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EUR-USD wieder stärker datengetrieben

EUR-USD wieder stärker datengetrieben

Die guten Einzelhandelsumsätze am Mittwoch verliehen dem US Dollar einen Schub, die enttäuschenden Erstanträge für Arbeitslosenhilfe gestern eher einen Dämpfer, zumal die Fed laut ihrem Protokoll zur letzten Sitzung die Risiken für die Inflation eher auf der Unterseite sieht. Nun war nach zwei starken Tagen für den Dollar vielleicht einfach auch Zeit für eine Pause. Doch dieses Hin und Her in EUR-USD unterstreicht eben auch, dass wir keineswegs eine ungetrübte USD-Euphorie sehen.

Das liegt vermutlich auch daran, dass wir uns an einem Wendepunkt der Pandemie befinden. Dank fortschreitender Impfungen scheint eine Normalisierung des gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Lebens in greifbarer Nähe. Ein solche verspricht, unterstützt von den Konjunkturpaketen der Regierungen, einen ordentlichen Wachstumsschub. Doch eine gewisse Rest-Unsicherheit bleibt. Neben langsam anlaufende Impfkampagnen und der Gefahr durch Virusmutationen gehört dazu eben auch die Möglichkeit langfristiger Folgen für die Wirtschaft, weshalb schwache Daten – gerade vom Arbeitsmarkt – immer wieder für Verunsicherung sorgen und sorgen werden. Entsprechend heftig könnten heute Überraschungen bei den Einkaufsmanagerindizes im Euroraum oder in den USA auf den Wechselkurs durchschlagen und ausschlaggebend dafür sein, ob EUR-USD hoffnungs- oder sorgenvoll ins Wochenende startet.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB96R8CallEUR/USDHebel: 8,2
SB2ESMPutEUR/USDHebel: 8,3
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Starke japanische Inflation nimmt keinen Druck von der BoJ

In genau vier Wochen ist es so weit: dann präsentiert die Bank of Japan (BoJ) das Ergebnis der Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie. Die letzte derartige Überprüfung führte im Herbst 2016 zur Einführung der Zinskurvenkontrolle und in den darauf folgenden Wochen zu einer JPY-Abwertung um gut 10% gegenüber dem US-Dollar. Ein gewisses Rest-Risiko, dass die Bank of Japan einmal mehr als geldpolitischer Innovator auftritt und ihrer Geldpolitik doch noch einmal effektiv lockern kann, dürfte neben der Impf-Euphorie dazu beigetragen haben, dass der japanische Yen im G10-Universum seit Jahresbeginn die schlechteste Performance aufweist.

Dass eine ultralockere Geldpolitik auch weiterhin notwendig ist, zeigen auch die japanischen Inflationszahlen – wenn auch erst auf den zweiten Blick. Denn nachdem im Januar ein umstrittenes Programm zur Unterstützung des nationalen Tourismus ausgesetzt wurde, konnte die Inflation erstmals seit Jahren im Vormonatsvergleich deutlich zulegen. Das zeigt: die neuerliche Abwärtsdynamik der Inflation im vergangenen Jahr war zumindest zum Teil Sonderfaktoren geschuldet. Doch bleibt damit wohl auch die Korrektur im Januar ein Einmaleffekt. Fakt bleibt: Die Inflation hat in den letzten Jahren nie eine Dynamik entwickelt, die sie auch nur annähernd in Richtung des BoJ-Inflationsziels geführt hat und die Inflationsrate verharrt nach wie vor tief im roten Bereich.

Entsprechend hatte BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda in einem gestrigen Treffen mit Premierminister Yoshihide Suga noch einmal betont, dass die Überprüfung in keinster Weise darauf abzielt, den Grad geldpolitischer Unterstützung zurückzufahren. Stattdessen gehe es darum, die aktuelle Geldpolitik effizienter und nachhaltiger zu machen. In unseren Augen bedeutet das wohl, dass sich die BoJ nach Jahren erfolgloser Reflationierungsbemühungen zukünftig vor allem darauf konzentrieren wird, die Nebenwirkungen ihrer lockeren Geldpolitik insbesondere für den Finanz- und Bankensektor zu reduzieren.

Die große Herausforderung für die BoJ im März wird es daher sein, die zu erwartende Flexibilisierung ihrer Geldpolitik kommunikativ so zu verkaufen, dass sie eben nicht als ein erster Schritt zum Ausstieg aus ihrer ultra-expansiven Geldpolitik verstanden wird. Davon wird abhängen, wie schnell der Yen aufwertet – plötzlich, weil der Devisenmarkt seinen geldpolitischen Ausblick in Richtung einer restriktiveren Politik anpasst, oder eher gemächlich, weil dank anhaltender Null-Inflation und ebensolcher Zinsen der vergleichsweise attraktive Realzins Investoren lockt. So oder so: Wir sehen die Risiken für USD-JPY klar auf der Unterseite.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4U84CallUSD/JPYHebel: 10,6
CJ4VA5PutUSD/JPYHebel: 10,3
CJ4VJ0CallEUR/JPYHebel: 10,2
CJ4VLYPutEUR/JPYHebel: 10,1
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Biden und Yellen äußern sich zu China

US-Präsident Biden nimmt heute an seinem ersten G7-Gipfel teil, der sich unter anderem um das Thema China drehen wird. Verschiedenen Quellen zufolge will Biden mit den westlichen Ländern eine einheitliche China-Linie beschließen – eine Kehrtwende gegenüber Trumps China-Politik. Ein besonders wichtiger Punkt ist die Frage, ob die USA den vorläufigen Handelsdeal in vollem Umfang umsetzen oder nicht. Die neue Finanzministerin Janet Yellen schnitt das Thema gestern abermals an. Der Tenor bleibt weitestgehend unverändert: Die bestehenden Zölle bleiben in Kraft, werden aber demnächst überprüft. In der Zwischenzeit behalten die USA die unlautere Wirtschaftspraxis und Menschenrechtsfragen im Zusammenhang mit China im Auge. Dass jeder US-Präsident mit einer klaren China-Strategie aufwarten muss, liegt auf der Hand. Für den Markt indes besteht die bange Frage darin, ob die Spannungen zwischen den USA und China früher wiederaufflammen könnten als erwartet. Laut Konsens sollte Biden erst die Viruskrise eindämmen, bevor er sich voll und ganz dem Thema China verschreibt. Doch da sich die Gesundheitslage in den USA bessert, müssen sich die Märkte wohl auf erneute geopolitische Spannungen einstellen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ6YH9CallEUR/CNHHebel: 12,2
CJ4VFXPutEUR/CNHHebel: 12,2
CU97XBCallUSD/CNHHebel: 14,4
CJ4U8TPutUSD/CNHHebel: 11,1
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