Währung

EUR-USD sackt nach ifo-Daten regelrecht ab

War der Markt zu zuversichtlich?

Vermutlich liegt es in der Natur des Menschen, gerade in Krisenzeiten eine Verbesserung der Lage herbeizusehnen, sodass positive Meldungen schnell zu einer übermäßig großen Zuversicht führen können. Ich habe den Eindruck, der Markt stellt gerade fest, dass er möglicherweise eben doch etwas zu zuversichtlich gewesen sein könnte, was die Verfügbarkeit des Impfstoffs und die Eindämmung der Pandemie weltweit betrifft. Zum einen schreiten die Impfkampagnen in vielen Ländern aus den verschiedensten Gründen deutlich schleppender voran als zuvor gedacht. Dazu kommt, dass ungeklärt ist, inwiefern die Impfungen auch gegen (möglicherweise gefährlichere) Mutationen des Virus wirksam sind, die sich vielerorts ausbreiten. Von Öffnung und Lockerung ist keine Rede mehr, im Gegenteil. Die USA führen wieder Reisebeschränkungen ein, Israel hat komplett dicht gemacht, die Lockdowns in vielen Ländern werden verschärft und/oder verlängert. Das beinhaltet wiederum mögliche negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaften – einen ersten Vorgeschmack gab der deutsche Ifo Index gestern, der die negativen Markterwartungen deutlich übertraf. EUR-USD sackte nach der Veröffentlichung regelrecht ab. Möglicherweise reagiert der Euro nach den Aussagen von EZB Präsidentin Christine Lagarde letzte Woche einfach empfindlicher auf schlechte Neuigkeiten. Aber ungeachtet dessen schien auch die erste Initialreaktion des Markts angesichts der neuen Unsicherheitswelle wieder das alte Muster zu sein: risk off und erstmal rein in den USD, trotz fallender US Renditen. Generell war die Marktreaktion dabei sehr uneinheitlich, was meines Erachtens daher rührt, dass sich der Markt schwer tut, die weniger optimistischen Neuigkeiten zur Pandemie und die möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaften zu bewerten. Beides ist, offen gesagt, auch fast ein Ding der Unmöglichkeit – vor allem, wenn dann mögliche fiskalische Hilfen nicht sofort kommen, wie beispielsweise in den USA, wo das große Paket jetzt doch wieder lang und breit im Kongress diskutiert wird und auf sich warten lässt. Weshalb ich fürchte, dass wir auch in den nächsten Tagen einen uneinheitlichen Handel sehen werden. Dabei dürfte der US Dollar wieder gefragt sein, solange die Unsicherheitswelle über den Markt schwappt.

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SB2ENECallEUR/USDHebel: 7,5
SB2ENDPutEUR/USDHebel: 7,4
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Auch bald Taper-Diskussion in Australien?

Gerade jetzt, wo die nächste Unsicherheitswelle (siehe oben) über die Märkte rollt, mag es zu früh sein, das Thema aufzugreifen. Dennoch stelle ich mir ähnlich wie für die Bank of Canada und den CAD für die Reserve Bank of Australia (RBA) und den AUD die Frage, ob nicht in naher Zukunft eine Taper-Diskussion drohen könnte. Dabei ist die Inflation natürlich noch lange kein Thema. Wie die Daten morgen zum zweiten Quartal zeigen werden, wird sie noch geraume Zeit unter dem Zielband der RBA von 1-3% verharren und auch nur sehr langsam steigen. Interessanter sind die Arbeitsmarktberichte. Denn für die RBA ist die Beschäftigung “nationale Priorität”. Es ist ihr wichtig, dass die Arbeitslosenquote schnell und nachhaltig sinkt (womit letztendlich natürlich auch der Aufwärtsdruck auf die Inflation steigen wird). Und gerade hier gibt es Positives zu vermelden: die Arbeitslosenquote sinkt recht zügig. Natürlich ist sie noch weit entfernt von den Vorkrisenniveaus. Außerdem hat die Pandemie sicherlich auch Bremsspuren in der australischen Wirtschaft hinterlassen, deren Nachwirkungen noch lange zu spüren sein werden, weshalb die Abwärtsbewegung in der Arbeitslosenquote durchaus ins Stocken geraten kann. Und schlussendlich sinkt derzeit auch gerade die Zuversicht des Markts in die Erholung der chinesischen Wirtschaft, da auch in China neue Herde von Covid-Infektionen aufgetreten sind, die die Behörden zu regionalen Lockdowns veranlasst haben und Sorgen vor einer Wachstumsverlangsamung schüren. Auf kurze Sicht ist deshalb wohl nicht zu befürchten, dass eine Taper-Diskussion für die RBA und den AUD aufkommen wird. Aber wenn wirklich absehbar ist, dass die Pandemie kontrollierbar wird (Australien ist zumindest auf einem guten Weg), und sich damit auch die wirtschaftlichen Aussichten zusehends verbessern, dürfte neben der BoC die RBA eine der ersten Zentralbanken sein, die sich mit dieser Diskussion und einem infolgedessen steigenden AUD auseinandersetzen muss.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SD9NQ2CallEUR/AUDHebel: 5,1
CL7W8ZPutEUR/AUDHebel: 5,0
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Gute Einstiegsniveaus in die NOK

Die norwegische Krone hat seit Ende letzter Woche massiv Federn gelassen, EUR-NOK ist von rund 10,23 auf über 10,40 gestiegen. Zum einen hat sich das Marktsentiment generell verschlechtert (siehe oben). Aber vor allem dürfte die Tatsache, dass rund um Oslo mittlerweile 25 Gemeinden im Lockdown sind, davon 10 mit sehr harten Einschränkungen, um die Verbreitung einer Mutation des Virus zu unterbinden, der Hauptgrund für die NOK-Schwäche sein. Bislang konnte Norwegen die Infektionsraten besser im Zaum halten als viele Nachbarländer, doch Freitag wurde die neue Mutation entdeckt und daraufhin sofort harte Maßnahmen bis Ende Januar beschlossen. Dennoch halte ich an meiner Meinung fest, dass die NOK im Jahresverlauf aufwerten wird, denn die Norges Bank dürfte, sofern die Infektionsraten landesweit nicht in die Höhe schnellen, an ihrer Gangart festhalten, Mitte nächsten Jahres die Zinsen anzuheben, da die Wirtschaft vergleichsweise gut durch die Krise gekommen ist und sich die Erholung in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen dürfte. Für mich sind daher schwächere NOK-Notierungen gute Einstiegsniveaus.

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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4VMECallEUR/NOKHebel: 7,1
CL7FGKPutEUR/NOKHebel: 7,8
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