben, profitiert die US-Währung tendenziell von dem US-Protektionismus.

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