Währung

Euro: Keine Impulse von Lagarde

Euro: Keine Impulse von Lagarde

Das Fashion Statement, welches EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit ihrer Brosche gestern setzte, fasst im Grunde genommen auch den Inhalt der gestrigen Pressekonferenz zusammen. Lagarde gab sich weder besonders taubenhaft, noch besonders falkenhaft, sondern etwas dazwischen, eulenhaft eben, wie die Form ihrer Brosche. Auch zum Thema “Strategy Review”, die nun offiziell startet und bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll, hielt sich Frau Lagarde wie erwartet bedeckt.

Der Euro tickte anfänglich leicht nach oben, nachdem die Notenbankchefin auf Anzeichen einer anziehenden unterliegenden Inflation hinwies. Doch die Euphorie hielt nicht lange an angesichts der anhaltenden Risiken, der die Euroraum-Wirtschaft noch ausgesetzt ist, darunter der Brexit und, woran US-Präsident Donald Trump als auch sein Wirtschaftsminister Wilbur Ross gestern mittels ihrer Autozolldrohung noch mal erinnerten, ein potenzieller Handelskrieg mit den USA. Die Drohungen dürften dazu beigetragen haben, dass der Markt auf Risk-Off schaltete und weshalb die sicheren Währungshäfen Yen und Franken, aber eben auch der US-Dollar, gegenüber dem Euro zulegen konnten.

Heute wird sich der Markt zunächst einmal wieder mit dem Konjunkturausblick auseinandersetzen und auf Erkenntnisse aus den Einkaufsmanagerindizes aus dem Euroraum hoffen. Es wird allgemein erwartet, dass sich die Stimmung unter den Unternehmen seit Anfang des Jahres etwas aufgehellt hat. Eine deutlichere Erholung, die auch den Euro nennenswerter stützen könnte, erwarten unsere Experten jedoch erst zum Frühjahr. Aber auch davon sollte man sich als Euro-Investor nicht zu viel erhoffen. Denn zum einen ist wohl kaum mit einem Wirtschaftsboom im Euroraum in naher Zeit zu rechnen. Und solange sich zum anderen die Inflation nicht auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend begibt, hat die EZB keinen Druck, eine Normalisierung ihrer Geldpolitik in Aussicht zu stellen, womit es auch keinen Grund gibt, auf einen ausgeprägten Euro-Aufwertungstrend zu setzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CHF: SNB bleibt stets bemüht

Die Beteuerungen aus den Reihen der SNB, dass die Notenbank an den Negativzinsen festhalten werde, oder sie gar weiter senken könnte, haben gestern nicht verhindern können, dass EUR-CHF weiter absackte. Bei einem Einlagensatz von -0,75% ist aus Sicht des Marktes nun einmal kein glaubhafter Spielraum mehr für nennenswerte Zinssenkungen. Damit verbleiben als einzig wirkungsvolles Instrument für die SNB nur noch Devisenmarktinterventionen. Aber auch damit hat sie sich zuletzt eher ungeschickt angestellt, nachdem sie vor wenigen Tagen wohl versucht hat, den EUR-CHF-Kurs deutlich nach oben zu treiben. Für CHF-Händler war dies ein gefundenes Fressen, da sie bei der aktuell erhöhten Risikoaversion den Franken auf attraktiven Niveaus kaufen konnten. Entsprechend kurzweilig war die Wirkung der Interventionen. Aber immerhin haben die Währungshüter unmissverständlich gezeigt, dass sie trotz potenziellen Drucks der US-Regierung, an ihrem Interventions-Instrument festhalten. Vielleicht war es auch nur das, was sie erreichen wollten. Und das ist ihnen immerhin gelungen und sollte ihnen helfen, die Unterseite in EUR-CHF längerfristig zu begrenzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL1 Long EUR/CHF Faktor: 10
CU54YY Short EUR/CHF Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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AUD: Australischer Dollar auf kurze Sicht eher schwächer

Der australische Dollar bleibt unter Druck, trotz einer zuletzt durchaus positiven Wirtschaftsentwicklung. So war der Beschäftigungszuwachs im Dezember unerwartet stark und die Arbeitslosenquote fiel überraschend. Doch dies konnte dem Aussie letztendlich nur kurzfristig Auftrieb verleihen. Im Zuge der erhöhten Risikoaversion an den Märkten sowie der laut dem Einkaufsmanagerindex nach wie vor getrübten Stimmung unter den Unternehmen, musste die Währung im Laufe des gestrigen Tages ihre Gewinne wieder abgeben. Trotz des positiven Arbeitsmarktberichts halten auch wir an unserer Sicht fest, dass die australische Notenbank ihren Leitzins angesichts der Abwärtsrisiken für den Wachstumsausblick, insbesondere mit Blick auf die potenziellen negativen Auswirkungen der nach wie vor wütenden Buschfeuer, in naher Zukunft noch einmal senken wird. Entsprechend sehen wir auch den Aussie kurzfristig eher noch etwas schwächer.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU92VG Call EUR/AUD Hebel: 5,0
CU8EL3 Put EUR/AUD Hebel: 4,7
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CNY: bevorstehende Belastungen

Nach wie vor breitet sich der Coronavirus aus. Gestern wurden 259 neue Fälle gemeldet, sodass die Gesamtzahl der bestätigten Fälle nun bei 830 liegt; 25 Menschen sind bisher gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet die Krankheit zwar noch immer als lokalen Notfall, der „noch keinen internationalen Gesundheitsnotfall darstellt“. Weitere Länder meldeten jedoch bestätigte Virusfälle, was verdeutlicht, wie schwierig die aktuelle Lage ist. In der Zwischenzeit riegelte China sieben weitere Städte rund um die Stadt Wuhan ab, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu erschweren. Die Sorge ist an den Märkten spürbar, die Aktienindizes gingen gestern in Shanghai und Hongkong erneut auf Talfahrt. USD-CNY setzte seinen Anstieg fort und bewegt sich vor dem chinesischen Neujahrsfest auf die Marke von 6,95 zu. Die chinesischen Onshore-Finanzmärkte werden zwar in der kommenden Woche geschlossen sein, die Entwicklung des Virus wird aber weiter im Mittelpunkt stehen. China wird am 31. Januar seinen offiziellen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe melden. Es besteht das Risiko, dass dieser wegen der Sorgen vor dem Virus erneut unter 50 und damit in den Kontraktionsbereich nachgibt. Alles in allem könnten Chinas Wirtschaft erneut große Belastungen bevorstehen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU95A2 Call EUR/CNH Hebel: 5,1
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 4,0
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