Währung

EUR/USD – Ist der Bann gebrochen?

Keiner mag sich aus dem Fenster lehnen

Für den Dollar bleibt es hart, Gewinne einzufahren. Im Gegenteil: vor der Fed-Sitzung am Mittwoch scheint der Markt sich wohler damit zu fühlen, den Dollar zu geben. Schließlich muss die neue Fed-Strategie in das Kommuniqué eingearbeitet werden. Das könnte sich infolgedessen taubenhafter als zuvor anhören, da die Fed länger als zuvor an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten wird. Aber so richtig mit großen Shortpositionen im Dollar aus dem Fenster lehnen mag sich trotzdem keiner. Selbst wenn das von der Dollarseite aufgrund der Geldpolitik der Fed sogar gerechtfertigt sein könnte, so spricht dagegen, dass aufgrund der Äußerungen der EZB zum Wechselkurs in EUR-USD erst einmal ein natürlicher Cap eingezogen ist. Zu groß ist der Respekt des Markts vor der EZB, dass sie doch irgendwann bei einer zu schnellen Euro-Aufwertung noch einmal expansiver werden und damit eine weitere Euro-Aufwertung eindämmen könnte. Außerdem könnten die neuen Prognosen der Fed für Arbeitslosenquote und Wirtschaftswachstum nach oben korrigiert werden, da ihre Annahmen im Juni wohl zu pessimistisch waren, was moderat positiv für den Dollar sein könnte. Alles in allem spricht also vieles dafür, dass wir bis morgen Abend weitere moderate Verluste im Dollar sehen können, aber die 1,20-Marke in EUR-USD dürfte kaum gefährdet sein. Ich kann mir eher vorstellen, dass sich die Dollarschwäche zunächst noch stärker in anderen Währungen zeigen wird wie beispielsweise dem Yen.

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SB2EM8CallEUR/USDHebel: 7,0
SB2ESGPutEUR/USDHebel: 7,4
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Brexit: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Eine Hürde hat die “Internal Market Bill” von Boris Johnson im Unterhaus mit 340 zu 263 Stimmen gestern am späten Abend genommen. Lediglich zwei Tories stimmten dagegen, aber es enthielten sich einige. Laut Premierminister Johnson ist diese Gesetzesvorlage unverzichtbar, um die Souveränität und den politischen Zusammenhalt Großbritanniens zu sichern. Heute geht’s in die zweite Runde. Selbst, wenn die Bill im Unterhaus durchgeht, dürfte sie im Oberhaus auf großen Widerstand treffen. Die Stimmen mehren sich, dass diese Vorlage internationales Recht bricht, unter anderem haben sich 5 ehemalige Premierminister zu Wort gemeldet und Entsetzen geäußert. Ich kann mich dem nur anschliessen. Wie Johnson nach einem solchen Affront noch weiter ernsthaft davon ausgehen kann, dass eine Einigung mit der EU noch möglich ist, vor allem, wenn seine Bill wirklich alle Hürden nehmen sollte, ist mir schleierhaft. Dem Markt dämmert es so langsam auch, dass es jetzt wohl wirklich hart auf hart kommen kann, denn die Volatilitäten in EUR-GBP ziehen seit einigen Tagen an und EUR-GBP handelt mittlerweile über 0,92. Damit ist meines Erachtens noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, denn es sieht nicht so aus, als würde Johnson irgendwann einlenken und gegenüber der EU Kompromissbereitschaft zeigen. Ich kann nur jedem raten, sich entsprechend abzusichern, auch wenn es bereits teurer wird, denn wenn es am Ende des Jahres wirklich schiefgeht, bringt auch Heulen und Zähneklappern nichts mehr. Dann tut’s im Zweifelfall richtig weh. Vorsicht ist in Sachen Brexit wohl wirklich besser als Nachsicht.

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CJ4VF6CallEUR/GBPHebel: 7,5
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Folgt die BoJ irgendwann der EZB?

Mittlerweile ist klar, dass Yoshihide Suga morgen im japanischen Parlament zum Nachfolger von Premierminister Shinzo Abe gewählt werden wird, nachdem er gestern offiziell zum Parteiführer der Regierungspartei bestimmt wurde. Er ist der ehemalige Chefsekretär von Abe und hat entsprechend dessen Politik der “Abenomics” schon lange mitgetragen. Er hat bereits betont, dass er diese ultra-expansive Politik fortführen möchte und im Bedarfsfall sowohl die Geld- als auch die Fiskalpolitik noch mehr Stimulus liefern müssten, um Arbeitsplätze zu erhalten und Unternehmen während der Krise zu unterstützen. Dabei tritt für ihn der Schuldenabbau in den Hintergrund. Jegliche Andeutung, dass er sich von Abenomics abkehren könnte, hätte den Yen wohl sofort aufwerten lassen. Aber auch die Fortführung der expansiven Geld- und Fiskalpolitik wird wie in den letzten Jahren kaum dafür sorgen, dass der Yen gegenüber dem USD abwertet – obwohl dies gerade in der Phase der wirtschaftlichen Erholung den gebeutelten Unternehmen etwas Luft verschaffen würde. Schließlich ist dem Markt klar, dass trotz jahrelanger Bemühungen die Bank of Japan (BoJ) kaum noch Pfeile im Köcher hat, um noch expansiver zu werden und damit den Yen effektiv zu schwächen. Zudem spricht die Strategieänderung der Fed für einen schwächeren USD. Alles in allem sehe ich die Risiken in USD-JPY folglich nach unten gerichtet.

Die BoJ ist auch an die G7 und G20 Abkommen gebunden. Aber die Tatsache, dass die EZB in ihrem Statement nun den Wechselkurs und dessen Einfluss auf die Inflation aufgenommen hat, könnte zumindest den Bann gebrochen haben, sodass die BoJ ebenfalls ihren Wortlaut irgendwann in diese Richtung anpassen könnte, selbst wenn es dafür diese Woche auf ihrer Sitzung am Donnerstag noch zu früh sein dürfte. Sie könnte dann Interventionen am Devisenmarkt gegen den Yen als geldpolitisches Instrument gegen eine drohende Deflation verkaufen. Zwar befinden sich die Gesamtinflation und die Kernraten derzeit noch knapp im positiven Bereich. Sollte sich das aber auf absehbare Zeit ändern und gleichzeitig der Yen weiter aufwerten, schließe ich nicht aus, dass die BoJ versucht, zunächst mittels gezielter Aussagen den Yen zu schwächen, was zumindest auf kurze Sicht einen gewissen Erfolg haben könnte. Das “Go” der Regierung Suga hätte sie dabei sicherlich. Dennoch: solange die BoJ nicht aktiv am Devisenmarkt interveniert, sehe ich aus den oben genannten Gründen keine nachhaltige Schwäche im Yen.

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CJ4VJTCallEUR/JPYHebel: 8,2
CJ4VLXPutEUR/JPYHebel: 8,1
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USD-CNY unter 6,80

Ein positives Stimmungsumfeld ließ USD-CNY heute Morgen unter 6,80 nachgeben. Den jüngsten Meldungen zufolge wird ein amerikanisches Unternehmen mit dem chinesischen Social-Media-Unternehmen zusammenarbeiten, um das nationale Sicherheitsproblem anzugehen. Es wird also nicht einfach zu einer Übernahme kommen. Dem Markt gibt dies Hoffnung, dass sich hieraus ein einvernehmlicherer Ansatz für zukünftige Streitigkeiten ergibt. Offensichtlich liegen gewaltige Unsicherheiten vor uns, die den Markt aber vorerst wohl nicht erschüttern. Im Moment ist der Markt geteilter Meinung, ob der CNY seinen seit 2015 bestehenden Abwertungstrend umkehren kann. Für Dollar-Verkäufer könnte der Terminmarkt, an dem die CNY-Abwertung bereits in ordentlichem Maße eingepreist ist, ein guter Ort für die Devisenabsicherung sein.

In diesem Zusammenhang fielen die chinesischen Zahlen zur Wirtschaftstätigkeit im August etwas besser als erwartet aus. Insbesondere drehte das Wachstum der Einzelhandelsumsätze erstmals in diesem Jahr in den positiven Bereich, was andeutet, dass die Binnennachfrage und insbesondere die Dienstleistungen aufholen. Insgesamt verbessern sich die Wachstumsaussichten trotz der vor uns liegenden Herausforderungen.

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CU91APCallUSD/CNHHebel: 8,4
CJ1E4GPutUSD/CNHHebel: 6,7
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